Energiesicherheit boomt: So profitiert Siemens Energy vom Krisenmarkt - Aktie im Blick

Siemens Energy hat sich fest als einer der wichtigsten Akteure der globalen Energiewende etabliert. Das zeigt auch ein Blick auf den Aktienkurs.
Werte in diesem Artikel
• Aktienrückkaufprogramm bis 2 Milliarden Euro stärkt Kurs von Siemens Energy
• Siemens Gamesa zeigt Fortschritte, Dividende wird wieder ausgeschüttet
• Analysten bestätigen positive Bewertung
Um mehr als ein Drittel hat sich die Aktie von Siemens Energy im bisherigen Jahresverlauf bereits verteuert. Auf Sicht der letzten zwölf Monate haben Investoren sogar ein sattes Plus von 178 Prozent in ihren Depots.
Aktienrückkaufprogramm überzeugt die Anleger
Auch wenn die Kursentwicklung in den vergangenen Wochen eher von Unsicherheit geprägt war, nachdem Anleger die geopolitische Gemengelage immer mal wieder zu Gewinnmitnahmen genutzt hatten, sorgte eine Unternehmensmeldung am Mittwoch für kräftigen Auftrieb: Ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro brachte die Aktie von Siemens Energy wieder auf die Gewinnerspur, einige Marktteilnehmer haben nun bereits Hoffnung, dass die bisherige Rekordmarke von 171,65 Euro fallen könnte.
Am Donnerstag kam es jedoch nicht zu einem Angriff auf das bestehende Rekordniveau: Die Siemens Energy-Aktie verlor im XETRA-Handel 5,93 Prozent auf 153,10 Euro.
Aussichten dennoch verbessert
Dennoch sind die grundsätzlichen Aussichten für Siemens Energy positiv. So hat auch die US-Bank JPMorgan ihre Einschätzung der Aktie bestätigt und die Einstufung für Siemens Energy auf "Overweight" belassen. Analyst Phil Buller sieht durch den militärischen Konflikt im Nahen Osten kaum direkten Einfluss auf die europäische Investitionsgüterbranche. Auch Investitionen in Projekte in den Bereichen Stromerzeugung, Energienetze oder KI-Rechenzentren dürften deshalb kaum eingefroren werden. Von einer Rückkehr des Themas Energiesicherheit im Zuge des Iran-Kriegs könnte Siemens Energy aber besonders profitieren.
Profiteur in Zeiten von Energieunsicherheit
Mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten wandelt sich Siemens Energy für Investoren und Regierungen von einem reinen Techniklieferanten zu einem strategischen Garanten für Energiesicherheit. Der Konzern hat sein direktes Engagement im Iran bereits vor Jahren aufgrund von Sanktionen und ethischem Druck massiv zurückgefahren. Heute profitiert das Unternehmen paradoxerweise von Krisen wie im Iran, da westliche Staaten verstärkt in die Modernisierung ihrer eigenen Netze und in LNG-Infrastruktur investieren, um unabhängig von instabilen Regionen zu werden.
Wenn die Straße von Hormus - durch die etwa 20 Prozent des weltweiten LNG- und Ölbedarfs fließen - blockiert oder unsicher ist, steigt der Druck, alternative Energierouten und Speichersysteme auszubauen. Siemens Energy liefert hierfür die Schlüsseltechnologie wie Gasturbinen für Backup-Kraftwerke und Transformatoren für Stromnetze.
Lichtblick bei Siemens Gamesa und Rückkehr zur Dividende
Ein entscheidender Wendepunkt für das Vertrauen der Investoren ist auch die Entwicklung bei der Windkrafttochter Siemens Gamesa. Nach jahrelangen technischen Problemen und tiefroten Zahlen zeigen die Sanierungsmaßnahmen Wirkung. Der operative Verlust konnte zuletzt drastisch reduziert werden, und das Management hält an dem Ziel fest, im Laufe des Geschäftsjahres 2026 die Gewinnschwelle zu erreichen. Diese Stabilisierung bildet das Fundament für eine geänderte Ausschüttungspolitik: Erstmals seit längerer Zeit wurde den Aktionären für das vergangene Geschäftsjahr wieder eine Dividende gezahlt, was die Rückkehr des Konzerns in ruhigere finanzielle Fahrwasser unterstreicht.
Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Siemens Energy AG