+++ Bester Zertifikate-Anbieter bestätigt 🏆 15. Gesamtsieg für Raiffeisen Centrobank beim Zertifikate Award Austria +++-w-
01.09.2021 17:53

VW-Aktie etwas schwächer: Volkswagen bringt weiteres 'Dieselgate'-Verfahren vor US Supreme Court

Antrag zur Überprüfung: VW-Aktie etwas schwächer: Volkswagen bringt weiteres 'Dieselgate'-Verfahren vor US Supreme Court | Nachricht | finanzen.net
Antrag zur Überprüfung
Folgen
Volkswagen zieht in einem weiteren brisanten Rechtsstreit wegen des Abgas-Skandals vor den US Supreme Court.
Werbung
Der Autokonzern reichte am Dienstag (Ortszeit) einen Antrag zur Überprüfung des Falls beim Obersten US-Gericht ein. Volkswagen (VW) hatte im Juni eine empfindliche juristische Niederlage gegen den Bundesstaat Ohio erlitten, die womöglich zu weiteren Sanktionen wegen systematischer Abgasmanipulation bei Dieselautos führen könnte. Das Unternehmen hofft, dass das Urteil vom Supreme Court gekippt wird.

VW ist der Ansicht, dass die Ansprüche einzelner Bezirke und Bundesstaaten wie Ohio bereits durch die Strafen und Entschädigungen abgegolten seien, die der Konzern wegen Verstößen gegen das landesweite US-Luftreinhaltegesetz "Clean Air Act" hatte zahlen müssen. Zu dieser Einschätzung seien auch mehrere andere US-Gerichte in ähnlichen Fällen gekommen. VW hat bereits Kosten von mehr als 30 Milliarden Euro wegen des Abgas-Skandals verbucht - den größten Teil davon für Straf- und Kompensationszahlungen in den USA.

Ob sich der US Supreme Court mit dem Fall befassen wird, ist jedoch unklar. Ohio ist zudem nur einer von mehreren rechtlichen Schauplätzen, auf denen sich VW noch mit Altlasten der Dieselaffäre herumschlägt. Im Januar hatte der Autobauer das Oberste Gericht bereits wegen ähnlicher Klagen zweier Bezirke in den Bundesstaaten Florida und Utah eingeschaltet. VW hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden hin zugegeben, mit einer speziellen Software jahrelang die Abgastechnik von Dieselautos manipuliert zu haben.

Eigentlich galt die Aufarbeitung des Skandals nach Kompromissen mit Fahrzeugbesitzern und Behörden in den USA längst als abgeschlossen. Doch durch eine Entscheidung eines Berufungsgerichts vom Juni 2020 muss sich VW weiter mit Verfahren um mögliche zusätzliche Strafen auseinandersetzen. Inwieweit dadurch erneut größere finanzielle Risiken entstehen, ist nicht ganz klar. Auf Basis regionaler Bußgeldkataloge könnten horrende Strafen drohen. In Anwaltskreisen im Umfeld des Konzerns geht man in den ausstehenden Fällen jedoch höchstens von Belastungen im zweistelligen Millionenbereich aus.

Aus Sicht von VW geht es bei den Verfahren auch um grundsätzliche rechtliche Fragen, die zu einem Regulierungschaos führen könnte, das Gefahren für die gesamte Autoindustrie birgt. Die über die bereits auf landesweiter Ebene geschlossenen Vergleiche hinausgehenden Forderungen einzelner Bundesstaaten und Bezirke würden die Fähigkeit der US-Umweltbehörde EPA "ernsthaft beeinträchtigen, Auto-Emissionen zu regulieren", teilte VW mit. Im Antrag an den US Supreme Court bezeichnen die Anwälte des Konzerns Klagen wie die Ohios als "beispiellos" und im Widerspruch zu gängiger Rechtsprechung stehend.

In dem ersten solchen Verfahren, das VW vor das Oberste US-Gericht brachte - in dem es um mögliche zusätzliche Sanktionen der Bezirke in Florida und Utah geht - erhielt der Konzern breite Rückendeckung fast der gesamten Autobranche. Durch sogenannte Amicus-Schriftsätze, mit denen Unbeteiligte in US-Verfahren Partei ergreifen können, bekam VW Unterstützung diverser Lobbygruppen - vom Weltdachverband der Autohersteller OICA über die europäischen Branchenvertretungen ACEA und CLEPA bis hin zu den großen US-Verbänden Alliance for Automotive Innovation und National Automobile Dealers Association.

