11.12.2012 15:09

Auch Daimler kürzt Dividende

Folgen
Nach ThyssenKrupp und der Deutschen Telekom spart laut einem Pressebericht auch der Autohersteller Daimler in diesem Jahr an der Dividende.
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Wie das "Manager Magazin" am Dienstag unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtet, will der Konzern 2012 knapp zehn Prozent weniger Geld an seine Aktionäre ausschütten als angekündigt. Grund sei der zu erwartende geringere Gewinn. Im Oktober hatte Daimlers Finanzvorstand Bodo Uebber noch 2,20 Euro wie 2011 in Aussicht gestellt. Inzwischen warnten Investor-Relations-Manager des Konzerns aber Investoren und Analysten, dass 2,00 Euro realistischer seien, schreibt das Blatt.

    Ein Daimler-Sprecher sagte auf Nachfrage, man werde auch in diesem Jahr eine attraktive Dividende zahlen, die sich an der Ausschüttungsquote der vergangenen Jahre orientiere. Zuletzt habe Daimler rund 40 Prozent seines Jahresgewinns an die Aktionäre weitergegeben. 2011 waren das insgesamt gut 2,3 Milliarden bei einem Gewinn von 6 Milliarden Euro. Für dieses Jahr erwartet Daimler beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern einen Rückgang von knapp 10 Prozent von 8,8 auf 8,0 Milliarden Euro. Dieses Minus entspräche anteilig auch einem Dividenden-Rückgang von 2,20 Euro auf 2,00 Euro.

    Frisches Geld spülte indes der Verkauf von EADS-Anteilen in Daimlers Kassen. Die Stuttgarter hatten vergangene Woche 7,5 Prozent der Anteile für 1,66 Milliarden Euro verkauft. Weil die Aktien in den Büchern aber noch niedriger bewertet waren, bleibt unter dem Strich ein satter Gewinn. 22,4 Prozent der EADS-Anteile waren Ende September noch mit einem Wert von gut 2,3 Milliarden Euro verbucht. Nach Abzug der Steuern dürften so etwa 700 Millionen Euro Gewinn bleiben, rechnete das Wirtschaftsmagazin "Capital" aus. Eine sinkende Dividende soll damit aber nicht gestützt werden: Finanzchef Uebber hatte bereits angekündigt, das Geld zu investieren.

HAMBURG/STUTTGART

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