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31.12.2020 22:33

Jeremy Siegel: Erholung des Aktienmarktes dürfte noch bis ins kommende Jahr andauern

Ausblick auf 2021: Jeremy Siegel: Erholung des Aktienmarktes dürfte noch bis ins kommende Jahr andauern | Nachricht | finanzen.net
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Die Aktienmärkte konnten sich bereits deutlich von ihren Tiefstständen im Frühjahr erholen. Finanzprofessor Jeremy Siegel geht davon aus, dass diese Erholung weiter anhalten wird und die US-Wirtschaft und der Aktienmarkt in 2021 besser abschneiden werden als erwartet.
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• Aktienmärkte erholen sich von Corona-Crash
• Impfstoffentwickler vermelden positive Daten
• Siegel: Bullishe Faktoren für den Markt in 2021


Das Jahr 2020 wird wohl als ein sehr spezielles in die Geschichtsbücher eingehen. Noch zum Jahresstart war kaum zu erahnen, was die Welt bereits im Frühjahr erwartete. Das Coronavirus, gegen dessen Ausbreitung man in Asien bereits mit harten Restriktionen ankämpfte, hatte bereits seinen Weg nach Europa, in die USA und in weitere Teile der Welt gefunden und begann sich weiter auszubreiten. Mit Reisebeschränkungen, Einschnitten in das öffentliche Leben und dem Herunterfahren der Wirtschaft versuchten viele Länder wieder Herr der Lage zu werden. Das sorgte auch an den Börsen für turbulente Zeiten.

Auf den Corona-Crash folgt eine Erholung

Der längste Bullenmarkt in der Geschichte wurde von einem herben Einbruch gestoppt, Anleger flüchteten in Scharen aus Aktien und die Unsicherheit blieb zunächst hoch. Doch auf den Corona-Crash folgte im Laufe des Jahres eine kräftige Erholung, bei der vor allem einige Tech-Aktien besonders profitieren konnten. Inzwischen hat sich das Blatt sogar gewendet und einige der Krisengewinner mussten im Herbst Verluste einstecken, während es für die ursprünglichen Krisenverlierer wieder aufwärts geht. Zu verdanken haben sie das vor allem den positiven Nachrichten einiger Pharmaunternehmen zu möglichen Corona-Impfstoffen.

BioNTech und Pfizer, Moderna & Co. im Rennen um Corona-Impfstoff

Anfang November veröffentlichten das Mainzer Unternehmen BioNTech und der US-Pharmakonzern Pfizer vielversprechende Ergebnisse aus einer für die Zulassung entscheidenden Studie zu ihrem Corona-Impfstoff. Der Impfstoff biete einen mehr als 90-prozentigen Schutz, während bis dato keine schweren Nebenwirkungen registriert worden seien. Die Kennzahl für den Schutz wurde im Nachgang sogar noch auf 95 Prozent erhöht. BioNTech und Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA bereits eine Notfallzulassung für ihren Impfstoff beantragt. Auch in Europa erfolgte die Zulassung noch im Dezember.

Auch Moderna konnte Mitte November mit positiven Nachrichten aufwarten: Der Impfstoff des US-Pharmakonzerns habe eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Eine Moderna-Sprecherin erklärte gegenüber dpa, dass Moderna am Montag einen Antrag auf eine bedingte Zulassung bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA eingereicht habe. Auch bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA wurde eine Notfall-Zulassung beantragt.

Einen weiteren Impfstoffkandidaten stellt das britische-schwedische Unternehmen AstraZeneca. Der mit der Universität Oxford entwickelte COVID-Impfstoff biete nach vorläufigen Studiendaten im Mittel einen 70-prozentigen Schutz, teilte das Unternehmen mit. Bei spezieller Dosierung könnte die Wirksamkeit womöglich noch deutlich höher liegen. Vorteil gegenüber z.B. dem Kandidaten von BioNTech/Pfizer: Der Impfstoff von AstraZeneca kann bei Kühlschranktemperaturen transportiert und aufbewahrt werden.

Und daneben arbeiten noch weitere Unternehmen an einem Corona-Impfstoff.

Setzt sich die Erholung fort?

Trotz steigender Infektionszahlen vielerorts in den kälteren Herbst- und Wintermonaten und der US-Präsidentschaftswahl Anfang November, welche mit Unsicherheit verbunden war, hielt die Erholung an den Aktienmärkten bisher an.

Der renommierte Finanzprofessor Jeremy Siegel erklärte gegenüber CNBC, er glaube, dass die langfristigen Renditen unter dem historischen Durchschnitt liegen könnten, dennoch gehe er aber davon aus, dass die Erholung des Aktienmarktes auch noch bis ins kommende Jahr andauern dürfte.

Diese Faktoren dürften 2021 stützen

Als bullishe Faktoren für den Markt in 2021 nannte Siegel in CNBCs "Squawk Box" die seit März deutlich gestiegene Geldmenge, die besser als erwarteten Entwicklungen für einen COVID-19-Impfstoff und das Ergebnis der Wahlen im November. "An all diesen drei Fronten haben wir positive Kräfte für den Markt, von denen ich denke, dass sie 2021 zu einem sehr guten Jahr machen werden", gibt CNBC den Wharton-Professor wieder.

Im Interview mit Bloomberg erklärte Siegel Mitte November: "Alles zeigt nach oben". "Das Licht am Ende des Tunnels" sei erneut ein wenig heller geworden, nach Modernas Impfstoff-Ankündigung. Der Wharton-Professor rechnet damit, dass Aktien in den nächsten zwei bis drei Monaten noch eine "wirklich harte Phase" haben, sich dann 2021 jedoch stärker als erwartet entwickeln werden, weil es seiner Meinung nach dann für das Virus schlechter aussehe, während es für die Wirtschaft wieder aufwärts gehen dürfte.

Siegel verlautet gegenüber Bloomberg, dass der sogenannte Wiedereröffnungshandel im nächsten Jahr die Märkte dominieren werde. Die aufgestaute Nachfrage werde 2021 zur Ankurbelung der Wirtschaft beitragen.

Der Professor erklärte zudem, dass es eine moderate Inflation von bis zu vier Prozent geben könnte, was gut für Aktien sein dürfte. Aufgrund der Liquiditätsflut, die die US-Wirtschaft durch die Corona-Krise bringen soll, rechnet Siegel allerdings damit, dass der US-Dollar im kommenden Jahr weiterhin unter Druck bleiben wird. 2021 könnte somit insbesondere für internationale Aktien das Jahr werden, in dem sie die USA übertreffen könnten. Des Weiteren dürften Siegel zufolge im nächsten Jahr Aktien, die von der Wiedereröffnung der Wirtschaft abhängen, im Fokus stehen, während Tech-Unternehmen und "Work-from-Home"-Aktien derzeit teils sehr hohe Bewertung hätten und fraglich sei, wie viel Aufwärtspotenzial noch in ihnen stecke.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: atk work / Shutterstock.com, albund / Shutterstock.com

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