Ausbaupläne

Lufthansa-Aktie legt zu: Flugkonzern möchte offenbar am Münchner Flughafen ausbauen

23.03.26 16:14 Uhr

Offenbar Terminal-Expansion in München: Lufthansa setzt auf Wachstum - Aktie kann Gewinne einfahren | finanzen.net

Die Lufthansa möchte mit einer Investition am Münchner Flughafen ihre Kapazitäten im internationalen Flugverkehr ausbauen.

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Die Lufthansa will mit einer Vergrößerung des Münchner Flughafens ihre Kapazität im internationalen Flugverkehr um bis zu zehn Millionen Passagiere pro Jahr erhöhen. Der Erweiterungsbau des von der Lufthansa mitbetriebenen Terminals 2 soll im Jahr 2035 in Betrieb gehen. Das sagte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr bei einem Festakt zum hundertjährigen Bestehen der größten deutschen Fluggesellschaft. Das Gemeinschaftsunternehmen der Lufthansa mit dem Münchner Flughafen wird nach Worten des Lufthansa-Chefs bis zum Jahr 2056 verlängert. Zur Höhe der notwendigen Investitionen sagte Spohr vor den knapp 450 Gästen bei dem Festakt nichts.

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München ist nach Frankfurt die zweite Drehscheibe der Lufthansa für den internationalen Flugverkehr, zwei Drittel der Passagiere sind Umsteiger, die von anderen Flughäfen kommen. Anders als in Frankfurt ist die Lufthansa jedoch Mitbetreiberin des zweiten Münchner Terminals. Damit hat das Unternehmen größere Möglichkeiten, Planung und Betrieb nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Am zweiten Terminal landen und starten auch die Tochter- und Partner-Fluggesellschaften der Lufthansa.

Lufthansa erwartet trotz weltweiter Krisen weiteres Wachstum des Flugverkehrs

"Luftfahrt ist und bleibt eine Wachstumsbranche", begründete Spohr die Ausbaupläne. Bei der Eröffnung des Münchner Flughafens 1992 seien 14 Millionen Passagiere pro Jahr erwartet worden, sagte der Lufthansa-Chef - im vergangenen Jahr waren es dann über 43 Millionen. Die Lufthansa hatte auch Gespräche mit dem Frankfurter Flughafen geführt, der größte deutsche Airport Flughafen will seine Terminals jedoch weiterhin in Alleinregie betreiben.

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Spohr: Dritte Startbahn wird nicht jetzt gebraucht - aber in Zukunft

Der Bau einer von Umweltschützern und Grünen befehdeten dritten Startbahn in München ist nach Spohrs Worten vorerst nicht notwendig, jedoch in Zukunft. Der Manager appellierte daher an die anwesenden Politiker, die Option zum Bau offenzuhalten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wollte das Streitthema nicht auf die Tagesordnung setzen: "Über Startbahnen reden wir heute nicht, wir haben noch genügend." Ansonsten sprach der CSU-Chef von einem "Mega-Deal" und einem "echt guten Signal".

Planungen sollen schnell beginnen

Erste Pläne für einen solchen Anbau hatte es bereits im vergangenen Jahrzehnt gegeben, doch war das Projekt während der Corona-Pandemie auf Eis gelegt worden. "Die Planungen gehen jetzt los", sagte Heiko Reitz, der Standortleiter der Lufthansa am Münchner Flughafen.

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"Mit der neuen Erweiterung wird Bayerns Anbindung an die Welt weiter deutlich verbessert", sagte Finanzminister Albert Füracker (CSU), der Aufsichtsratschef des Flughafens. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Staatsregierung Geld geben wollte: "Das muss die Gesellschaft selbst finanzieren."

Sowohl Frankfurt als auch München erweitern ihre Kapazitäten

Beide großen Flughäfen bauen ohnehin aus: In Frankfurt soll im April das dritte Terminal für bis zu 19 Millionen Passagiere im Jahr eröffnet werden. Noch zuvor soll in München ein Erweiterungsbau des ersten Terminals für bis zu sechs Millionen Passagiere jährlich eröffnet werden. Das erste Münchner Terminal wird jedoch nicht von der Lufthansa genutzt.

Die Lufthansa-Aktie steigt auf XETRA zeitweise 4,98 Prozent auf 7,71 Euro.

MÜNCHEN (dpa-AFX)

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