02.02.2018 11:51
Bewerten
(0)

Airbus-Aktie gibt nach: Credit Suisse warnt vor trüben Gewinnaussichten

Wegen schwachem Dollar: Airbus-Aktie gibt nach: Credit Suisse warnt vor trüben Gewinnaussichten | Nachricht | finanzen.net
Wegen schwachem Dollar
DRUCKEN
Der schwache US-Dollar stellt das erhoffte Gewinnwachstum bei Airbus in Frage.
Kurz vor der Vorlage der Airbus-Jahresbilanz streicht die Schweizer Großbank Credit Suisse ihre optimistischeren Erwartungen an den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern für die kommenden Jahre zusammen. Während wegen neuer Steuergesetze in Frankreich und des Militärtransporters A400M hohe Einmalkosten drohen, dürfte die Schwäche des US-Dollar generell am Airbus-Gewinn zehren.

Die Credit Suisse stufte die Airbus-Aktien deshalb in einer am Freitag vorliegenden Studie von "Outperform" auf "Neutral" ab. Das Kursziel für die Papiere senkte das Institut von 95 auf 91 Euro. Die Aktien kosteten zuletzt knapp 89 Euro und waren mit einem Minus von rund 3 Prozent unter den größten Verlierern im MDAX.

Als wichtigsten Grund für ihre Einschätzung führt die Credit Suisse nicht etwa die schlagzeilenträchtigen Probleme beim A400M oder die Korruptionsermittlungen an, die seit einiger Zeit in Frankreich und Großbritannien gegen Airbus in laufen. Für viel grundsätzlicher halten die Analysten die Schwäche des US-Dollar.

Denn Flugzeuge werden weltweit in Dollar gehandelt, und Airbus bilanziert in Euro. Daher bringt dem Hersteller jeder Flugzeugverkauf derzeit weniger Euro ein, wenn die US-Währung nachgibt. Dies trübt die Gewinnaussichten des europäischen Konzerns, der nach der Auftragsflut der vergangenen Jahre am Thron des weltgrößten Flugzeugherstellers Boeing rüttelt.

Daher strich die Credit Suisse ihre Schätzungen für Airbus' um Sonderposten bereinigten operativen Gewinn für die Jahre 2018, 2019 und 2020 um 8, 11 und 5 Prozent zusammen. Dem Institut zufolge liegen diese Erwartungen aber immer noch oberhalb der durchschnittlichen Analystenprognosen. Für die Jahre nach 2020 dürfte das Gewinnwachstum je Aktie ihrer Meinung nach aufgrund der Dollarschwäche auf 6 bis 7 Prozent pro Jahr begrenzt sein - während er von 2018 bis 2020 jährlich um 25 bis 30 Prozent nach oben gehen dürfte.

Dennoch sieht die Credit Suisse Airbus eigentlich auf einem gutem Pfad. Der freie Barmittelzufluss dürfte ab 2018 kräftig wachsen, weil der Konzern die Auslieferungen beim Mittelstreckenjet A320 und dessen Neuauflage A320neo deutlich hochfährt. Zudem dürften die Anfangsverluste beim jüngsten Langstreckenjet A350 weiter zurückgehen. Auch beim Militärtransporter A400M dürften sich die Geldflüsse verbessern.

Für das abgelaufene Jahr könnten die anhaltenden technischen Probleme beim A400M Airbus allerdings noch einmal teuer zu stehen kommen. Die Credit Suisse rechnet mit weiteren Sonderkosten in Höhe von 1 Milliarde Euro, nachdem das Flugzeug die Airbus-Bilanz schon 2016 mit Mehrkosten von 2,2 Milliarden Euro verhagelt hatte. Zudem dürften neue Steuergesetze in Frankreich bei Airbus zu einer Einmalbelastung führen, schätzen die Experten.

Wenn sich der Ärger um den A400M und die Korruptionsermittlungen einmal gelegt hat, können die Airbus-Aktionäre nach Ansicht der Credit Suisse allerdings mit einer Geldflut rechnen. Airbus dürfte dann überschüssige Barmittel für Aktienrückkäufe oder eine Erhöhung der Dividende einsetzen, heißt es in der Studie.

