Nach kurzfristigen Gewinnen

Deshalb geht es mit dem Euro bergab

07.11.19 16:44 Uhr

Deshalb geht es mit dem Euro bergab | finanzen.net

Der Euro hat am Donnerstag zwischenzeitliche Kursgewinne wieder abgegeben.

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Die europäische Gemeinschaftswährung Euro wurde zuletzt mit 1,1052 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1077 (Mittwoch: 1,1090) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9028 (0,9017) Euro.

Die USA und China haben sich nach Angaben der chinesischen Regierung auf eine schrittweise Reduzierung der gegenseitig erhobenen Strafzölle geeinigt. Dies werde Bestandteil eines ersten Abkommens zur Entschärfung des Handelsstreits sein, sagte ein Regierungssprecher. Das Ausmaß der Zollreduzierung hänge vom konkreten Inhalt des Abkommens ab. Der Handelsstreit hatte das Weltwirtschaftswachstum belastet und die als sicher geltenden Anleihen tendenziell gestützt. Der Euro profitierte aber nur vorübergehend von der gewachsenen Zuversicht, gab seine Gewinne am Nachmittag wieder ab und drehte in die Verlustzone. Der chinesische Yuan hielt hingegen seine Gewinne.

Das britische Pfund fiel zu allen wichtigen Währungen. Die britische Notenbank zeigt sich zunehmend verunsichert angesichts wirtschaftlicher Risiken und dem anstehenden Brexit. "Falls sich die Weltwirtschaft nicht stabilisiert oder die Brexit-Unsicherheit sich verfestigt, müsste die Geldpolitik die erwartete Erholung stützen", hieß es in dem Protokoll zur Zinssitzung. Der Leitzins bleibt zwar zunächst weiter bei 0,75 Prozent. Erstmals seit dem Jahr 2016 sprachen sich jedoch zwei Mitglieder im geldpolitischen Ausschuss für eine Zinssenkung aus. Diese machen Währungen für Anleger weniger attraktiv und belasten tendenziell den Wechselkurs.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86442 (0,86033) britische Pfund, 120,90 (120,88) japanische Yen und 1,0998 (1,1010) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1484 Dollar gehandelt. Das waren gut sechs Dollar weniger als am Vortag.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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