MÄRKTE USA/Zuversichtlichere Verbraucher stützen Aktienkurse

23.01.26 18:26 Uhr

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DOW JONES--Im Verlauf des Freitagshandels drehen die US-Börsen leicht ins Plus, nachdem es zunächst zu kleineren Gewinnmitnahmen gekommen war. Unterstützung kommt von einer Umfrage, der zufolge sich die Stimmung unter den US-Verbrauchern aufgehellt hat. Der Uni-Michigan-Index der Verbraucherstimmung ist im Januar stärker als erwartet gestiegen. Der private Konsum steht für etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung. Dass die von S&P Global ermittelten Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende und das nicht-verarbeitende Gewerbe die Prognosen von Volkswirten verfehlten, belastet nicht. Der Dow-Jones-Index liegt gegen Mittag (Ortszeit New York) zwar noch 0,5 Prozent im Minus bei 49.134 Punkten. Der S&P-500 steigt jedoch um 0,1 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,5 Prozent.

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An den beiden Vortagen hatten die Aktienkurse von der Kehrtwende des US-Präsidenten im Grönlandkonflikt profitiert: Donald Trump hatte seine Drohung zurückgezogen, Strafzölle auf Importe aus jenen europäischen Nato-Mitgliedsstaaten zu erheben, die als Solidaritätsbekundung Soldaten auf die zu Dänemark gehörende Insel entsandt hatten. Allerdings könnte das bevorstehende Wochenende allerlei Überraschungen bringen, weshalb Anleger nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden wollen. In den Blick rückt nun wieder der Krieg in der Ukraine. Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA sollen am Freitag in Abu Dhabi zu Verhandlungen zusammenkommen.

Daneben läuft die Bilanzsaison weiter. Hier hat Intel mit einem Verlust im vierten Quartal und einem schwachen Ausblick auf das laufende erste Quartal enttäuscht. Die Aktie sackt um 16,5 Prozent ab, hatte aber seit dem Einstieg der US-Regierung vor einigen Monaten kräftig zugelegt.

Der Aluminiumkonzern Alcoa übertraf mit seinen Viertquartalszahlen die Erwartungen des Markts. Höhere Aluminiumpreise hätten die erhöhten Zölle für Importe aus Kanada kompensiert, so das Unternehmen. Die Aktie fällt gleichwohl um 1,9 Prozent. Die Eisenbahngesellschaft CSX hat im Quartal schlechter abgeschnitten als erwartet, ist aber zuversichtlich, ihr Ergebnis dieses Jahr verbessern zu können. Das wird mit einem Kursplus von 4,2 Prozent belohnt. Capital One Financial (-7,2%) wird für eine Übernahme abgestraft. Die Kreditkartengesellschaft kauft für 5,15 Milliarden Dollar in bar und Aktien das Fintech-Unternehmen Brex.

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Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar etwas leichter. Der Dollarindex fällt um 0,4 Prozent. Die Unberechenbarkeit des US-Präsidenten laste auf dem Dollar, merkt Devisenanalystin Jane Foley von der Rabobank an. Deswegen bleibe eine Erholung der US-Währung aus, auch nachdem die Spannungen zwischen den USA und Europa nachgelassen hätten. Der Markt habe inzwischen begriffen, dass Trumps Verhandlungstaktik oft mit Drohungen beginne, die er dann teilweise zurückziehe.

US-Anleihen treten mehr oder weniger auf der Stelle, wobei die geopolitische Lage die Kurse etwas stützt. Daneben gehe der Markt davon aus, dass die US-Notenbank auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche eine Pause bei ihren Zinssenkungen einlege. Die Zehnjahresrendite steht kaum verändert bei 4,25 Prozent.

Gold hat im Tagesverlauf ein weiteres Rekordhoch erreicht und sich der Marke von 5.000 Dollar je Feinunze genähert. Das Edelmetall ist unverändert als "sicherer Hafen" gesucht, wird aber auch vom schwächeren Dollar gestützt. Aktuell tendiert das Edelmetall fester.

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Die Ölpreise steigen deutlich mit der Möglichkeit eines US-Angriffs auf den Iran. Präsident Trump sagte, die USA beobachteten Teheran sehr genau. Eine "Armada" sei unterwegs in die Region, doch hoffe er, dass diese nicht benötigt werde. Dazu kündigt sich in den USA eine Kältewelle an, die den Bedarf an Heizöl in die Höhe treiben dürfte.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 49.133,51 -0,5% -250,50 +2,7%

S&P-500 6.921,92 +0,1% 8,57 +1,0%

NASDAQ Comp 23.557,39 +0,5% 121,37 +0,8%

NASDAQ 100 25.654,09 +0,5% 135,73 +1,1%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:20 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1783 +0,2% 1,1757 1,1749 +0,1%

EUR/JPY 185,01 -0,7% 186,22 185,97 +1,1%

EUR/CHF 0,9279 -0,0% 0,9281 0,9281 -0,3%

EUR/GBP 0,8665 -0,5% 0,8706 0,8705 -0,2%

USD/JPY 157,02 -0,9% 158,40 158,29 +1,0%

GBP/USD 1,3597 +0,7% 1,3503 1,3497 +0,2%

USD/CNY 6,9953 +0,0% 6,9921 6,9975 -0,5%

USD/CNH 6,9574 -0,1% 6,9656 6,9684 -0,2%

AUS/USD 0,6884 +0,6% 0,6840 0,6831 +2,5%

Bitcoin/USD 90.256,00 +1,1% 89.281,50 88.701,00 +0,8%

ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 61,10 59,36 +2,9% 1,74 +3,2%

Brent/ICE 65,88 64,06 +2,8% 1,82 +5,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 4.986,18 4.935,98 +1,0% 50,20 +14,3%

Silber 100,93 96,18 +4,9% 4,75 +34,9%

Platin 2.339,68 2.242,32 +4,3% 97,36 +27,9%

Kupfer 5,95 5,78 +3,0% 0,18 +1,5%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

===

Kontakt: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/sha

(END) Dow Jones Newswires

January 23, 2026 12:26 ET (17:26 GMT)

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