12.07.2018 16:21
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20 Gewinner in Sicht: Top-Aktien und Fonds für Ihr Depot!

Euro am Sonntag-Titel: 20 Gewinner in Sicht: Top-Aktien und Fonds für Ihr Depot! | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Titel
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Der US-Präsident ist zur größten Gefahr für die Finanzmärkte geworden. Die Aussichten für das zweite Halbjahr - Aktien, Fonds, Anleihen, Rohstoffe.
€uro am Sonntag
von Sven Parplies, €uro am Sonntag

Immer wieder dieser eine Name: Donald Trump. Börsianer konnten mit dem streitsüchtigen US-Präsidenten bislang eigentlich gut leben. Mit Steuersenkungen und Deregulierungen feuerte der Milliardär die mittlerweile seit fast zehn Jahren laufende Aktienmarktrally weiter an. Im Januar erreichten der amerikanische Aktienindex S & P 500 und auch der deutsche DAX neue Rekordhöhen.


Inzwischen allerdings entdecken auch Börsianer Trumps dunkle Seite. Fast täglich polemisiert der einstige ­Reality-TV-Star gegen die Handelspartner der USA und droht mit Strafzöllen, angeblich um Arbeitsplätze in seinem Land zu schützen. Finanzmarktprofis sind alarmiert: In einer Umfrage der ­Redaktion unter Banken und Analysehäusern wird der von Trump losgetretene Handelskonflikt als die größte Gefahr für die Aktienmärkte im zweiten Halbjahr bezeichnet. Gleichzeitig überwiegt die Hoffnung, dass der Konflikt nicht eskaliert und die Notierungen ihren Aufwärtstrend fortsetzen können.


Bislang sind die Auswirkungen der Trump-Krise auf die Weltwirtschaft verkraftbar, die Finanzmärkte aber reagieren wie immer sensibel. In Deutschland stehen vor allem die Aktien der großen Autokonzerne im Brennpunkt, weil sie mit ihren globalen Netzwerken besonders stark auf einen freien Welthandel angewiesen sind. Daimler nahm erhöhte Einfuhrtarife bereits zum Anlass, seine Gewinnprognose zu senken.

Auch in den USA sind Aktien weltweit aufgestellter Konzerne unter Druck geraten. Unter dem Strich haben der DAX, der europäische Euro Stoxx 50 und der amerikanische Dow Jones das erste Halbjahr mit Verlusten beendet.

Der Techtriumph

Die Gewinner sind auch in diesem Jahr bislang die Aktien der Technologiefirmen. Die Branche ist immun gegen Handelsbarrieren und profitiert von einer lang anhaltenden Sonderkonjunktur: Die Digitalisierung durchdringt alle Bereiche der Wirtschaft - vom Handel mit Kleidung bis hin zu den Abläufen der Industrie. Techriesen wie Facebook und Google steigern ihre Gewinne selbst auf hohem Niveau weiterhin im zweistelligen Prozentbereich. Auch Firmen mit Sitz in Deutschland wie Wire­card sorgen für Furore. Der TecDAX war im ersten Halbjahr der klare Gewinner unter den bekanntesten deutschen Indizes. In den USA hat der von Techwerten dominierte Nasdaq 100 den breit aufgestellten S & P 500 geschlagen.

Das Russland-Rätsel

Auch im zweiten Halbjahr wird die Politik die Börsianer in Atem halten. In den USA stehen Anfang November die Zwischenwahlen zum Bundesparlament an. Auch wenn Trump selbst nicht auf den Stimmzetteln steht, wird die Wahl zu einem Referendum über seine Agenda. Um den harten Kern seiner Gefolgschaft zu mobilisieren, dürfte der streitsüchtige Präsident auf Konfrontationskurs bleiben.

