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06.12.2013 15:00
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Bunter Mix für hohe Rendite: Die besten Indexfonds

ETF: Bunter Mix für hohe Rendite: Die besten Indexfonds | Nachricht | finanzen.net
ETF
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ETFs decken heute so gut wie jede Anlageklasse ab. €uro am Sonntag stellt die erfolgreichsten Produkte der vergangenen fünf Jahre vor - Exoten inklusive.
€uro am Sonntag
von Christoph Platt, Euro am Sonntag

Auf den ersten Blick haben der Chemieriese BASF, der Casinobetreiber Wynn und der Elektronikkonzern Samsung nichts miteinander zu tun. Doch sie haben eine aus An­legersicht äußerst attraktive Gemeinsamkeit: Sie stammen aus Branchen oder Regionen, die in den vergangenen Jahren besonders hohe Renditen erzielten und zugleich kostengünstig über ETFs zugänglich waren. Mehr als 200 Prozent waren mit den erfolgreichsten börsengehandelten Indexfonds in den vergangenen fünf Jahren möglich.

In der Fondsdatenbank des IT-Dienst­leisters Edisoft, die €uro am Sonntag exklusiv nutzt, finden sich 828 ETFs. Fast genau die Hälfte davon weist eine Historie von mindestens fünf Jahren auf. Diese 412 Indexfonds haben wir nach ihrer Wert­entwicklung seit November 2008 sortiert und stellen nun die Top-­Produkte und ihre Anlagesegmente vor (siehe Investor-Info).

Bemerkenswert: Die zehn rendite­stärksten ETFs decken nicht etwa nur zwei oder drei Anlagesegmente ab, wie man dies bei der Vielzahl identischer Produkte erwarten könnte. Vielmehr sind gleich acht verschiedene Branchen oder Regionen in den Top Ten der besten ETFs vertreten - ein erstaunlich bunter Mix.

Doping für mehr Rendite
Bester ETF auf Fünfjahressicht ist der Lyxor ETF LevDax. Er bildet die Entwicklung des DAX multipliziert mit zwei ab. Damit spielt er beim Vergleich mit anderen Branchen oder Regionen gewissermaßen mit un­fairen Mitteln: Deutsche Standardwerte gehörten auf Sicht der vergangenen fünf Jahre zwar zu den guten, nicht aber zu den Topaktienmärkten. Doch mit einem zweifachen ­Hebel auf den DAX konnte sich der Lyxor-ETF Platz 1 sichern.

Die anziehende Weltkonjunktur und die starken Zuflüsse ausländischer Investoren dürften dem Leitindex weiterhin Auftrieb verleihen. Ein Langfristinvestment ist der ETF aber nicht (siehe Investor-Info).

Von der Renaissance der Techwerte zeugt der ETF auf Rang 2: der Lyxor ETF Nasdaq-100. Er folgt dem gleichnamigen US-Technologie-­Index. Nach dem Absturz während der Finanzkrise erlebte die Branche in den vergangenen Jahren einen zweiten Frühling. Innovationen, lukrative Geschäftsmodelle und teilweise hohe Cashbestände beflügelten die Kurse von Aktien wie Apple und Google. Noch hat der Sektor Luft nach oben. Das Allzeithoch von 4.700 Punkten ist weit entfernt, und dementsprechend erwartungsvoll sind die Kursfantasien der Anleger.

Auch Mid Caps aus Großbritannien - das Anlagesegment, dessen ETF auf Platz 3 der Fünfjahresrangliste steht - wurden von der Finanzkrise stark gebeutelt. "Doch im da­rauffolgenden Aufschwung kam der Nebenwertefaktor voll zur Geltung, und die kleineren Unternehmen übertrafen die Standardwerte deutlich", sagt Valerie Schüler, Portfoliomanagerin bei der Deutschen Asset & Wealth Management, die mit dem db X-trackers FTSE 250 ebenfalls einen gut platzierten ETF für britische Nebenwerte anbietet. "Britische ­Titel profitierten zudem von ihrer geringeren Abhängigkeit von südeuropäi­schen Märkten und den Schwellenländern, die zuletzt nicht ganz so gut liefen", so Schüler.

Obwohl die Managerin von einem weiteren Gewinnwachstum ausgeht, sieht sie britische Nebenwerte in Europa nicht an erster Stelle. "Die südeuropäischen Länder erholen sich, und in den Schwellenländern läuft es wieder besser. Davon werden Unternehmen profitieren, die dort besonders stark engagiert sind." Britische Mid Caps mit ihrem Fokus auf das Inland dürften anderen Märkten deshalb hinterherhinken.

Die Chemie stimmt
Auch mit europäischen Chemiewerten ließ sich seit November 2008 gutes Geld verdienen. Der Comstage ETF Stoxx Europe 600 Chemicals legte um 203 Prozent zu. "Haupttreiber für den Sektor war die Belebung der globalen Konjunktur", sagt Oliver Caspari, Anlagestratege beim Bankhaus Lampe. "Vor allem aber profitierte er von der Nachfrage der Schwellenländer nach verschiedenen chemischen Materialien, sei es aus der Agro-, der Bau- oder der Basis­chemie." Das Engagement der Konzerne in den Schwellenländern zahlte sich also aus.

Die Chancen stehen gut, dass die Rally weitergeht. "Die Branche nutzt zunehmend Synergien, die aus Fusionen in den vergangenen Jahren entstanden sind", sagt Lutz Grueten, Analyst für Chemieaktien bei der Commerzbank. Außerdem verbessere sich die Stimmung im Chemiesektor. "Sinkende Kosten, wachsende Volumina und mindestens ­stabile Preise dürften zusammen­genommen zu einem deutlichen Gewinnwachstum gegenüber 2013 führen", meint Grueten.