Dass sich die Autowelt geschlossen hinter VW stellt, ist indes wenig überraschend, denn die Branche ist an einheitlicher Regulierung interessiert und fürchtet die hohen rechtlichen Risiken eines Präzedenzfalls. Doch auch vier frühere Beamte der US-Umweltämter EPA und Carb sowie des Justizministeriums sprangen dem Konzern bei. Ob sich die Richter des US Supreme Courts davon überzeugen lassen und den Fall annehmen, ist noch nicht klar. Doch zumindest haben sie ihn bislang noch nicht abgewiesen und durch die Anforderung weiterer Stellungnahmen zum Konflikt ein grundsätzliches Interesse gezeigt.

Volkswagen bietet in Deutschland nun Autos im Abo an

Volkswagen treibt den Aufbau neuer Geschäftsmodelle weiter voran und startet in Deutschland sein AutoAbo. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, können Kunden monatlich die vollelektrischen Fahrzeuge ID.3 und ID.4 abonnieren, den ID.3 soll es ab 499 Euro geben. Gegen Ende des Jahres will Volkswagen zudem in Deutschland sein Angebot für Online-Leasing und Online-Sales anbieten.

Klaus Zellmer, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei Volkswagen, bezeichnete das AutoAbo als Angebot zwischen Leasing und Sharing. "Wir schätzen, dass bis 2030 rund 20 Prozent unserer Umsätze aus Abos und anderen kurzzeitigen Mobilitätsangeboten stammen könnten", sagte der Manager. Das Abo sei gemeinsam mit Volkswagen Financial Services konzipiert worden.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/cbr/brb

(END) Dow Jones Newswires

September 01, 2021 05:13 ET (09:13 GMT)

Am Mittwoch ging es für die Vorzugsaktie von Volkswagen auf XETRA letztlich um 0,12 Prozent abwärts auf 201,05 Euro.

/hbr/DP/zb

WASHINGTON / FRANKFURT (dpa-AFX / Dow Jones)

Bildquellen: InnaFelker / Shutterstock.com

Nachrichten zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen (VW) AG Vz.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.10.2021Volkswagen (VW) vz OutperformRBC Capital Markets
15.10.2021Volkswagen (VW) vz KaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
15.10.2021Volkswagen (VW) vz KaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14.10.2021Volkswagen (VW) vz OutperformRBC Capital Markets
08.10.2021Volkswagen (VW) vz BuyUBS AG
15.10.2021Volkswagen (VW) vz OutperformRBC Capital Markets
15.10.2021Volkswagen (VW) vz KaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
15.10.2021Volkswagen (VW) vz KaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
14.10.2021Volkswagen (VW) vz OutperformRBC Capital Markets
08.10.2021Volkswagen (VW) vz BuyUBS AG
06.10.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
04.10.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
15.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
03.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
01.09.2021Volkswagen (VW) vz Market-PerformBernstein Research
30.11.2020Volkswagen (VW) vz UnderperformBernstein Research
20.11.2020Volkswagen (VW) vz UnderperformBernstein Research
16.11.2020Volkswagen (VW) vz UnderperformBernstein Research
11.11.2020Volkswagen (VW) vz UnderperformBernstein Research
30.10.2020Volkswagen (VW) vz VerkaufenDZ BANK

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen (VW) AG Vz. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Dow letztlich über 35.000er-Marke -- DAX beendet Woche im Plus -- VW-Absatz im September deutlich tiefer -- SEC wohl nicht gegen BTC-ETF -- Goldman Sachs, J&J, Lufthansa, Drägerwerk, Moderna im Fokus

Verwertungsgesellschaft will von Google Millionenbetrag für 2022. AstraZeneca: Kombination aus Tremelimumab und Imfinzi erreicht Ziele in Leberkrebs-Studie. IG Metall droht Opel-Mutter Stellantis mit massivem Konflikt. BioNTech und Pfizer beantragen in Europa Impfstoff-Zulassung für Kinder. Porsche setzt im dritten Quartal weniger Pkw ab. Rio Tinto erwartet bei mehreren Rohstoffen geringere Fördermengen.

Umfrage

Welches Regierungsbündnis ziehen Sie vor?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln