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13.02.2015 08:50
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Für ThyssenKrupp zahlt sich Sparprogramm weiter aus

Durch Sparen aus der Krise: Für ThyssenKrupp zahlt sich Sparprogramm weiter aus | Nachricht | finanzen.net
Durch Sparen aus der Krise
ThyssenKrupp kommt auf dem Weg aus der Krise weiter voran: Der Stahl- und Technologiekonzern hat im ersten Quartal einen Nettogewinn erzielt und sein operatives Ergebnis gesteigert.
Grund dafür war vor allem ein hartes Sparprogramm. Vor diesem Hintergrund bestätigte das Unternehmen die Prognose für das laufende Geschäftsjahr.

Am Aktienmarkt fielen die Reaktionen auf die Quartalszahlen am Freitagmorgen verhalten aus. Der Kurs der ThyssenKrupp-Aktie bewegte sich vorbörslich kaum. Während das operative Ergebnis positiv sei, hätte der Umsatz höher ausfallen können, sagte ein Händler. Die Ergebnisse unterstrichen einen positiven Trend, hätten aber keine großen Überraschungen gebracht, schrieb DZ-Bank-Analyst Dirk Schlamp.

Unter dem Strich verdiente ThyssenKrupp im Zeitraum von Oktober bis Dezember 50 Millionen Euro. Im Vorjahresquartal war im Gesamtkonzern noch ein Verlust von 65 Millionen Euro angefallen. Das Nettoergebnis der fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich auf 54 Millionen Euro, nach einem Minus von 252 Millionen Euro im Vorjahr. Damit blieb der Konzern leicht hinter den Erwartungen zurück: Analysten hatten im Schnitt mit einem Nettogewinn der fortgeführten Geschäfte von 63 Millionen Euro gerechnet.

Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf rund 10 Milliarden Euro. Auch im laufenden Geschäft erzielte ThyssenKrupp in fast allen Sparten Verbesserungen. Konzernweit stieg das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) auf 317 Millionen Euro, nach 245 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die Vorjahreszahlen hat der Konzern unter anderem aufgrund von Definitionsänderungen beim EBIT rückwirkend angepasst.

"Der Kurs stimmt. Die Ergebnisentwicklung im Quartal zeigt, dass wir mit dem Konzernumbau auf dem richtigen Weg sind", zitierte ThyssenKrupp seinen Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Angesichts eines unsicheren konjunkturellen Umfelds und der hohen geopolitischen Risiken müsse sich der Konzern weiter auf "die Dinge konzentrieren, die wir selbst beeinflussen können".

Besonders große Fortschritte machte ThyssenKrupp in der europäischen Stahlsparte: Der Konzernteil steigerte sein bereinigtes EBIT von 18 Millionen auf 79 Millionen Euro. Außer einem Sparprogramm zahlten sich dort gesunkene Rohstoffkosten aus. Günstigere Rohstoffe waren auch ein Grund dafür, dass die amerikanische Stahlsparte ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschafte. Im Vorjahresquartal hatte das bereinigte EBIT des Konzernteils noch bei minus 19 Millionen Euro gelegen.

> In der Werkstoffhandelssparte verschlechterte sich hingegen das Ergebnis: Das bereinigte EBIT sank von 34 auf 2 Millionen Euro. Ein wesentlicher Grund dafür war ein Streik bei AST in Italien. Die Edelstahltöchter AST und VDM bereiten dem Konzern weiterhin Probleme. ThyssenKrupp hatte die beiden Unternehmen vom finnischen Metallkonzern Outokumpu zurückgekauft, nachdem Outokumpu in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, und will sie wieder veräußern.

Für das laufende Jahr erwartet ThyssenKrupp weitere Verbesserungen. Der Umsatz soll im einstelligen Prozentbereich wachsen. Der Konzern strebt ein bereinigtes EBIT in Höhe von mindestens 1,5 Milliarden Euro an, nach 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Bis auf die amerikanische Stahlsparte sollen dabei alle Konzernteile deutlich positive Beiträge erwirtschaften. Bei Steel Americas erwartet ThyssenKrupp aufgrund von operativen Fortschritten eine deutliche Verbesserung "in Richtung eines ausgeglichenen EBIT", nach einem Minus von 60 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Auch beim Jahresüberschuss will der Konzern eine deutliche Steigerung erreichen. Zudem soll der freie Cashflow vor Desinvestitionen mindestens ausgeglichen sein.

Von diesem Ziel war ThyssenKrupp im ersten Quartal noch deutlich entfernt: Der Mittelabfluss vor Desinvestitionen lag im ersten Quartal bei 651 Millionen, nach 209 Millionen im Vorjahreszeitraum. Die Schulden des Konzerns stiegen daher im ersten Quartal um 535 Millionen auf 4,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sanken sie aber um 390 Millionen Euro. Das Verhältnis von Schulden und Eigenkapital betrug Ende Dezember rund 145 Prozent und damit knapp 30 Prozentpunkte mehr als zum Ende des Geschäftsjahres. Der Konzern hat mit Banken einen Grenzwert von 150 Prozent vereinbart.

Bei seinem Sparprogramm sieht sich ThyssenKrupp auf Kurs. Bis Ende September will der Konzern seine Kosten über einen Dreijahreszeitraum um 2,5 Milliarden Euro senken. Rund 1,8 Milliarden Euro davon sind bereits erreicht.

Im vergangenen Geschäftsjahr hatte ThyssenKrupp erstmals nach drei Jahren mit Milliardenverlusten wieder einen Nettogewinn erwirtschaftet. Die Aktionäre werden daran mit einer Dividende von 11 Cent je Aktie beteiligt.

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