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29.08.2017 14:43

Amazon & Netflix mit 10 Prozent Minus in einem Monat: Günstiger sind diese Aktien kaum zu haben

Kaufkurse: Amazon & Netflix mit 10 Prozent Minus in einem Monat: Günstiger sind diese Aktien kaum zu haben | Nachricht | finanzen.net
Kaufkurse
Die Stars der Börse haben in den vergangenen vier Wochen eine empfindliche Schlappe hinnehmen müssen. Doch Experten sehen Kaufkurse statt langfristigen Abwärtstrends.
Der letzte Monat hat tiefrote Spuren in den Depots der Amazon- und Netflix-Anleger hinterlassen. Aber während Anleger den Abwärtstrend noch ungläubig verfolgen, bleiben Experten gelassen.

Amazon

1.052 US-Dollar war die Aktie des Internetgiganten Amazon noch vor genau einem Monat wert. Inzwischen wird der Anteilsschein des E-Commerce-Riesen an der NASDAQ für 946 Dollar gehandelt - ein Kursabschlag von satten zehn Prozent.

Schuld am Absturz der Aktie waren unter anderem enttäuschend ausgefallene Quartalszahlen. So haben hohe Ausgaben dem Unternehmen rund um Chef Jeff Bezos im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch um 77 Prozent auf 197 Millionen US-Dollar beschert. Auch ein Umsatzplus von 25 Prozent auf 38 Milliarden Dollar konnte die Anleger nicht mit der schwachen Ergebnisentwicklung versöhnen: Viele Marktteilnehmer nahmen Gewinne mit und warfen die Amazon-Aktie aus ihrem Depot.

Doch Analysten sehen die darauffolgende Kursentwicklung mitnichten als Beginn für einen längerfristigen Abwärtstrend. So hat erst kürzlich das Analysehaus Independent Research die Amazon-Aktie mit einem "Kauf"-Rating und einem Kursziel von 1.180 US-Dollar in die Bewertung aufgenommen. Zur Begründung führen die Experten insbesondere die starken Wachstumsaussichten im margenträchtigen Cloud-Geschäft an. Zudem konnte das Unternehmen seine Marktführerschaft im Online-Handel verteidigen.

Auch der Großteil der anderen Analystenhäuser rät Anlegern weiterhin zum Einstieg. 34 Experten behielten auch nach den enttäuschenden Zahlen ihr "Buy"-Rating bei, vier weitere bewerten den Amazon-Anteilsschein mit "Overweight".

Die Aussichten für die Amazon-Aktie sind mittel- bis langfristig weiterhin gut. Schließlich stößt das Unternehmen in immer neue Geschäftsbereiche vor, längst ist aus dem Online-Buchhandel ein Tech-Riese geworden, der neben Musik- und Filmstreaming auch eigene Hardwareprodukte auf dem Markt hat und mit dem Cloudgeschäft, das unter Amazon Web Services (AWS) gebündelt ist, Milliarden in die Konzernkassen spült.

Netflix

Auch der Streaming-Dienst Netflix hat in den letzten vier Wochen an der Börse deutlich Federn lassen müssen. Von 182 US-Dollar sackte der Anteilsschein bis auf 166 US-Dollar ab und hat damit zwischenzeitlich ebenfalls mehr als neun Prozent verloren.

Dabei waren die Zahlen zum letzten Geschäftsquartal sogar besser ausgefallen, als am Markt erwartet. Fünf Millionen neue Abonnenten im letzten Jahresviertel - das war deutlich mehr, als Experten in Aussicht gestellt hatten. Auch die Erlöse konnten sich sehen lassen: Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um fast ein Drittel auf knapp 2,8 Milliarden Dollar - beim Gewinn ging es von 41 auf 66 Millionen Dollar aufwärts. Doch die Strahlkraft der guten Zahlen wirkte nicht lange nach: Kurz nach Erreichen des Rekordhochs trennten sich Anleger vermehrt von Anteilsscheinen des Unternehmens und bescherten der Netflix-Aktie im vergangenen Monat einen satten Kurseinbruch.

Verunsicherung brachte dabei insbesondere die Ankündigung des Entertainment-Riesen Disney, die Partnerschaft mit Netflix zu beenden und mit einem eigenen Streaming-Service für eigene Inhalte an den Start zu gehen. Doch was Anleger verunsicherte, brachte Analysten kaum aus der Ruhe: Von 41 Analystenhäusern, die die Netflix-Aktie bewerten, raten 38 zum Kauf oder Halten des Titels. Die drei Experten, die ein "Sell"-Rating vergeben, sind deutlich in der Unterzahl.

Stellvertretend für viele andere erklärte JPMorgan, wieso die Bank ihr "Overweight"-Rating für die Netflix-Aktie beibehält: Zwar sei die Entscheidung von Disney, eine eigene Plattform an den Start zu bringen, ein Risiko für Netflix, dennoch werde sich dies kaum negativ auf die Abonnentenzahlen auswirken, so Analyst Douglas Anmuth in einer Studie. Netflix verfüge selbst über breit aufgestellte Inhalte.

Ähnlich sehen dies auch andere Analystenhäuser. Netflix hat zahlreiche exklusive Inhalte am Start, die Zahl der Abonnenten wird wohl mittelfristig zunächst keinen massiven Abwärtstrend aufweisen. Zumal die Etablierung einer eigenen Streaming-Plattform auch für Disney nicht ohne Risiken ist. Zwar verfügt der Filmriese über die Inhalte, ob Kunden aber neben den etablierten Größen wie Netflix oder Amazon Video bereit sind, für einen weiteren Streaming-Anbieter zu zahlen, muss sich erst herausstellen. Zumal inzwischen auch der Techriese Apple seinen Einstieg in den Streaming-Markt angekündigt hat und diesen mit exklusiven Inhalten aufmischen will.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Ken Wolter / Shutterstock.com, Netflix

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