17.01.2022 17:06

Darum bewegt sich der Euro nur wenig

China senkt Leitzins: Darum bewegt sich der Euro nur wenig | Nachricht | finanzen.net
China senkt Leitzins
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Der Eurokurs hat sich zu Wochenbeginn in einem insgesamt ruhigen Umfeld kaum von der Stelle bewegt.
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Die Gemeinschaftswährung schwankte um ihr Niveau vom Freitagabend und notierte am späten Montagnachmittag bei 1,1404 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1403 (Freitag: 1,1447) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8770 (0,8736) Euro.
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Der chinesische Yuan zeigte sich wenig beeindruckt von neuen Wachstumsdaten aus der Volksrepublik und einer Zinssenkung der chinesischen Zentralbank. Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im Gesamtjahr 2021 zwar deutlich, verlor zum Jahresende hin aber etwas an Schwung. Die Notenbank des Landes reduzierte ihren einjährigen Leitzins kurz vor Bekanntgabe der Daten leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 2,85 Prozent. Gesenkt wurde auch der Zins für einwöchige Refinanzierungsgeschäfte mit den Geschäftsbanken.

"Offenbar macht sich die Regierung Sorgen über ein Abgleiten der Wirtschaft, gerade auch im Hinblick auf die konjunkturellen Risiken der Omikron-Variante", kommentierten Analysten der Commerzbank. China verfolgt eine besonders strikte Corona-Eindämmung, die zu Lasten des Wachstums gehen kann. Die Notenbank könnte die Geldpolitik weiter lockern, auch wenn ihr Handlungsspielraum angesichts der Schuldenproblematik begrenzt sei, erwartet die Commerzbank. In China sind viele öffentliche Unternehmen und die Provinzregierungen zum Teil hoch verschuldet.

Die Senkung des einjährigen Leitzinses stehe im kompletten Kontrast zu der Geldpolitik der US-Notenbank (Fed), ergänzte Analyst Bernd Kampen von der Landesbank NordLB. Die Fed strebe im März die erste Zinsanhebung seit Ausbruch der Corona-Pandemie an. Hintergrund ist die zuletzt gute wirtschaftliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten, die mit einer hohen Inflationeinhergeht.

Insgesamt fiel der Wochenauftakt in der Eurozone und den USA eher ruhig aus. Im Euroraum wurden nur wenige Wirtschaftsdaten veröffentlicht. So stieg in Italien die Inflation Ende vergangenen Jahres wie erwartet weiter und erreichte den höchsten Stand seit rund 13 Jahren. Aus den USA kamen wegen eines nationalen Feiertags keine bedeutenden Impulse.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83573 (0,83508) britische Pfund, 130,64 (130,17) japanische Yen und 1,0429 (1,0429) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1819 Dollar gehandelt. Das waren 0,72 Dollar mehr als am Freitag.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: isak55 / Shutterstock.com, Hadrian / Shutterstock.com

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