MÄRKTE USA/Neue Zolldrohungen dürften Wall Street belasten
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DOW JONES--An den US-Börsen zeichnen sich zum Start in den Dienstagshandel heftige Verluste ab. Der Future auf den S&P-500 fällt vorbörslich um 1,7 Prozent. Der Nasdaq-Future gibt um 2 Prozent nach. Da in den USA am Montag der Handel wegen eines Feiertags ruhte, können die dortigen Anleger erst jetzt auf die Eskalation des Streits um Grönland reagieren. US-Präsident Donald Trump erhebt Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel. Am Wochenende drohte der Präsident jenen europäischen Nato-Ländern Strafzölle an, die zur Unterstützung Dänemarks Soldaten nach Grönland entsandt hatten. Die EU kündigte harte Gegenmaßnahmen an.
Die Blicke sind nun auf das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos gerichtet. Dort soll am Mittwoch Präsident Trump sprechen. Am Dienstag trat dort schon EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf. Sie bezeichnete in ihrer Rede die geplanten US-Strafzölle als Fehler und die Souveränität und Integrität Grönlands und Dänemarks als nicht verhandelbar.
Derweil ziehen sich die Anleger nicht nur aus Aktien, sondern auch aus dem Dollar und US-Staatsanleihen zurück, die normalerweise als "sichere Häfen" in Krisenzeiten gelten. Der Dollarindex fällt um 0,9 Prozent. Sinkende Kurse treiben die Rendite zehnjähriger Anleihen um 6 Basispunkte auf 4,29 Prozent nach oben.
Sicherheit suchen die Investoren in Edelmetallen. Die Preise für Gold und Silber steigen auf neue Rekordstände.
Die Ölpreise tendieren fester, gestützt vom schwächeren Dollar. Übergeordnet bremse jedoch die Befürchtung einer Konjunkturschwäche als Folge eines neuen Zollstreits den Preisanstieg, heißt es aus dem Handel.
Die Bilanzsaison spielt am Montag eine untergeordnete Rolle angesichts der politischen Großwetterlage. Unter anderem hat 3M über den Verlauf des vierten Quartals berichtet. Umsatz und Ergebnis übertrafen die Konsensschätzungen von Analysten. Für das laufende Jahr stellt 3M ein beschleunigtes Wachstum in Aussicht. Die Aktie kann sich allerdings der negativen Stimmung nicht entziehen und fällt im vorbörslichen Handel um rund 5 Prozent. Nach Handelsschluss wird Netflix Geschäftszahlen vorlegen. Der Kurs steigt vorbörslich um 1,3 Prozent.
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mo, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1733 +0,7% 1,1646 1,1644 -0,9%
EUR/JPY 185,17 +0,6% 184,13 184,11 -0,0%
EUR/CHF 0,9265 -0,2% 0,9287 0,9281 -0,2%
EUR/GBP 0,8723 +0,6% 0,8674 0,8671 -0,5%
USD/JPY 157,82 -0,2% 158,11 158,12 +0,8%
GBP/USD 1,3450 +0,2% 1,3427 1,3428 -0,3%
USD/CNY 6,9932 -0,0% 6,9962 6,9964 -0,4%
USD/CNH 6,9517 -0,1% 6,9562 6,9561 -0,3%
AUS/USD 0,6736 +0,3% 0,6714 0,6714 +0,6%
Bitcoin/USD 90.878,20 -1,8% 92.529,70 93.049,90 +4,7%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 59,82 59,26 +0,9% 0,56 +3,7%
Brent/ICE 64,38 63,94 +0,7% 0,44 +5,2%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.725,48 4.671,23 +1,2% 54,25 +8,1%
Silber 95,03 94,72 +0,3% 0,30 +32,9%
Platin 2.048,68 2.041,09 +0,4% 7,59 +16,4%
Kupfer 5,85 5,91 -0,9% -0,05 +2,4%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/hab
(END) Dow Jones Newswires
January 20, 2026 08:28 ET (13:28 GMT)
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