L'Oréal-Aktie fällt deutlich: Kosmetikkonzern schwächelt im Luxusgeschäft und in China etwas

Das Wachstum des französischen Kosmetikkonzerns L'Oreal ist im vierten Quartal schwächer ausgefallen als erwartet.
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Auf vergleichbarer Basis kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um sechs Prozent auf 11,25 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss in Paris mitteilte. Fachleute hatten im Schnitt mit etwa 6,5 Prozent gerechnet. Vor allem das Geschäft in China blieb schwierig und entsprechend schwächelte das Luxusgeschäft. Die L’Oréal-Aktien geben in Frankreich zeitweise 4,14 Prozent auf 375,45 Euro ab.
Die Lage in Asien bleibe schwierig, teilte L'Oréal mit. Dies spürt der Konzern insbesondere in seiner Luxussparte mit Marken wie Lancôme und Yves Saint Laurent. Die Ergebnisse in dem Segment verbesserten sich zwar in der zweiten Jahreshälfte, wurden jedoch weiterhin gebremst durch einen anhaltenden Rückgang im Reiseeinzelhandel in Asien. Der Umsatz der Sparte stieg um 4,5 Prozent und lag damit unter den Erwartungen.
Die Zahlen seien durchwachsen ausgefallen, wobei vorwiegend das Wachstum enttäuscht habe, kommentierten die Analysten von Bernstein.
Die Experten von der kanadischen Bank RBC merkten an, verfehlte Erwartungen an das Umsatzwachstum im vierten Quartal seien nicht hilfreich, wenn man die vorsichtigen Aussagen der Konkurrenz und die hohen Erwartungen vor den Zahlen berücksichtige. So hatten etwa auch Estée Lauder Companies und Coty mit ihren Ergebnissen nicht überzeugen können, ebenso wie die Parfüm- und Kosmetiksparte von Hermès.
Im Gesamtjahr stieg der Umsatz von L'Oreal um nominal 1,3 Prozent auf knapp 44,1 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 2,4 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro. Die entsprechende Marge weitete sich von 20,0 auf 20,2 Prozent aus. Unter dem Strich machten die Franzosen mit 6,13 Milliarden Euro 4,4 Prozent weniger Gewinn. Die Dividende aber soll um 20 Cent auf 7,20 Euro je Aktie steigen.
Die Analysten von Barclays führten die Enttäuschung auf die Geschäftsentwicklung in der Region nördliches Asien zurück. Auch das Luxussegment habe geschwächelt. Dagegen habe sich das US-Geschäft exzellent entwickelt.
Die Experten von Bernstein verwiesen auf das leicht enttäuschende Wachstum des französischen Konzerns im vierten Quartal. Im Vergleich zu anderen Konsumgüterherstellern habe sich L'Oreal aber recht gut geschlagen.
RBC belässt L'Oreal auf 'Outperform' - Ziel 410 Euro
Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für L'Oreal auf "Outperform" mit einem Kursziel von 410 Euro belassen. Verfehlte Erwartungen an das Umsatzwachstum im vierten Quartal seien nicht hilfreich, wenn man die vorsichtigen Aussagen der Konkurrenz und die hohen Erwartungen vor den Zahlen berücksichtige, schrieb Wassachon Udomsilpa am Donnerstag nach der Zahlenvorlage. Wichtig werde nun der Ausblick der Franzosen auf den weltweiten Kosmetikmarkt./rob/ajx/he
Veröffentlichung der Original-Studie: 12.02.2026 / 12:31 / EST Erstmalige Weitergabe der Original-Studie: 12.02.2026 / 12:31 / EST
PARIS (dpa-AFX)
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