Rheinmetall sowie Aktien von HENSOLDT, RENK und TKMS drehen trotz Barclays-Studie ins Minus

Auch am Freitag stehen in Deutschland notierte Rüstungsaktien wieder unter Beobachtung. Ein Analyst treibt die Branchenvertreter jedoch nur vorübergehend an.
Werte in diesem Artikel
• Barclays stuft Rheinmetall als deutlich unterbewertet gegenüber dem Gesamtsektor ein
• Steigender Bedarf an elektronischer Kampfführung und Panzern
• Das Börsendebüt von Vincorion sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit
Aktien der Rüstungsbranche nahmen am Freitag auf XETRA ab: Rheinmetall verloren 3,03 Prozent auf 1.503,00 Euro, während HENSOLDT-Titel 5,81 Prozent tiefer notierten bei 74,55 Euro und RENK 5,08 Prozent auf 51,74 Euro verloren. Auch für TKMS ging es abwärts: Um 0,59 Prozent auf 84,95 Euro.
Analystenlob für Rheinmetall treibt den Markt nicht an
In einer am Freitag veröffentlichten Analyse hat das Institut Barclays Capital seine Einstufung für Rheinmetall auf "Overweight" belassen, aber das Kursziel von 2.175 auf 2.125 Euro gesenkt. Analyst Afonso Osorio kappte in einer am Donnerstag vorliegenden Studie zwar seine Schätzungen für den operativen Gewinn im laufenden und kommenden Jahr, schrieb aber zugleich: Die Aktie des Rüstungsunternehmens werde derzeit mit einem Abschlag von mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Sektor gehandelt. Er sprach von einer "übertriebenen Korrektur angesichts des Wachstumspotenzials im Vergleich zur breiteren Branche".
Optimismus für den Sektor
Die Analyse strahlt dennoch nicht auf die gesamte deutsche Rüstungslandschaft aus. Langfristig setzen Investoren aber weiter auf die wachsende Bedeutung von elektronischer Kampfführung und modernster Radartechnologie, die in fast allen neuen Beschaffungsprojekten der Bundeswehr eine Schlüsselrolle spielen. HENSOLDT profitiert in diesem Zusammenhang von der engen Verzahnung mit europäischen Partnerprojekten.
Ähnlich positiv stellt sich die Situation für den Getriebespezialisten RENK dar. Das Unternehmen festigt seine Position als unverzichtbarer Zulieferer für schwere Kettenfahrzeuge weltweit, da Marktteilnehmer davon ausgehen, dass der Ersatzbedarf für ältere Panzerflotten in Osteuropa und die Neuproduktion des Leopard 2 das Geschäft auf Jahre hinaus absichern werden.
Ausblick auf eine dauerhafte Wachstumsphase
Die fundamentale Untermauerung durch Experten wie Barclays zeigt, dass es sich bei dem aktuellen Aufschwung nicht um eine kurzfristige Spekulation handelt, sondern um die Neubewertung einer gesamten Industrie. Rheinmetall bleibt dabei das Flaggschiff, flankiert von spezialisierten Akteuren wie HENSOLDT und RENK, die gemeinsam von einer neuen Ära der Sicherheitspolitik profitieren, in der die industrielle Basis wieder zur zentralen Säule der nationalen Verteidigung geworden ist.
Neuer Rüstungswert an der Börse
Am Freitag bekommt die Gruppe der Rüstungsaktien an der deutschen Börse zudem Zuwachs: Vincorion hat sein Börsendebüt gefeiert und Branchenvertreter damit zusätzlich in den Fokus der Anleger gerückt.
Bettina Schneider, Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
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