Lufthansa-Aktie verliert: Flugstopp in den Iran bis Ende Januar verlängert

Angesichts der derzeitigen politischen Lage will die Lufthansa erst wieder ab Ende Januar in den Iran fliegen.
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"Aufgrund der aktuellen Lageentwicklung hat Lufthansa am Montagnachmittag entschieden, ihre Flüge nach Teheran bis einschließlich Mittwoch, 28. Januar, auszusetzen", erklärte ein Unternehmenssprecher.
Lufthansa sei diesbezüglich in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden und beobachte die Entwicklungen in der gesamten Region laufend. Und: "Die Sicherheit der Fluggäste und Crew hat für Lufthanse stets oberste Priorität."
Eigentlich sollten die Flüge an diesem Freitag wieder aufgenommen werden - nach einer Unterbrechung von rund sieben Monaten.
Die Massenproteste im Iran setzen die Führung zwei Wochen nach Beginn der landesweiten Demonstrationen weiter unter Druck. Die autoritäre Staatsmacht ihrerseits reagiert mit aller Härte. Zugleich mehren sich Hinweise auf diplomatische Initiativen. Seit Donnerstagabend ist der Zugang zum Internet gekappt. US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Angaben, die Demonstranten mit Satelliteninternet zu unterstützen.
Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen auf 186 Städte ausgeweitet. 483 Demonstranten seien getötet worden, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA. Insgesamt seien bisher 544 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder sowie 47 Sicherheitskräfte. Rund 10.700 Menschen seien festgenommen worden, hieß es weiter. Die Angaben der Organisation ließen sich unabhängig nicht überprüfen.
Lufthansa Group bietet an Bord Highspeed-Internet von Starlink an
Die Lufthansa Group kooperiert mit Elon Musks Satellitennetz Starlink, um Passagieren ihrer Airlines an Bord einen Highspeed-Internetzugang anzubieten. Die Starlink-Technologie soll bereits im zweiten Halbjahr 2026 auf den ersten Flügen verfügbar sein, wie der Konzern mitteilte. Bis 2029 werde dann sukzessive die gesamte Flotte damit ausgestattet. Weitere Details werden im Laufe des Jahres bekannt gegeben.
Starlink gehört zum Raumfahrtunternehmen SpaceX des Milliardärs Elon Musk. Das System basiert auf Satellitentechnologie und ermöglicht auch in der Luft eine Online-Nutzung wie am Boden. Durch eine höhere Bandbreite und Geschwindigkeit werde so künftig unter anderem die Nutzung von Streaming und Cloud-basiertes Arbeiten während des Fluges ermöglicht.
"Konnektivität an Bord spielt heute eine wichtige Rolle, und mit Starlink investieren wir nicht nur in das beste Produkt auf dem Markt, sondern auch in die Zufriedenheit unserer Passagiere", sagte Dieter Vranckx, Chief Commercial Officer der Lufthansa Group.
Lufthansa auf Fast-Entry-Platz für DAX-Aufstieg
Die Chancen für einen Aufstieg der Lufthansa in den DAX bleiben trotz der aktuellen Konsolidierung gut. Die Aktie liegt nach aktuellen Berechnungen derzeit auf Platz 33 einer fiktiven Rangliste. Das reichte für einen Aufstieg im März nach den Fast-Entry-Regeln. Sollte es dabei bleiben, verdrängten Lufthansa nach dem aktuellen Stand Brenntag. Die Aktie des Chemikalienhändlers liegt hinter Porsche Holding und Zalando.
Der DAX wird im März nach den regulären Aufnahme- und Abstiegskriterien verändert. Und mit HOCHTIEF, Talanx und Knorr-Bremse gibt es weitere, in diesen Fällen reguläre, Aufstiegskandidaten. Ihr DAX-Eintritt scheitert aber nach dem aktuellen Stand an fehlenden Gegenkandidaten für eine Entnahme.
Für die Überprüfung des MDAX schälen sich 2 Fast-Entry-Kandidaten heraus: Schaeffler und DEUTZ. Bleibt es dabei, müssten die zwei schwächsten MDAX-Mitglieder weichen. Aktuell sind das TeamViewer und Fielmann.
Zuletzt verliert die Lufthansa-Aktie im XETRA-Handel 0,73 Prozent auf 8,71 Euro.
FRANKFURT (dpa-AFX) / Dow Jones
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