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17.09.2018 21:09
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Nach METRO-Trennung: Schnappt sich Amazon die Supermarktkette Real?

Riese vor Markteintritt?: Nach METRO-Trennung: Schnappt sich Amazon die Supermarktkette Real? | Nachricht | finanzen.net
Riese vor Markteintritt?
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Der Handelskonzern METRO sucht nach einem Käufer für sein Sorgenkind, die Supermarktkette Real. Am Markt wird ein milliardenschwerer Bieter aus den USA als möglicher Kaufinteressent gehandelt.
Für Real sei jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Eigenständigkeit gekommen, hieß es von Seiten des deutschen Handelsriesen METRO in der vergangenen Woche. Die Real-Mutter will den Fokus künftig auf das Großhandelsgeschäft legen. Die umsatz- und margenschwache Supermarkttochter Real, die trotz langwieriger Umbauprozesse deutliche Spuren in der METRO-Bilanz hinterlassen hat, passt nicht mehr ins Geschäftskonzept.

Schlägt Amazon zu?

Dabei betonte METRO-Chef Olaf Koch, er wolle Real als Komplettpaket verkaufen. Interessenten, die nur die Immobilien der Tochter im Blick haben, nicht aber das operative Geschäft, fallen somit durchs Raster. Eine komplette Supermarktkette würde hingegen ideal ins Profil eines US-Großkonzerns passen, der in diesem Segment seit geraumer Zeit weitreichende Ambitionen hat: Das Milliarden-Dollar-Unternehmen Amazon.

Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zufolge haben Analysten den US-Handelsriesen als möglichen Käufer von Real im Visier. Bruno Monteyne, Analyst bei Bernstein, erklärt gegenüber Reuters, warum Amazon als Bieter in Frage kommen könnte: "Deutschlands E-Commerce-Bereich bei Lebensmitteln ist sehr unterentwickelt", so der Experte. Zudem sei Deutschland ein sehr wichtiges Land für Amazon. Über einen möglichen Kaufpreis dürfte man sich bei dem US-Konzern seiner Einschätzung nach ebenfalls keine Sorgen machen: "Eine Milliarde Euro ist keine Hürde" für den E-Commerce-Giganten, fügt Monteyne hinzu.

Amazon-Konkurrent auch Grund für Real-Krise

Dabei hat die starke Konkurrenz von Amazon erst dazu beigetragen, dass die Supermarktkette Real in den vergangenen Jahren trotz umfangreicher Umbaumaßnahmen nicht aus der Krise kam. Schließlich hat der US-Konzern sein Lebensmittelgeschäft in den vergangenen Jahren immer weiter ausgebaut. Real kam hingegen mit seinen Online-Bemühungen nur schleppend voran.

Konkurrenten von Real sehen sich auf dem deutschen Markt mit ähnlichen Problemen konfrontiert, was einen Komplettverkauf von Real an einen deutschen Rivalen - auch aus wettbewerbsrechtlichen Gründen - schwierig machen könnte. Zwar wird unter anderem der Schwarz-Gruppe, die mit Lidl und Kaufland bereits zwei Supermarktketten besitzt, Interesse nachgesagt, ob das Unternehmen aber einen von METRO favorisierten Komplettkauf in Erwägung zieht, zweifeln Marktbeobachter an.

Auf einen Schlag den deutschen Markt erobern

Für Amazon könnte eine derartige Akquisition hingegen durchaus Sinn ergeben, schließlich hat der US-Konzern erst kürzlich mit Whole Foods einen anderen Supermarktbetreiber übernommen und dafür satte 13,7 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt. Real wäre da ein finanziell eher kleiner Fisch für den US-Giganten, könnte Amazon aber mit einem Schlag völlig neue Möglichkeiten auf dem deutschen Markt eröffnen.

Wie die Zukunft für die rund 30.000 Beschäftigten von Real unter neuer Leitung durch Amazon aussehen würde, bleibt abzuwarten. Schließlich experimentiert Amazon in Seattle bereits im Bereich kassenlose Supermärkte. Zwar sind in dem Supermarkt mit dem Namen "Amazon Go" diverse Mitarbeiter beschäftigt, die Zahl der Angestellten dürfte aber deutlich geringer sein, als in durchschnittlichen deutschen Real-Märkten.

Bislang hat sich Amazon nicht öffentlich zu den Spekulationen geäußert. Doch auch der Kauf von Whole Foods hatte Marktbeobachter im vergangenen Jahr mehrheitlich überrascht.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Radu Bercan / Shutterstock.com, VDB Photos / Shutterstock.com

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