VW-Aktie im Minus: Offenbar werden in Osnabrück Militärfahrzeuge geprüft - 4 Millionen E-Autos ausgeliefert

Volkswagen prüft Berichten zufolge in seinem Werk in Osnabrück den Bau von Militärfahrzeugen.
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Unter strenger Geheimhaltung seien dort zwei Armeefahrzeuge auf Basis der VW-Modelle Amarok und Crafter entwickelt worden, berichten die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) und der NDR. Beide Fahrzeuge seien kürzlich auf der Militärmesse Enforce Tac in Nürnberg gezeigt worden - ohne VW-Logo auf dem Stand eines Spezialisten für Fahrzeugumrüstung.
VW bestätigte die Entwicklung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, hielt sich zur weiteren Planung aber bedeckt. "Das Volkswagen Werk Osnabrück hat in den vergangenen Monaten verschiedene Fahrzeugkonzepte entwickelt und diese auf der Enforce Tac präsentiert, um mögliche Marktchancen und Perspektiven auszuloten", teilte eine Sprecherin des Standorts mit. "Ob und in welchem Umfang sich daraus konkrete Projekte ergeben, ist derzeit offen."
Etwa 2.300 Menschen arbeiten im Werk in Osnabrück
VW prüfe weiterhin verschiedene Zukunftsoptionen für den Standort, so die Sprecherin. Sie verwies darauf, dass das Werk Osnabrück innerhalb des VW-Produktionsnetzwerks als projekt- und auftragsorientierter Standort für Kleinserien- und Spezialprojekte etabliert sei. Laut "NOZ" handelt es sich bei den beiden Militärautos, die MV.1 und MV.2 genannt werden, aber lediglich um Versuchsobjekte, die am Standort in Eigenregie entstanden seien. Beschlüsse der Konzernspitze gebe es dazu nicht.
In dem einstigen Karmann-Werk arbeiten rund 2.300 Menschen. Die Produktion der dort gebauten Porsche-Modelle läuft in diesem Jahr aus, Mitte 2027 dann auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrios. Einen Folgeauftrag gibt es bislang nicht. Als möglicher Interessent gilt seit langem der Rüstungskonzern Rheinmetall.
VW-Konzern erreicht Marke von vier Millionen E-Autos
p> Der VW-Konzern hat bei der Auslieferung von E-Autos die Marke von vier Millionen Fahrzeugen aller Konzernmarken erreicht. Konzernchef Oliver Blume sprach von einem Meilenstein beim Hochlauf der E-Mobilität. "Für die erste Million reine E-Fahrzeuge haben wir noch rund zehn Jahre gebraucht", sagte Blume laut Mitteilung. "Für die vierte war es nur noch ein Jahr." Diesen Schwung wolle der Konzern weiter beschleunigen.Details zum viermillionsten E-Auto nannte VW auf Nachfrage nicht. Es sei Mitte Februar an eine Kundin ausgeliefert worden, sagte ein Sprecher. Vor wenigen Tagen hatte die Kernmarke Volkswagen die Auslieferung ihres zweimillionsten E-Autos gemeldet. Es handelte sich um einen ID.3 aus dem Zwickauer Werk, der in Dresden an eine Kundin übergeben wurde.
VW hatte 2013 mit der Serienproduktion von E-Autos begonnen. Erstes Modell war damals der inzwischen eingestellte Kleinwagen E-Up. Meistverkauftes E-Modell des Konzerns ist inzwischen der VW ID.4, von dem zusammen mit der Coupé-Version ID.5 bisher gut 900.000 Stück abgesetzt wurden. Der kleinere ID.3 kommt auf gut 600.000 Stück.
Meistverkaufter Elektro-Audi ist bisher der Q4 e-tron mit knapp 390.000 Auslieferungen. Insgesamt entfielen auf Audi rund 870.000 E-Autos. Porsche kommt auf 250.000, darunter 177.000 Taycan. Gut zwei Drittel aller E-Autos lieferte der Konzern bisher in Europa aus, jedes fünfte in China.
Die VW-Aktie notiert via XETRA am Donnerstag zeitweise 0,57 Prozent tiefer bei 93,90 Euro.
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