01.09.2022 13:56

BioNTech-Aktie, Novavax-Aktie, Moderna-Aktie und Co. im Fokus: So viel Impfstoff wurde bereits nach Deutschland geliefert

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Zuletzt wurde es wieder etwas ruhiger rund um die Impfstoffhersteller, deren Aktien nach der massenhaften Verteilung der Impfstoffe zeitweise in die Höhe schossen. Über 200 Millionen Impfdosen sind bislang allein nach Deutschland geliefert worden - und diese Zahl dürfte in den kommenden Monaten nochmals deutlich ansteigen. Die Wertpapiere der Unternehmen zeigen sich indes in unterschiedlicher Verfassung.
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• Moderna und BioNTech/Pfizer lieferten in Europa und den USA die meisten Impfstoffe
• Die globale Impfkampagne sorgte für einen Geldregen für die Hersteller - und deren Aktionäre
• Die Aktien der Impfstoffhersteller sind unterschiedlich riskant

Nach Informationen des Bundesministeriums für Gesundheit wurden in Deutschland bis zum 24. Juli 2022 insgesamt 206,7 Millionen Impfdosen an Impfzentren, mobile Impfteams, Arztpraxen, Betriebsärzte und Apotheken geliefert. Von diesen Lieferungen sind 88,9 Prozent verimpft worden, sodass 76,2 Prozent der deutschen Bevölkerung (63,4 Millionen Menschen) grundimmunisiert sind, das heißt mindestens zwei Impfungen erhalten haben beziehungsweise eine Impfdosis von Johnson & Johnson. Darüber hinaus haben 61,8 Prozent der deutschen Bevölkerung (51,4 Millionen Menschen) mindestens eine weitere Auffrischungsimpfung erhalten. Aus Anlegersicht dürfte die Aufteilung dieser Zahlen nach den jeweiligen Herstellern besonders interessant sein.

Welche Impfstoffe in Deutschland dominieren

Die absolute Mehrheit der besagten 206,7 Millionen nach Deutschland gelieferten Impfdosen wurde von dem Mainzer Unternehmen BioNTech in Kooperation mit dem US-Pharmariesen Pfizer hergestellt: Ganze 72,03 Prozent, also 148,9 Millionen Impfdosen, stammen aus den Produktionshallen von BioNTech und Pfizer.

Mit großem Abstand folgt Moderna. Der US-Konzern zeichnet sich für die Lieferung von 36,3 Millionen Impfdosen (17,56 Prozent) verantwortlich. Dahinter folgen AstraZeneca mit 14,4 Millionen (6,97 Prozent), Johnson & Johnson mit 5,4 Millionen (2,61 Prozent) und an letzter Stelle Novavax mit 1,7 Millionen Impfdosen (0,82 Prozent). Eine ähnliche Verteilung der Impfstoffe nach Herstellern zeigt sich in der gesamten Europäischen Union, wie Daten von "Our World in Data" belegen. In den USA haben "Statista" zufolge BioNTech/Pfizer und Moderna dagegen quasi ein Duopol: 59,1 Prozent der 601 Millionen in die USA gelieferten Impfstoffe stammen aus der Produktion von BioNTech/Pfizer und 37,7 Prozent wurden von Moderna hergestellt. Diese Zahlen stellen indes nur ein Zwischenfazit dar: Angesichts der weiterhin angespannten Corona-Lage dürfte die globale Impfkampagne im Herbst wieder an Fahrt aufnehmen, zumal Gesundheitsbehörden in aller Welt inzwischen eine zweite oder gar dritte Corona-Auffrischungsimpfung empfehlen. Somit könnten die Impfstoffhersteller auch in den kommenden Monaten weiterhin hohe Gewinne einfahren.

Novavax, Moderna und BioNTech-Aktien: Weit vom Rekordhoch entfernt

Alle sechs genannten Unternehmen sind börsennotiert, und haben mit Ausnahme von AstraZeneca, das in London gelistet ist, ihren Börsengang in den USA gewagt. Die Impfstoffhersteller, die neben Digitalunternehmen als die Hauptprofiteure der Corona-Pandemie galten, durften sich zeitweise über üppige Kurszuwächse freuen. Die Kursverläufe weisen dabei jedoch ganz unterschiedliche Charakteristika auf.

Der womöglich spekulativste dieser sechs Titel ist Novavax. Der Novavax-Proteinimpfstoff, der im Gegensatz zu den mRNA-Impfstoffen nicht genbasiert ist, wurde erst am 20. Dezember 2021 von der EU-Kommission zugelassen. Die Novavax-Aktie entwickelte sich in den vergangenen Monaten der unübersichtlichen Unternehmenslage entsprechend volatil. Notierte das Novavax-Papier im Februar 2020 noch bei unter 7 US-Dollar, konnte es 2021 zwischenzeitlich auf rund 290 US-Dollar steigen. Von diesem Rekordhoch sind die Novavax-Wertpapiere inzwischen aber wieder deutlich zurückgekommen.

Ebenfalls weit unter den zwischenzeitlichen Rekordniveaus notieren die Aktien von Moderna und BioNTech. Die beiden Unternehmen sind die bekanntesten und mit Abstand wichtigsten Hersteller der neuartigen mRNA-Impfstoffe, entsprechend groß war auch die Berichterstattung über diese beiden Titel. Nach der Meldung von BioNTech und Pfizer vom 18. November 2020, einen effektiven Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden zu haben, stieg die BioNTech-Akie enorm an. Die Verimpfung des Wirkstoffes spülte 2021 einen Gewinn von mehr als zehn Milliarden Euro in die Kassen des zuvor relativ kleinen Mainzer Unternehmens, dessen Aktie zum Höhepunkt der Impfkampagne im Sommer 2021 ein Rekordhoch von 464 US-Dollar erreichte - bevor sie bis Juni 2022 auf ein Niveau von unter 125 US-Dollar zurückfiel. Die Anteilsscheine von Moderna erreichten im August 2021 ebenfalls zuvor ungeahnte Höhen von mehr als 400 US-Dollar, im Juni kosteten die Aktien allerdings zwischenzeitlich weniger als 120 US-Dollar. Immerhin: Beide Unternehmen sind um ein Vielfaches höher bewertet als noch vor der Corona-Pandemie. Zudem arbeitet insbesondere BioNTech mit Hochdruck an weiteren vielversprechenden Biotech-Innovationen, die über den Impfstoff hinausgehen und dem Unternehmen um CEO Ugur Sahin auch weiterhin hohe Gewinne bringen könnten.

Pfizer, Johnson & Johnson und AstraZeneca: Traditionskonzerne mit breiten Produktpaletten

Die anderen drei Impfstoffhersteller Pfizer, Johnson & Johnson und AstraZeneca sind dagegen ältere und kapitalintensivere Konzerne. Diese alteingesessenen Pharmakonzerne haben eine deutlich größere Produktion anderer Medikamente, weshalb die Aktien als weniger spekulativ gelten. Umso stabiler und konstanter ist der positive Kursverlauf, der die Papiere von AstraZeneca, Pfizer und Johnson & Johnson auszeichnet. Die Aktie des schwedisch-britischen Pharmaunternehmens AstraZeneca befindet sich im Grunde bereits seit etwa zehn Jahren in einem konstanten Aufwärtstrend, der sich durch die zusätzliche Impfstoff-Bonanza nochmals beschleunigte. Die Aktionäre von Pfizer und Johnson & Johnson, die beide zu den 30 Unternehmen im amerikanischen Traditionsindex Dow Jones Industrial Average gehören, können sich ebenfalls bereits seit Jahren über konstante Kursgewinne inklusive stabiler Dividendenzahlungen freuen. Die Bilanzen dieser drei Unternehmen dürften auch in den kommenden Jahren unabhängiger von den Impfstoffeinnahmen sein, deren Dimensionen angesichts der großen Unsicherheit bezüglich des weiteren Pandemieverlaufes äußerst ungewiss sind.

Redaktion finanzen.net

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