Wenige Impulse

Deshalb gibt der Euro leicht nach - Pfund weiter auf Talfahrt

29.07.19 13:28 Uhr

Deshalb gibt der Euro leicht nach - Pfund weiter auf Talfahrt | finanzen.net

Der Euro ist am Montag mit leichten Verlusten in die Handelswoche gestartet.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1220 EUR -0,0009 EUR -0,72%

8,1975 CNY 0,0592 CNY 0,73%

0,8706 GBP 0,0004 GBP 0,05%

9,1643 HKD 0,0526 HKD 0,58%

186,2000 JPY 1,1700 JPY 0,63%

1,1755 USD 0,0068 USD 0,58%

1,1489 EUR -0,0005 EUR -0,04%

1,3505 USD 0,0074 USD 0,55%

0,0054 EUR 0,0000 EUR -0,65%

0,8507 EUR -0,0050 EUR -0,58%

0,7406 GBP -0,0040 GBP -0,54%

Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung Euro 1,1120 US-Dollar und damit etwas weniger als im asiatischen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1138 Dollar festgesetzt.

In der vergangenen Woche hatten Signale der EZB für eine baldige Zinssenkung den Euro belastet. Zum Wochenstart fiel der Handel dagegen impulsarm aus. Es stehen kaum wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Eine etwas stärker als erwartet ausgefallene Inflation in Spanien konnte dem Euro am Morgen keinen nennenswerten Impuls verleihen.

Weiter unter Druck stand das britische Pfund, das an die Kursverluste der Vorwoche anknüpfte. Im Tief fiel der Kurs auf 1,2303 Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Frühjahr 2017. Belastet wird das Pfund vor allem durch die Erwartung, mit der neuen politischen Führung um Premierminister Boris Johnson werde ein Brexit ohne Austrittsabkommen mit der EU wahrscheinlicher.

Staatsminister Michael Gove sagte am Wochenende der "Sunday Times", ein "No Deal" sei jetzt eine realistische Annahme, und darauf müsse das Land vorbereitet sein. "Die gesamte Maschinerie der Regierung wird auf Hochtouren arbeiten", versicherte Gove.

Darüber hinaus richtet sich das Interesse der Anleger am Devisenmarkt zunehmend auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, die an diesem Mittwoch erwartet wird. Der Markt rechnet fest mit der ersten Zinssenkung in den USA seit über zehn Jahren. Nach Einschätzung des Experten Christoph Balz von der Commerzbank deuten jüngste Äußerungen aus den Reihen der Fed auf eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte hin.

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FRANKFURT (dpa-AFX)

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