13.05.2022 07:40

Goldpreis: Vierter Wochenverlust in Folge droht

Goldpreis und Ölpreis: Goldpreis: Vierter Wochenverlust in Folge droht | Nachricht | finanzen.net
Goldpreis und Ölpreis
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Der starke Dollar bereitet dem Goldpreis weiterhin Probleme und hat ihn auf den tiefsten Stand seit über drei Monaten zurückfallen lassen.
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von Jörg Bernhard

Aus charttechnischer Sicht generierte das gelbe Edelmetall mit Rutsch unter die langfristige 200-Tage-Linie sogar ein starkes Verkaufssignal. Der Dollar genießt derzeit - insbesondere wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine und deutlich gestiegener Zinsen - einen besseren Ruf als "sicherer Hafen". Nachdem in den USA am gestrigen Donnerstag mit 11,0 Prozent p.a. stärker als erwartet gestiegene Produzentenpreise veröffentlicht wurden, erfahren die Investoren am Nachmittag, wie sich jenseits des Atlantiks die Im- und Exportpreise im April entwickelt haben. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten droht hier bei den Importen ein Anstieg um 14,0 Prozent p.a. und bei den Exporten sogar ein Plus von 20 Prozent p.a. Deshalb dürfte die Fed zur Eindämmung der Inflation an ihrem restriktiven Kurs weiterhin festhalten. So zeigt das FedWatch-Tool des Terminbörsenbetreibers CME Group derzeit eine Wahrscheinlichkeit von über 87 Prozent an, dass wir Mitte Juni eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte sehen werden, die verbleibenden 13 Prozent deuten sogar auf einen XXL-Zinsschritt von 75 Basispunkte hin.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Juni) um 1,70 auf 1.826,30 Dollar pro Feinunze.
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Rohöl: Anhaltendes Wechselbad der Gefühle

Vor dem Wochenende bewegt sich der Ölpreis zwar bergauf, auf Wochensicht droht ihm allerdings ein markantes Minus. Die Internationale Energieagentur wies darauf hin, dass sich die tägliche Ölproduktion in Russland seit Juli um drei Millionen Barrel reduziert hat. Weil Chinas Null-Covid-Strategie die Ölnachfrage erheblich belastet hat, notiert der Ölpreis deutlich unter seinem vor zwei Monaten markierten Jahreshoch von 124 Dollar (WTI) bzw. 128 Dollar (Brent). Gegen Abend dürfte die im Ölsektor tätige US-Dienstleistungsfirma Baker Hughes mit ihrem Wochenbericht über die nordamerikanischen Bohraktivitäten (19.00 Uhr) für ein hohes Maß an Aufmerksamkeit an den Energiemärkten sorgen. In den vergangenen sieben Wochen gab es stets Zuwächse zu vermelden und es stellte sich während dieses Zeitraums ein Anstieg von 524 auf 557 Bohranlagen ein.

Am Freitagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MESZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,63 auf 107,76 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,95 auf 109,40 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: FikMik / Shutterstock.com, Pics-xl / Shutterstock.com

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