Noch brisanter ist ein anderes Ereignis: Irgendwann in der zweiten Jahreshälfte dürfte der vom US-Justizminis­terium eingesetzte Sonderermittler ­Robert Mueller seinen Bericht über die Einflussnahme Russlands auf die Präsidentschaftswahl 2016 vorlegen. Dabei geht es vor allem um Kontakte des Trump-Teams mit dem Putin-Imperium. Trump selbst spricht von einer "Hexenjagd" - seine Gegner hoffen auf Enthüllungen, die eine Amtsenthebung rechtfertigen. Eine Verfassungskrise in den USA würde an den Aktienmärkten ebenfalls tiefe Spuren hinterlassen.

Auch in Europa mangelt es nicht an Krisenherden. In Deutschland hat die Bundesregierung zwar den Asylstreit zumindest vorerst beigelegt, in Italien aber könnte die neue Regierung mit Plänen für niedrigere Steuern und höhere Sozialausgaben die Finanzen des Landes zu stark strapazieren und die ­Diskussion um den Zusammenhalt der Eurozone neu entfachen. Derweil rückt Großbritanniens Austritt aus der Europäischen Union mit all seinen Konsequenzen näher.

Die harten wirtschaftlichen Fakten sind dennoch weiterhin überwiegend positiv, auch wenn in Europa einige Konjunkturindikatoren wie der deutsche Ifo-Index zuletzt nachgaben. Der Internationale Währungsfonds traut der Weltwirtschaft im Gesamtjahr ein Wachstum von fast vier Prozent zu. Die USA würden demnach um 2,9 Prozent zulegen, die Eurozone um 2,4 Prozent. Wichtigster Wachstumstreiber bleibt China mit einem Zuwachs um wohl erneut deutlich mehr als sechs Prozent. Das sollte den Notenbanken genug Spielraum geben, ihre Geldpolitik weiter zu straffen und die in den Turbulenzen der großen Finanzkrise eingeleiteten Stützungsprogramme zurückzufahren. Wie bedeutend die Zinsentwicklung für die Aktienmärkte ist, zeigte sich im Januar: Der erste stärkere Kursrutsch des Jahres wurde durch steigende Renditen am Anleihemarkt ausgelöst.

Volkswirte erwarten laut Umfrage der Redaktion, dass die amerikanische Notenbank ihren Leitzins bis Jahresende noch zweimal anhebt. Die Währungshüter in Europa dürften dagegen in diesem Jahr bei null Prozent bleiben, die Weichen aber auf eine erste Anhebung im kommenden Jahr stellen.

Der für Börsianer auf lange Sicht wichtigste Kurstreiber ist die Gewinn­entwicklung der Unternehmen. Der Trend dort zeigt weiterhin nach oben. Vor allem in den USA erwarten Analysten dank der massiven Steuersenkungen kräftige Zuwächse. Laut Daten des Finanzdiensts Thomson Reuters dürften die Gewinne der Mitglieder des S & P 500 im laufenden Jahr um mehr als 20 Prozent zulegen.

Auch in Europa steigen die Profite, aber nicht so kräftig wie in den USA. Laut Thomson Reuters erwarten Analysten für die Mitglieder des Stoxx 600 in diesem Jahr einen Gewinnanstieg um etwas mehr als neun Prozent.

Die DAX-Prognose

In diesem Umfeld trauen Börsenprofis den Aktienmärkten im zweiten Halbjahr kräftige Kursgewinne zu, wie die aktuelle Umfrage der Redaktion zeigt. Die Kursziele für den DAX zum Jahresende schwanken demnach zwischen 12.300 und 14.500 Punkten. Der Durchschnitt liegt bei 13.488 Punkten. Den Dow Jones sehen die Experten zum Jahresende bei 25.275 Punkten, den japanischen Nikkei bei 23.542.

Auf den folgenden Seiten veranschaulicht die Redaktion von €uro am Sonntag Prognosen und Per­spektiven der wichtigsten Anlageklassen im zweiten Halbjahr: Aktien, Anleihen und Rohstoffe.

Aktien Deutschland:
Hohe Dividenden

von Sven Parplies

Da die deutsche Wirtschaft stark auf den Export ausgerichtet ist, hat der Handelsstreit den DAX im ersten Halbjahr deutlich belastet. Fast fünf Prozent hat der Index an Wert eingebüßt. Die beiden größten Verlierer des ersten Halbjahres, Deutsche Bank und Commerzbank, leiden zudem unter gravierenden strukturellen Problemen.

