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26.06.2017 09:00

Öl: Zurück im Krisenmodus?

Anlegerbrief-Kolumne: Öl: Zurück im Krisenmodus? | Nachricht | finanzen.net
Der Anlegerbrief
Holger Steffen
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Die Stabilisierungsbemühungen der OPEC sind vorerst gescheitert, Öl befindet sich wieder auf Talfahrt. Ist das der Beginn einer neuen Krise im Sektor?
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Eine Kolumne von Holger Steffen. Der Nebenwerte-Spezialist und Chefredakteur vom Anlegerbrief erwirtschaftet mit seinem Muster­depot seit 1999 eine Rendite von im Schnitt 16,8% pro Jahr.
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Es gab Zeiten, da wäre eine diplomatische Krise im Nahen Osten, wie sie sich aktuell zwischen Katar auf der einen Seite sowie Saudi-Arabien und seinen Partnerländern auf der anderen Seite abspielt, für einen Kursaufschlag von 5 bis 10 % bei Rohöl gut gewesen. Stattdessen ist der Ölpreis in dieser Woche mit viel Schwung auf den niedrigsten Stand in diesem Jahr gefallen und hat damit erstmals wieder Ängste vor einer neuen Krise im Sektor geweckt. Das hat auch Implikationen für den Aktienmarkt.

OPEC-Marktmacht ist begrenzt

In Zusammenarbeit mit Russland und weiteren Partnern tut die OPEC, was sie kann, um den Ölpreis zu stützen. Erst im Mai wurde die vereinbarte Förderkürzung bis März 2018 verlängert, und anders als in früheren Zeiten produzieren die Mitglieder des Abkommens aktuell sogar noch weniger, als erlaubt. Das reicht aber kaum, um die gewünschten Effekte zu erzielen. In einem aktuellen Statement der Internationalen Energie-Agentur, das den jüngsten Kursrutsch von Öl angefacht hat, konstatieren die Experten, dass die Lagerbestände immer noch sehr hoch sind. Die anvisierte Reduktion auf den Fünf-Jahres-Durch¬schnitts¬wert könne, wenn überhaupt, erst im ersten Quartal 2018 gelingen.

Mehrere Länder steigern Produktion

Das ist darauf zurückzuführen, dass die Produktionskürzungen von OPEC & Co. durch andere Länder konterkariert werden. Zuletzt konnten beispielsweise Libyen und Nigeria ihre Exporte deutlich ausweiten. Und nach wie vor im Wachstumsmodus sind die USA. Beflügelt von einem stetigen Wachstum der Zahl der Ölbohrlöcher seit dem Mai letzten Jahres legt der Output nun wieder signifikant zu, das Plus seit Januar beträgt fast 6 %.

Fazit zu Öl

Das Wiederaufflammen der Sorgen um einen deutlich fallenden Ölpreis hat in der letzten Woche erstmals seit längerer Zeit wieder die Kurse am Aktienmarkt belastet. Ein Szenario wie zum Jahreswechsel 2015/16, als der Absturz der Notierung die Anleger schockte, erwarten wir aber eher nicht. Denn die Entwicklung damals hat auch gezeigt, dass bei niedrigen Preisen die Anpassung der US-Produktion recht zügig erfolgt. Nach wie vor sehen wir daher gute Chancen für ein längeres Marktgleichgewicht zwischen 40 und 60 US-Dollar.

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Hinweis zu möglichen Interessenkonflikten bei der obigen Finanzanalyse (§34b WpHG): - Der Autor oder ein Mitautor hält direkt oder indirekt folgende in diesem Artikel analysierte Aktien: - (keine). - Der "Anlegerbrief" hält folgende in diesem Artikel analysierte Aktien in seinen Modellportfolios: - (keine) - In einem Zertifikat auf den Value-Stars-Deutschland-Index (ISIN DE000LS8VSD9), für den die Anlegerbrief Research GmbH ein entgeltliches Beratungsmandat hat, sind der folgende in diesem Artikel analysierte Aktien enthalten: - (keine).

"Der Anlegerbrief" ist der Börsenbrief für chancen-orientierte Anleger. Seit dem Jahr 1999 erzielen die Analysten des Anlegerbriefs für ihre Leser eine außergewöhnliche Performance. Weitere Infos zum Anlegerbrief ...

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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