Verunglückte Boeing 787 von Air India machte seit Jahren Probleme
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Dreamliner -VT-ANB vor der Auslieferung 2014: Das Flugzeug hatte immer wieder Probleme. The Foundation for Aviation Safety Der im Juni abgestürzte Dreamliner von Air India soll seit seiner Auslieferung unter technischen Problemen gelitten haben. Laut der Foundation for Aviation Safety wurden die Probleme von Boeing, Air India und den indischen Behörden vertuscht.Es war die schlimmste Flugzeugkatastrophe 2025. Am 12. Juni 205 stürzte die Boeing 787 mit der Kennung VT-ANB kurz nach dem in Ahmedabad ab. 241 von 242 Menschen an Bord starben, weitere 19 am Boden. Es war der erste Totalverlust eines Dreamliners. Einen Monat nach dem Unfall veröffentlichte die indische Luftfahrtbehörde AAIB ihren vorläufigen Bericht.: Grund des Absturzes war, eine abgeschaltete Treibstoffzufuhr.Schnell rückten die beiden Piloten in den Fokus. Der Absturz soll von einem der beiden verursacht worden sein, ob absichtlich oder unabsichtlich, lässt sich nicht mehr klären. Die US-Luftfahrtbehörde FAA, die den Unfall mit untersucht, äußerte sich ähnlich: Man sei «sehr zuversichtlich, dass es sich nicht um eine unbeabsichtigte Manipulation der Treibstoffkontrolle» handele, so FAA-Chef Bryan Bedford.Boeing 787 von Air India hatte seit ihrer Auslieferung technische ProblemeNeue Erkenntnisse setzten Boeing, Air India und die indischen Behörden unter Druck. Die Foundation for Aviation Safety, eine Stiftung, die sich für die öffentliche Sicherheit durch die Überwachung der Luftfahrtindustrie und der Regulierungsbehörden einsetzt, hat dem US-Senat am 12. Januar einen Whistleblower-Bericht vorgelegt.Darin heißt es, dass der abgestürzte Dreamliner von Air India bereits seit seiner Indienststellung im Februar 2014 unter technischen Problemen litt. Schon am ersten Tag nach der Auslieferung seien erste Systemfehler aufgetreten. In den folgenden Jahren häuften sich die Störungen und reichten: von Elektronik- und Softwarefehlern über wiederholtes Auslösen von Schutzschaltern bis hin zu Beschädigungen an der Verkabelung, Kurzschlüssen, Stromausfällen und Überhitzung zentraler Komponenten des Stromversorgungssystems und Bränden.Latente Mängel und Normalisierung von Abweichungen wurden bei Boeing 787 von Air India geduldetDie Foundation for Aviation Safety kritisiert nach dem Absturz von VT-ANB zwei Dinge besonders: latente Mängel also versteckte Konstruktions- oder Wartungsfehler, die jahrelang unentdeckt bleiben sowie die Normalisierung von Abweichungen, bei der bekannte Sicherheitsrisiken durch Gewöhnung ignoriert wurden. Beide führen zu unkalkulierbaren Kettenreaktionen. Eine konsequente Sicherheitskultur sei entscheidend, um solche Katastrophen zu verhindern.Laut dem Bericht sei besonders dramatisch, dass etwa 15 Minuten vor dem Absturz über ACARs, was für Aircraft Condition Analysis Report steht, einem System, das Flugdaten aufzeichnet und an die Fluggesellschaft oder Wartungsteams übermittelt, Fehler in allen Flugsteuerungsmodulen gemeldet worden sei sollen. Die Flugbesatzung wurde jedoch nie auf diese Fehler oder Übertragungen aufmerksam und setzte daher den Start fort.Problem betrifft auch weitere Boeing 787Ähnliche elektrische Probleme sollen in der Vergangenheit auch Dreamliner in den USA, Kanada und Australien betroffen habe. Gerade die ersten Dreamliner standen oft wegen technischen Mängeln in der Kritik. 2013 brach ein Feuer in einem Dreamliner von Japan Airlines aus. Die Foundation for Aviation Safety fordert nun eine umfassende Untersuchung durch die indische Unfalluntersuchungsbehörde AAIB. Sie wirft sowohl Boeing als auch Air India und der Regierung vor, Sicherheitsrisiken systematisch verschleiert zu haben.Wir berichten, was in der Luftfahrt wirklich zählt – unabhängig, präzise, nah dran. Hinter jedem Artikel steht die Erfahrung erfahrener Luftfahrtjournalistinnen und -journalisten. Für den Preis von weniger als einem Getränk am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei und sichern unsere Unabhängigkeit. Jetzt hier klicken und abonnierenWeiter zum vollständigen Artikel bei aeroTELEGRAPH
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Quelle: aeroTELEGRAPH