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07.08.2018 17:28
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Bitcoin-Wal verliert bei Wette Millionen und andere Anleger müssen die Zeche zahlen

Riesige Long-Position: Bitcoin-Wal verliert bei Wette Millionen und andere Anleger müssen die Zeche zahlen | Nachricht | finanzen.net
Riesige Long-Position
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Kryptowährungen stehen oft in der Kritik: die Preisschwankungen seien zu hoch und unvorhersagbar, das Risiko beim Handel ebenfalls. In letzter Zeit kam es vermehrt zu Hackerangriffen auf Kryptobörsen, bei denen Nutzer ihr Geld verloren. Nun müssen wegen einer undurchdachten Wette eines Nutzers andere blechen.
Der nur über seine ID bekannte Anleger "2051247" hat an der Hongkonger Kryptobörse OKEx eine "ungewöhnlich große Long-Position" aufgebaut, wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht. 4.168.515 Terminkontrakte hat er Ende des vergangenen Monats für Bitcoin abgeschlossen, die zum derzeitigen Kurs einen Wert von 416 Millionen US-Dollar hatten.

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Clawback: Bei Verlusten haften andere Nutzer

OKEx zählt zu den größten Kryptobörsen überhaupt, Coinmarketcap listet sie auf Platz zwei nach Handelsvolumen - in den letzten 24 Stunden wurde über mehr als 900 Millionen US-Dollar gehandelt. Nachdem die Börse die Long-Position des unidentifizierten Nutzers bemerkte, forderte sie ihn auf, diese zu schließen. Doch der Spekulant reagierte nicht, woraufhin OKEx laut Mitteilung seinen Account einfror.

Die Hongkonger Börse versuchte dann, den Betrag zu liquidieren, allerdings reichten die Ressourcen nicht aus, um den gesamten Betrag zu decken. Nun sind die anderen OKEx-Händler am Zug: Bei Anmeldung stimmen diese einer Clawback-Klausel zu. Das bedeutet, dass in einem solchen Fall Nutzer, die gegensätzliche Positionen am Laufen haben und aus diesen noch nicht-realisierte Gewinne besitzen, die Verluste bezahlen. Voraussichtlich müssen Händler hier 18 Prozent ihrer Gewinne für den Schaden aufwenden.

Nutzer könnten sich von OKEx abwenden

OKEx erklärte in einer Mitteilung, die Marktrisiken, die durch ein solches Verhalten entstehen können, minimieren zu wollen. Hierfür will die Börse unter anderem 2.500 Bitcoin für solche Schadensfälle hinterlegen, die sie dann liquidieren kann.

Der Fall erregte in der Öffentlichkeit wieder einige Anti-Krypto-Sentiments. Auch ist die Gefahr für OKEx groß, dass sich einige unzufriedene Nutzer anderen Handelsplätzen zuwenden könnten. Der Bitcoin-Kurs ist indes weit entfernt von seinem Allzeithoch von beinahe 20.000 US-Dollar, das er Ende letzten Jahres erreichte. Momentan wird ein Bitcoin für rund 7.000 US-Dollar gehandelt.

Redaktion finanzen.net

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