Die Entwicklung im zweiten Halbjahr hängt stark vom weiteren Verlauf des Zollstreits ab: Eine Einigung der Europäer mit der Trump-Regierung würde vor allem die Aktien der Autokonzerne begünstigen, deren Bewertungskennziffern nach den deutlichen Kurs­ver­lusten verlockend wirken. BMW mit ­seinem klaren Fokus auf das Premiumgeschäft und einem großen Werk im US-Bundesstaat South Carolina dürfte einen besonders großen Hebel haben. Da die Branche etliche andere Probleme hat, müssen sich Anleger dort auf eine weiterhin holprige Fahrt einstellen.

Der zuletzt abflauende Geschäfts­klimaindex des Ifo-Instituts spricht eher für eine defensivere Positionierung eines auf Deutschland ausgerichteten Aktiendepots. Die Deutsche Telekom muss viel Geld in die Infrastruktur investieren, große Gewinnsteigerungen sind nicht zu erwarten. Das Kerngeschäft der Rheinländer ist aber kaum anfällig für Wirtschaftskrisen, die Telekom darum ein zuverlässiger Dividendenzahler. Bei einer Analystenschätzung von 70 Cent je Aktie für das laufende Jahr wirft der Titel derzeit eine Dividendenrendite von rund fünf Prozent ab.

Die beiden größten deutschen Ver­sicherungskonzerne, Allianz und ­Munich Re, kommen mit ihrer Ausschüttung auf eine ähnlich hohe Dividendenrendite wie die Telekom. Mit ihren Kapitalanlagen sollten die Versicherer zusätzlich von den ab 2019 in Europa steigenden Zinsen profitieren.

Auch in Deutschland stehen Technologiekonzerne an der Börse hoch im Kurs. Der TecDAX hat seinen Wert allein in den vergangenen fünf Jahren um 187 Prozent gesteigert und damit den DAX klar geschlagen. Die prominenteste deutsche Technologiefirma ist der auf Unternehmenssoftware spezialisierte Konzern SAP. Weil immer mehr Firmen ihre Software im Abo über die Cloud beziehen, sind Konzerne wie SAP eine Art Versorger und sollten sich auch in Krisen gut halten.

Unter den kleineren deutschen Unternehmen bietet Morphosys eine der spannendsten Storys. Die in Bayern ansässige Biotechfirma ist ein Spezialist für die Entwicklung therapeutischer Antikörper. In Eigenregie und mit Partnern betreibt Morphosys derzeit über 20 Projekte in klinischen Studien. Voriges Jahr wurde erstmals ein Wirkstoff zugelassen, der auf einem Antikörper von Morphosys beruht. Wirtschaftlich großes Potenzial für Morphosys hat vor allem der in Eigenregie entwickelte ­Antikörper MOR208. Wie alle Biotechnologieaktien ist aber auch Morphosys ein riskantes Investment.

Aktien USA:
Der Aufschwung geht weiter

von Sven Parplies

Die US-amerikanische Wirtschaft brummt: Seit fast neun Jahren legt das Bruttoinlandsprodukt der USA zu. Die niedrige Arbeitslosigkeit, steigende Löhne und gute Stimmung in den Unternehmen sprechen für eine Fortsetzung des Aufschwungs. Die positiven Effekte der Steuersenkungen überlagern Belastungen aus dem Handelsstreit der Trump-Regierung mit den Handelspartnern der USA.

Die Helden der US-Börse sind die großen Techs: Die Google-Mutter Alphabet, Apple oder auch Facebook revolutionieren die Wirtschaft. Die Margen sind eindrucksvoll: Bei Facebook blieben im vergangenen Jahr 39 Prozent des Umsatzes als Nettogewinn übrig. Mit ihrer Finanzkraft können die Techriesen in die nächsten Revolutionen, etwa virtuelle Realität, investieren.