Um 202 Prozent ging es für den ­iShares MDAX in den vergangenen fünf Jahren nach oben. Wie in Aufwärtsphasen üblich, zog der Index für deutsche Nebenwerte am DAX locker vorbei. Der im Vergleich zum Leitindex höhere Anteil von Indus­triewerten und die noch stärkere Exportlastigkeit verliehen dem MDAX besonderen Schwung, weil er von der auflebenden Konjunktur überproportional profitierte.

Koreanische Aktien, Platz 6 unter den über ETFs zugänglichen Anlage­segmenten, wurden ebenfalls von der Erholung der globalen Konjunktur angetrieben. Auch Koreas Wirtschaft ist stark exportorientiert. Geht es mit der Weltkonjunktur weiter bergauf, dürfte das Land überdurchschnittlich daran teilhaben. Wer in den MSCI Korea investiert, sollte aber wissen, dass er damit vor allem auf Samsung setzt: Die Aktie macht rund ein Viertel des Index aus.

Zocker aus China
Auf Platz 9 der erfolgreichsten ETFs steht ein echter Exot. Der Market Vectors Gaming ETF investiert in die globale Glücksspielbranche - in Kasinobetreiber und Automatenhersteller. Die US-Glücksspielbranche, während der Immobilienkrise schwer unter Druck, erholte sich in den vergangenen Jahren. Doch das wahre Wachstum fand im chine­sischen Glücksspielmekka Macao statt. Im vergangenen Jahr wurde dort mit 38 Milliarden Dollar mehr als sechsmal so viel Geld umgesetzt wie in Las Vegas.

Die Entwicklung der Branche hängt stark von den USA und China ab. Ein rückläufiger Konsum würde den Glücksspielsektor hart treffen. Die jüngste Schwäche chinesischer Verbraucher scheint der Erfolgsgeschichte Macaos allerdings nichts anhaben zu können. Zudem gewinnt die US-Konjunktur an Fahrt. Verhaltener Optimismus ist für die Glücksspielbranche deshalb angebracht.

Letzter Sektor, der sich in den Top Ten der renditestärksten ETFs findet, ist der europäische Industriesektor. "Zwei Megatrends haben ihn in den vergangenen Jahren angetrieben: der Ausbau der Infrastruktur und die zunehmende Automatisierung in Asien sowie die steigende Nachfrage nach Flugzeugen", erklärt Anlagestratege Caspari.

"Das Potenzial für eine künftig überdurchschnittlich gute Kursentwicklung ist da", meint Ingo-Martin Schachel vorausschauend. Der Analyst für Industrieaktien bei der Commerzbank erwartet eine anhaltend hohe Nachfrage aus den Schwellenländern. "Die dort tätigen Unternehmen bestellen weiterhin Produkte aus Europa", sagt er.

Er rechnet damit, dass die Präferenz für europäische Industriegüter einige Jahre anhalten wird. Gute Voraussetzungen dafür also, dass das Anlagesegment auch bei künftigen Renditechecks in der Rangliste weit oben steht.

Investor-Info

Die besten ETFs
Wert verdreifacht

Die Tabelle enthält die 20 renditestärksten ETFs der vergangenen fünf Jahre. Unter den zehn besten Produkten finden sich acht verschiedene Branchen oder Regionen. Sie reichen von US-Technologieaktien über Nebenwerte aus Deutschland und Großbritannien bis hin zu speziellen Sektoren wie Chemie oder Industrie. Auf den Plätzen elf bis 20 kommen noch drei neue Anlagesegmente hinzu. Der iShares Asia Pacific Dividend investiert in Unternehmen aus dem asiatisch-pazifischen Raum, die hohe Ausschüttungen leisten. Australische Titel dominieren diesen Index. Der ComStage Stoxx Europe 600 Personal & Household Goods spiegelt die Wertentwicklung eines weiteren europäischen Sektors wider, der in den vergangenen Jahren gut lief: der Konsumgüterbranche. Luxusartikelanbieter wie LVMH sind darin ebenso vertreten wie Tabakunternehmen oder Konsumgüterhersteller wie Henkel. Eine interessante Branche deckt der db X-trackers LPX MM Private Equity ab. Er verfolgt die Wertentwicklung des LPX-Major-Market-Index, in dem sich die 25 größten börsennotierten Beteiligungsgesellschaften der Welt wiederfinden. Der Private-Equity-ETF zählt im laufenden Jahr zu den rendite­stärksten global anlegenden ETFs.
























Lyxor ETF LevDax
Deutsche Aktien mit Hebel

Der Lyxor ETF LevDAX entwickelt sich täglich doppelt so stark wie der DAX. In wenig volatilen Aufwärtsphasen kann das zu einer attraktiven Rendite führen. Der ETF ist aber kein Langfristinvestment. Aufgrund der Konstruktion des Index ist es bei einer längeren Haltedauer möglich, dass Anleger Verluste machen, selbst wenn der DAX beim Verkauf des ETFs genauso hoch steht wie beim Kauf. Mutige ­Anleger mit festem Blick auf die 10.000-Punkte-Marke steigen jetzt ein, weniger Mutige warten eine Konsolidierung ab. Langfristig Orientierte lassen die Finger von dem Produkt.

Zum Weiterlesen:
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Bildquellen: AshDesign / Shutterstock.com

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