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TUI-Aktie gibt ab: Rückholung von Urlaubern aus dem Nahen Osten geplant

03.03.26 21:55 Uhr

TUI-Aktie im Sinkflug: Rettungsmission im Nahen Osten | finanzen.net

Der Reisekonzern TUI rechnet mit der Rückholung seiner im Nahen Osten festsitzenden Kunden binnen einiger Tage.

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Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, sagte Vorstandschef Sebastian Ebel im Programm von n-tv. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.

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"Wir gehen aktuell davon aus, dass wir die ersten Flüge mit diesen Unternehmen und unseren Gästen heute durchführen können", sagte Ebel. Erste Flüge sollten nach München gehen. Zudem stünden eigene Flugzeuge von TUI Fly bereit. Diese seien "standby, sobald wir die Erlaubnis bekommen, dorthin zu fliegen und Kunden auch möglichst zügig abzuholen".

"Wir sind mit fast 100 Prozent der Gäste über die App in Kontakt", sagte Ebel. Wie schnell die Rückholung abgeschlossen werden könne, hänge von der Sicherheitslage ab. "Das ist heute seriös nicht genau vorherzusagen." Er gehe jedoch davon aus, dass es "etwas ist, was einige Tage dauern wird".

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen derzeit Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind allein rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter betroffen. Ein Sprecher des Auswärtigen Amts nannte dies "eine einigermaßen verlässliche Größe".

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Israel und die USA hatten am Samstagfrüh Luft- und Raketenangriffe auf den Iran begonnen, bei denen auch Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei getötet wurde. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion.

JPMorgan belässt TUI auf 'Overweight' - Ziel 13,50 Euro

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für TUI mit einem Kursziel von 13,50 Euro auf "Overweight" belassen. Analystin Estelle Weingrod schaute sich am Montagabend an, wie europäische Hotelaktien in der Vergangenheit auf geopolitische Instabilität reagiert haben. TUI sei dabei vergleichsweise schwach gewesen, gefolgt von Accor. Interconti Hotels sieht sie als vergleichsweise defensiv. Das Ausmaß der Kurskorrektur hänge entscheidend von der Länge und Schwere des Iran-Kriegs ab. TUI habe den größten Umsatzanteil im Nahen Osten, wenn auch schwerpunktmäßig in der Türkei und in Ägypten. Bei einem Monat Dauer des Konflikts wäre der Umsatzverlust ziemlich gering. Fundamental sieht Weingrod eigentlich bei allen drei Aktien Bewertungsspielraum.

TUI-Chef sieht keinen fahrlässigen Umgang mit Sicherheitslage

TUI-Chef Sebastian Ebel sieht keinen fahrlässigen Umgang mit der angespannten Sicherheitslage in der Golf-Region. Es sei von offiziellen Stellen keine Reisewarung ausgesprochen worden, sagte Ebel dem Sender Welt-TV. "Und die gesamte Intelligenz, die wir hatten, hat auch eine solche Reaktion gar nicht vermuten lassen. Die Entfernung von Teheran nach Dubai sind, glaube ich, 700, 800 Kilometer. Das Gebiet wurde vom Auswärtigen Amt als sicher eingeschätzt und dem sind wir gefolgt." Dass die Reiseveranstalter die Verantwortung für die Rückholung der Reisegäste hätten, sei klar. "Es ist unsere Verantwortung, die Pauschalreisegäste, die mit der TUI gebucht haben, wieder nach Hause zu bringen", sagte Ebel. Was die Urlaubsbuchungen für die Golfregion angeht, erwartet er eine Delle. "Selbst wenn sich dieser Konflikt kurzfristig befriedet, was wir ja alle hoffen, dann wird das schon einige Monate dauern, bis sich das wieder normalisiert", so Ebel. "Was wir sehen, ist, dass die Kunden sehr dynamisch sich dann für andere Destinationen entscheiden." Man sehe etwa in den letzten drei Tagen einen "sehr starken Shift in die Karibik."

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Im XETRA-Handel notierte die TUI-Aktie letztlich 1,65 Prozent tiefer bei 7,16 Euro.

/pls/DP/zb

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Bildquellen: Dafinchi / Shutterstock.com, TUI

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16.03.2026TUI BuyDeutsche Bank AG
09.03.2026TUI OverweightBarclays Capital
03.03.2026TUI OverweightJP Morgan Chase & Co.
16.02.2026TUI OverweightBarclays Capital
11.02.2026TUI NeutralUBS AG
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16.03.2026TUI BuyDeutsche Bank AG
09.03.2026TUI OverweightBarclays Capital
03.03.2026TUI OverweightJP Morgan Chase & Co.
16.02.2026TUI OverweightBarclays Capital
11.02.2026TUI OverweightBarclays Capital
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11.02.2026TUI NeutralUBS AG
10.02.2026TUI NeutralUBS AG
10.02.2026TUI Market-PerformBernstein Research
10.02.2026TUI HoldJefferies & Company Inc.
20.01.2026TUI Market-PerformBernstein Research
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11.02.2025TUI UnderweightBarclays Capital
02.08.2024TUI UnderweightBarclays Capital
13.03.2024TUI UnderweightBarclays Capital
13.02.2024TUI UnderweightBarclays Capital
06.12.2023TUI UnderweightBarclays Capital

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