Microsoft hat die neuen Mega­trends der Softwarebranche spät erkannt, wächst aber inzwischen stark mit seinen Diensten in der Datenwolke (Cloud). Nebenbei ist Microsoft einer der wenigen Techs, die eine zumindest moderate Dividende ausschütten.

Die Aktien der großen Techkonzerne sind kein Geheimtipp mehr, aber auch nicht exzessiv teuer. Bei Facebook beispielsweise steht einem für das Jahr 2019 erwarteten Gewinnwachstum um 22 Prozent ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 21 entgegen.

Neben den Techs haben sich im ersten Halbjahr auch Aktien aus dem Bereich der zyklischen Konsumgüter überdurchschnittlich entwickelt. Denn: Mit steigenden Löhnen haben viele Amerikaner mehr Geld übrig. Das hilft dem Einzelhandel, aber auch Kreditkartenfirmen, deren Plastikkarten vor allem bei US-Konsumenten beliebtes Zahlungsvehikel sind. Damit gehören auch Firmen wie Visa zu den Gewinnern des Konjunkturaufschwungs. Die Ausgaben über das Netzwerk von Visa sind im ersten Quartal um 15 Prozent gestiegen, der Konzerngewinn übertraf die Analysten­erwartungen.

Im Gegensatz zu den großen Konzernen erwirtschaften kleinere US-Firmen oft einen größeren Teil ihrer Umsätze auf dem Heimatmarkt. Dadurch sind sie weniger anfällig für einen stärkeren Dollar und Schutzzölle gegen die USA. Da es für Anleger aus Deutschland schwer ist, regelmäßig Informationen über kleinere US-Firmen aufzutreiben, bietet sich in diesem Fall ein Indexfonds an, etwa auf den S & P 400 US Mid Cap. Er ist eine Art amerikanische Version des deutschen MDAX.

Die USA sind auch die Heimat der Dividendenaristokraten. Das sind Unternehmen, die ihre Ausschüttung seit mehr als 25 Jahren kontinuierlich steigern. Eines davon ist der Softdrinkhersteller Pepsico. Die Aktie kommt derzeit auf eine Dividendenrendite von mehr als drei Prozent. Die defensiven Qualitäten des Konzerns zeigen sich eher in wirtschaftlich schlechteren Zeiten. Darum eignet sich das Papier gut als anti­zyklische Depotbeimischung.

Die Tops und Flops des ersten Halbjahres: Deutsche und US-Indizes (PDF)

Die Tops und Flops des ersten Halbjahres: Europäische Aktien und Anleihen (PDF)

Aktien Europa:
Lukrative Lückenfüller

von Sven Parplies

Für hiesige Anleger bieten sich Aktien aus den europäischen Nachbarstaaten an, um Branchen abzudecken, die hierzulande nicht vertreten sind. Der Luxus­güterkonzern LVMH - bekannt für Nobelmarken wie Louis Vuitton, Fendi oder auch TAG Heuer - bietet gut betuchten Kunden eine große Auswahl an: Kleidung, Wein, Parfum, Kosmetik, Uhren oder auch Juwelen. Dank der nahezu weltweit guten Wirtschaftslage entwickelt sich das Geschäft mit Produkten der gehobenen Preisklasse positiv. Analysten trauen LVMH bis 2020 Gewinnsteigerungen um jährlich rund zehn Prozent zu.

Der französische-deutsche Flugzeughersteller Airbus profitiert von einer Sonderkonjunktur: Um die steigende Nachfrage nach Flug­tickets bedienen zu können, investieren Airlines rund um den Globus in neue und Sprit sparende Maschinen. Die Auftragsbücher von Airbus sind gefüllt, der Konzerngewinn wird Analystenschätzungen zufolge bis zum Jahr 2020 um mehr als 20 Prozent zulegen. Verzögerungen in der Produktion - wie ­zuletzt beim sehr populären 320neo - sollten den Kurs der ­Airbus-Aktie nur für kurze Zeit ­belasten.

