Givaudan-Aktie im Minus: Wachstumsschwung lässt nach

Der Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan hat 2025 gegenüber dem starken Vorjahr an Schwung verloren.
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Aufgrund negativer Währungseffekte stieg der Umsatz lediglich um 0,8 Prozent auf 7,47 Milliarden Franken (rund 8,1 Milliarden Euro), wie Givaudan am Donnerstag mitteilte. Organisch, also bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Währungseinflüsse, resultierte ein Zuwachs von 5,1 Prozent - im Vorjahr waren es noch 12,3 Prozent gewesen. Die eigene Zielbandbreite von 4 bis 5 Prozent wurde damit gleichwohl übertroffen. Die Erwartungen der Analysten wurden aber verfehlt.
Das Unternehmen begründete die Entwicklung mit einer breiten Nachfrage in allen Regionen und Geschäftsbereichen sowie mit Preisanpassungen zur Kompensation gestiegener Kosten.
Das operative Ergebnis (Ebitda) sank dennoch um 0,8 Prozent auf 1,75 Milliarden Franken, die entsprechende Marge auf 23,4 Prozent nach 23,8 Prozent im Vorjahr.
Der Überschuss lag bei 1,07 Milliarden Franken - das sind 1,7 Prozent weniger als im Jahr davor. Die Aktionäre können sich dennoch auf eine Dividende von 72,00 Franken je Aktie freuen - das sind 2 Franken mehr als im Vorjahr.
Für das laufende Geschäftsjahr nennt das Unternehmen jeweils keine konkrete Zielsetzung. Die mittelfristigen Ziele bleiben jedoch unverändert: Givaudan hatte im August für den neuen Fünfjahreszyklus von 2026 bis 2030 ein organisches Umsatzwachstum von mindestens 4 bis 6 Prozent pro Jahr in Aussicht gestellt.
Der neue Zyklus geht auch mit einem Wechsel an der Konzernspitze einher. Ab März übernimmt Christian Stammkoetter vom langjährigen Konzernchef Gilles Andrier, der das Amt des Verwaltungsratspräsidenten übernimmt. Givaudan hatte die Personalie zusammen mit der neuen Zielsetzung im Sommer kommuniziert. Stammkoetter war zuvor als Manager beim französischen Nahrungsmittelkonzern Danone für die Region Asien, Naher Osten und Afrika zuständig.
Givaudan verlieren deutlich und ziehen Symrise mit runter
Die Aktien von Givaudan haben am Donnerstag nach der Veröffentlichung der Jahresergebnisse deutlich nachgegeben. Die Aktie sank an der SIX am Mittag um rund sechseinhalb Prozent auf 2.935 Franken. Das Papier lag damit am Ende des Schweizer Leitindex SMI und rutschte zudem auf den tiefsten Stand seit dem Herbst 2023.
Der Aromen- und Duftstoffhersteller hatte beim organischen Wachstum im vierten Quartal und bei der operativen Marge die Erwartungen von Analysten verfehlt.
Die im DAX notierten Aktien des Wettbewerbers Symrise fielen im Sog um drei Prozent auf 70,40 Euro und zählten wieder einmal zu den schwächsten Titeln des Leitindex. In den vergangenen zwölf Monaten sackte der Kurs um rund 30 Prozent ab, während der DAX in dem Zeitraum um 13 Prozent anzog.
Sowohl die Experten der UBS als auch diejenigen der US-Bank JPMorgan verwiesen bei Givaudan auf das unterdurchschnittliche organische Umsatzwachstum im Schlussquartal.
Auch bei der Profitabilität sei das Schweizer Unternehmen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der vergleichbare operative Gewinn (Ebitda) im zweiten Halbjahr lag laut UBS rund vier Prozent unter dem Konsens, während JPMorgan von einer "unerwartet schwachen" bereinigten Ebitda-Marge von 24,2 Prozent für das Gesamtjahr sprach.
Vor diesem Hintergrund rechnen die Analysten mit Anpassungen der Konsensschätzungen für 2026. Etwas zuversichtlicher äußerte sich dagegen Vontobel. Der zuständige Analyst verwies auf eine gewisse Stabilisierung im Verlauf des Schlussquartals 2025 sowie auf die breite Diversifikation, die sich in einem volatilen Umfeld ausgezahlt habe.
Trotz der kurzfristigen Enttäuschung spiegele die aktuelle Bewertung eine übermäßig negative Sicht wider und trage den längerfristigen Wertschöpfungsperspektiven zu wenig Rechnung.
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VERNIER (dpa-AFX)
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