Gemäß der Einstufung "Neutral" erwartet die Credit Suisse in den nächsten 12 Monaten eine durchschnittliche Gesamtrendite der Aktie im Vergleich zu den anderen von dem Analysten beobachteten Werten derselben Branche./stw/ajxmis

Analysierendes Institut Credit Suisse.

ZÜRICH (dpa-AFX)

Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com, Naiyyer / Shutterstock.com, Selfiy / Shutterstock.com

Nachrichten zu Airbus SE (ex EADS)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Airbus SE (ex EADS)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
18.05.2018Airbus SE (ex EADS) buyCommerzbank AG
18.05.2018Airbus SE (ex EADS) buyGoldman Sachs Group Inc.
17.05.2018Airbus SE (ex EADS) overweightBarclays Capital
16.05.2018Airbus SE (ex EADS) overweightMorgan Stanley
16.05.2018Airbus SE (ex EADS) HoldKepler Cheuvreux
18.05.2018Airbus SE (ex EADS) buyCommerzbank AG
18.05.2018Airbus SE (ex EADS) buyGoldman Sachs Group Inc.
17.05.2018Airbus SE (ex EADS) overweightBarclays Capital
16.05.2018Airbus SE (ex EADS) overweightMorgan Stanley
14.05.2018Airbus SE (ex EADS) buyUBS AG
16.05.2018Airbus SE (ex EADS) HoldKepler Cheuvreux
03.05.2018Airbus SE (ex EADS) HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
30.04.2018Airbus SE (ex EADS) NeutralCitigroup Corp.
30.04.2018Airbus SE (ex EADS) HaltenIndependent Research GmbH
26.04.2018Airbus SE (ex EADS) NeutralCitigroup Corp.
26.01.2018Airbus SE (ex EADS) VerkaufenIndependent Research GmbH
19.01.2018Airbus SE (ex EADS) VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
01.11.2017Airbus SE (ex EADS) VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
01.11.2017Airbus SE (ex EADS) KaufIndependent Research GmbH
19.10.2017Airbus SE (ex EADS) VerkaufenIndependent Research GmbH

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Airbus SE (ex EADS) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Webinar: Neue Trendfolge-Strategie nach Nicolas Darvas

Simon Betschinger von TraderFox erläutert am 15. Mai einen neuen Trendfolge-Ansatz, der historisch gerechnet erstaunliche 20 % Rendite pro Jahr erzielt hätte.
Mehr erfahren!

Airbus Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins lange Wochenende -- US-Indizes schließen uneinheitlich -- PayPal will Mobil-Bezahldienst iZettle kaufen -- Richemont und Airlines im Fokus

Sinkende Restrukturierungskosten bei der Deutschen Bank. Amazon & Co. sollen für Umsatzsteuer der Händler haften. Mit diesen Aktien winken steigende Gewinne, wenn der Ölpreis steigt. Einzigartiger Aramco-IPO wird Dynamik der saudischen Wirtschaft verändern. Fresenius-Chef bestätigt Mittelfristziele.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

In diesen Ländern zahlt man für Bitcoin-Mining am wenigsten
Große Preisspanne
Hier haben die mächtigsten CEOs studiert Wo haben die mächtigsten Konzernchefs studiert?
Hier haben die mächtigsten CEOs studiert Wo haben die mächtigsten Konzernchefs studiert?
Die zehn teuersten Fußball-Transfers aller Zeiten
Was sind die teuersten Spielerwechsel der Fußballgeschichte?
Hier macht Arbeiten Spaß
Die beliebtesten Arbeitgeber weltweit
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
mehr Top Rankings

Umfrage

Sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegen dem Kurs von US-Präsident Trump am Atom-Abkommen mit dem Iran festhalten?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
Scout24 AGA12DM8
Daimler AG710000
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
E.ON SEENAG99
Steinhoff International N.V.A14XB9
Allianz840400
Facebook Inc.A1JWVX
AlibabaA117ME
Netflix Inc.552484
TeslaA1CX3T
adidas AGA1EWWW