Eni verbucht nach Ölpreiskollaps Milliardenverlust im zweiten Quartal - Aktie gewinnt etwas hinzu

Der italienische Ölkonzern Eni muss wegen des beispiellosen Preisverfalls im Zuge der Corona-Pandemie Milliarden abschreiben und ist deswegen im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht.
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Netto verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 4,4 Milliarden Euro, wie Eni am Donnerstag in Rom mitteilte. Im Vorjahr erzielte der Konzern noch einen Gewinn von 424 Millionen Euro. Die Wertberichtigungen betrugen im abgelaufenen zweiten Quartal 2,8 Milliarden Euro. Bereinigt lag der Fehlbetrag bei 714 Millionen Euro.
Als Reaktion hat Eni ein Sparprogramm über 1,4 Milliarden Euro für 2020 lanciert. 2021 soll noch einmal die gleiche Summe eingespart werden. Der Ölmarkt habe nach dem Kollaps eine gewisse Stabilität erreicht, erläuterte Konzernchef Claudio Descalz. Aus der Pandemie herauszukommen werde schwierig, es herrsche eine große Unsicherheit. So rechnet das Management mit einer Erholung der Nachfrage erst 2021. Eni kappt zudem wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie seine Erwartungen für die Ölpreise bis 2023. Die Aktie verlor am Morgen um knapp 4 Prozent.
Für die Eni-Aktie geht es an der Börse in Mailand 0,6 Prozent auf 8,023 Euro aufwärts.
/nas/mis
ROM (dpa-AFX)
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