Novartis steckt im Umbruch: Der Schweizer Pharmakonzern bringt die Sparte Augenheilkunde im kommenden Jahr an die Börse und konzentriert sich auf das Geschäft mit Medikamanten. Im April hatte Novartis die auf die Behandlung seltener Krankheiten spezialisierte Firma Avexis übernommen. Novartis ist ein zuverlässiger Dividendenzahler mit einer Dividendenrendite von mehr als drei Prozent und der Aussicht auf eine leicht steigende Ausschüttung.

Unter den Aktienfonds hat der Comgest Growth Europe mit seinem Fokus auf qualitativ hochwertige und wachstumsstarke Unternehmen gute Ergebnisse erzielt. Französische Aktien waren dort mit mehr als 20 Prozent zuletzt stark gewichtet.

Anleihen:
Schwieriges Umfeld

von Thomas Strohm

Zinswende? Die Renditen von Bundesanleihen sind derzeit niedriger als zu Beginn 2018. Angesichts der Un­sicherheit etwa wegen der neuen populistischen Regierung in Italien und der protektionistischen Politik der USA waren die Schuldtitel des deutschen Staates zuletzt gefragt. Ihre Kurse stiegen, die Renditen fielen spiegelbildlich. Rund 0,3 Prozent pro Jahr bringen zehnjährige Bundesanleihen zurzeit, die befragten Banken sehen die Renditen Ende 2018 zwischen 0,6 und 0,9 Prozent.

Als Gründe werden höhere Inflationserwartungen und robustes globales Wachstum genannt. Zudem dürfte die US-Notenbank die nach ihren beiden Zinsschritten im März und Juni geltende Spanne von 1,75 bis zwei Prozent weiter erhöhen. Die meisten Volkswirte rechnen fürs zweite Halbjahr mit zwei Schritten auf 2,25 bis 2,50 Prozent. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sehen fast alle Befragten Ende 2018 bei mindestens drei Prozent, aktuell sind es 2,85 Prozent.

Dem Trend wird sich der europäi­sche Rentenmarkt nicht entziehen können, obwohl die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins kaum vor Sommer 2019 erhöht. Das Anleihekaufprogramm läuft Ende 2018 aus, die EZB re­investiert aber das Kapital fälliger Anleihen; das stützt den Markt weiterhin.

Unerwartet sinken könnten die Renditen sicherer Staatsanleihen, wenn der Handelsstreit voll eskaliert und die italienische Regierung komplett auf Konfrontationskurs geht. Unerwartet klar steigen könnten die Renditen, wenn etwa die ­Inflation massiv anzieht und die Notenbanken zum Handeln zwingt. Beide Risikoszenarien halten Analysten indes für unwahrscheinlich.

Im Umfeld mit etwas steigenden Renditen und robuster Konjunktur sind riskantere Anleiheklassen wie Nachrangpapiere eine gute Wahl. Mit dem Arbor Invest Spezialrenten von Huber, Reuss & Kollegen setzen Anleger darauf. Der Dachfonds C-Quadrat Arts Total Return Bond investiert in die trendstärksten Bereiche des Rentenmarkts.

Die Tops und Flops des ersten Halbjahres: Von Rohstoffen bis Nebenwährungen (PDF)

Gold:
Zu tief gefallen

von Emmeran Eder

Ein Schwächeanfall hat Gold befallen. Das Edelmetall ist von 1.350 US-Dollar je Feinunze Mitte April auf 1.240 Dollar Ende Juni gesunken. Über die Ursachen rätseln auch viele Goldanalysten. Vor allem die angezogenen US-Zinsen lasten auf dem Preis. Da die Preziose keinen Zins abwirft, flüchten Anleger da­raus und investieren ihr Kapital lieber in US-amerikanische Anleihen. Hinzu kommt noch der US-Dollar, der zum Euro und vielen anderen Währungen zuletzt aufwertete. Da Gold in Dollar gehandelt wird, verteuert sich dadurch das Edelmetall.

