Chinesischer Yuan steigt

Darum tendiert der Euro etwas schwächer

14.01.20 16:55 Uhr

Darum tendiert der Euro etwas schwächer | finanzen.net

Der Kurs des Euro ist am Dienstag leicht gesunken.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1224 EUR 0,0000 EUR 0,04%

0,1066 GBP 0,0001 GBP 0,13%

0,1441 USD 0,0000 USD 0,00%

8,1731 CNY -0,0019 CNY -0,02%

0,8711 GBP 0,0008 GBP 0,09%

9,2026 HKD -0,0035 HKD -0,04%

184,6500 JPY -0,3800 JPY -0,21%

1,1779 USD -0,0004 USD -0,03%

9,3828 CNY -0,0121 CNY -0,13%

1,1482 EUR -0,0009 EUR -0,08%

0,0054 EUR 0,0000 EUR 0,21%

6,9381 CNY 0,0000 CNY 0,00%

0,8490 EUR 0,0003 EUR 0,04%

Nachdem sich die Gemeinschaftswährung Euro bis zum Mittag kaum verändert hatte, rutschte sie am Nachmittag etwas ab und wurde bei 1,1120 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Kurs noch bei 1,1140 Dollar gestanden. Die Kursbewegungen hielten sich in vergleichsweise engen Grenzen, Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1115 (Montag: 1,1126) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8997 (0,8988) Euro.

Daten zur Preisentwicklung in den USA konnten dem Handel keine neue Richtung geben. Im Dezember stieg die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Welt auf 2,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit etwa einem Jahr. Nach Einschätzung des Experten Bernd Krampen von der NordLB sei unter anderem ein deutlicher Anstieg der Energiepreise für die höhere Inflation verantwortlich. In den Wintermonaten sei mit einem weiteren Anstieg der Teuerung zu rechnen, bevor sich die Inflation im Frühjahr wieder bis an die Zielmarke der US-Notenbank Fed von zwei Prozent abschwächen dürfte.

"Diese zu erwartenden Preistendenzen sollten zunächst unproblematisch für die US-Notenbanker sein", sagte Krampen. Darüber hinaus habe die amerikanische Notenbank die Bedeutung der aktuellen Konjunkturschwäche in den USA deutlich höher gehängt. Die an diesem Mittwoch erwartete Unterzeichnung eines Teilabkommens zwischen den USA und China "könnte das Schreckgespenst Handelskrieg vertreiben". "Insofern sollte die Fed jetzt erstmal weiter abwarten und jüngste Zinssenkungen wirken lassen", sagte der NordLB-Experte.

Kursgewinne verzeichnete dagegen der Yuan. Die Währung Chinas profitierte von der Entscheidung der US-Regierung, die Volksrepublik nicht mehr als Währungsmanipulator zu brandmarken. Für Auftrieb sorgten auch solide Außenhandelsdaten aus China für den Monat Dezember. Zum US-Dollar stieg der Yuan auf den höchsten Stand seit vergangenen Sommer.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85618 (0,85760) britische Pfund, 122,32 (122,25) japanische Yen und 1,0767 (1,0811) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1543 Dollar gehandelt. Das waren etwa fünf Dollar weniger als am Vortag./jkr/jsl/jha/

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: qvist / Shutterstock.com, rayjunk / Shutterstock.com