Zudem kam es zu Abflüssen aus Gold-ETFs. Die vom Wirtschafts­informationsdienst Bloomberg erfassten ETFs verzeichneten im Juni ein Minus um 48 Tonnen. Es war der größte Abfluss innerhalb eines Monats seit einem Jahr.

Das könnte aber auch ein positives Zeichen sein, sind doch die verkaufswilligen spekulativen Finanzanleger größtenteils ausgestiegen. Die Netto-Long-Positionen sind im April und Mai 2018 um 90 Prozent eingebrochen und auf das niedrigste Niveau seit Ende 2016 gesunken. Im Juni wurde ein leichter Aufbau der Long-Positionen verzeichnet.

Vor allem die zahlreichen geo­politischen Krisenherde sprechen wieder für einen höheren Goldpreis. Dazu zählen der Handelskonflikt der USA mit China und der EU, der Streit um Sanktionen gegen den Iran und andere Brennpunkte wie Italien. Hinzu kommt noch die Korrektur an den Börsen.

Die Rohstoffprofis der Commerzbank betrachten die Goldpreisschwäche wegen der vielen Risiken nicht als gerechtfertigt und rechnen bis Jahresende mit einer Preis­erholung. Auch die meisten Beteiligten der Umfrage erwarten einen Goldpreis von 1.300 Dollar oder mehr. Davon können Anleger mit dem Kauf des physisch besicherten Xetra-Gold-ETC von Deutsche Börse Commodities profitieren. Risiko­bereitere Anleger setzen mit dem Gold-Daily-Long-ETC der Commerzbank mit einem Hebel von zwei aufs Comeback von Gold.

Öl:
Zwei Szenarien

von Emmeran Eder

Fast zum Erliegen gekommen ist die Förderung von Erdöl im krisengeschüttelten Ve­nezuela. Das ist einer der Gründe, warum der Ölpreis zuletzt kräftig anzog. Ein anderer ist, dass die Nachfrage wegen der gut laufenden Konjunktur größer ist als das derzeitige Angebot.

Das hat die OPEC dazu bewegt, die limitierte Fördermenge um eine Million Barrel täglich anzuheben, was den Ölpreis leicht fallen ließ. Der Effekt wird aber wohl nicht lange anhalten, da es kräftige Lieferausfälle seitens Libyen gibt.

Dort streiten zwei Ölgesellschaften um den Export des schwarzen Goldes aus wichtigen Häfen im Osten des Landes miteinander: die der anerkannten Regierung in ­Tripolis und die der inoffiziellen Regierung in Bengasi. Das führt ­aktuell zu erheblichen Ausfuhreinbußen von 800.000 Barrel täglich.

Kurzfristig dürfte der Wert des Erdöls also wieder steigen. Wenn die Probleme in Nordafrika gelöst sind, stehen die Chancen auf etwas günstigeres Öl aber gut. Die USA dürften bei dem attraktiven Preisniveau ihre Schieferölproduktion stark erhöhen. Das sollte bis Jahresende Druck auf den Preis ausüben, da Angebot und Nachfrage dann ins Gleichgewicht kämen. Daher erwarten die von €uro am Sonntag befragten Analysten einen mäßigen Preisrückgang.

Wer damit rechnet, sollte sich die Aktie von Royal Dutch Shell ansehen. Der Konzern verdient auch bei diesem Szenario gut, da er seine Kosten kräftig senkte. Zudem können sich Anleger auf eine hohe Dividendenausschüttung freuen.

"Jedoch kann die Zuspitzung des Konflikts der USA mit dem Iran und eine eventuelle Verschärfung der Sanktionen in der zweiten Jahreshälfte auch einen Preissprung beim Öl auslösen", meint Hannes ­Loacker, Energieexperte bei Raiffeisen Bank International. Das ist ein weniger wahrscheinliches Szenario als ein fallender Preis, aber möglich. Risikobereite Anleger setzen mit dem Brent-Crude-Oil-ETC von ETF Securities darauf.



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Bildquellen: TijanaM / Shutterstock.com, Marian Weyo / Shutterstock.com, Ufuk ZIVANA
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