02.08.2016 11:23

Infineon profitiert von anhaltend gutem Automobilgeschäft - Aktie fällt klar

Umsatz gestiegen: Infineon profitiert von anhaltend gutem Automobilgeschäft - Aktie fällt klar | Nachricht | finanzen.net
Umsatz gestiegen
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Der Chiphersteller Infineon hat im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis gesteigert.
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Dabei profitierte das Unternehmen von einem anhaltend guten Automobilgeschäft sowie von Lösungen für erneuerbare Energien und Stromversorgungen. Den Jahresausblick bestätigte Infineon.

Marktteilnehmer zeigten sich in einer ersten Reaktion enttäuscht. So lag die Marge unter den Erwartungen. Zudem hatten einige Analysten darauf gesetzt, dass der Konzern die Prognose für das am 30. September endende Geschäftjahr erhöht. Die Aktie verlor daher zu Handelsbeginn 3,5 Prozent auf 14,18 Euro.

Infineon wächst trotz schwierigem Umfeld

Den Umsatz erhöhte Infineon im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent auf 1,632 Milliarden Euro. Das Segmentergebnis nahm um 4 Prozent auf 254 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge belief sich auf 15,6 Prozent, nach 15,4 Prozent im Vorjahr. Dies war weniger, als von Analysten erwartet. Infineon selbst hatte eine Marge zwischen 15 und 16 Prozent prognostiziert.

Netto verdiente Infineon mit 186 Millionen Euro deutlich mehr als im Vorjahr, als 109 Millionen Euro zu Buche standen. Das Unternehmen wächst damit trotz des derzeit rückläufigen Halbleitermarktes weiter - anders als viele Wettbewerber. Infineon-Chef Reinhard Ploss begründete dies mit der Konzentration auf wachstumsträchtige Teilmärkte. "Langfristig erwarten wir deshalb auch weiterhin ein durchschnittliches Wachstum von 8 Prozent."

Gute Geschäfte im Automobilsegment

Im größten Segment Automotiv konnte Infineon Umsatz und Segmentergebnis weiter steigern. Dabei verzeichnete das Unternehmen eine gute Nachfrage nach Radar-Lösungen für Fahrassistenzsysteme sowie Lösungen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge.

Positiv entwickelte sich zudem das Geschäft mit erneuerbaren Energien sowie in den Bereichen Wechselspannungs- und Gleichspannungswandlung.

Enttäuschend verlief hingegen das Mobifunkgeschäft. Entgegen der üblichen Saisonalität stagnierte die Nachfrage nach Komponenten für die Mobilkommunikation, erklärte Infineon. Zudem sank der Bedarf für Bezahlkarten wegen der schwächeren Marktentwicklung.

Ausblick bestätigt

Für das vierte Quartal erwartet Infineon weiteres Wachstum. So soll der Umsatz um 3 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte im Vergleich zu Vorquartal steigen. Dabei geht Infineon von einem Euro/US-Dollar-Wechselkurs von 1,10 aus. In der Mitte der Spanne wird die Segmentergebnismarge bei voraussichtlich 17 Prozent liegen. Die Umsatzprojektion wird von den Analysten von Warburg als "klar unterhalb der Erwartungen" eingestuft.

Die Jahresprognose wurde bekräftigt. Der Umsatz soll sich demnach im Vergleich zum Vorjahr um etwa 12 Prozent plus oder minus 2 Prozentpunkte erhöhen, die Segmentergebnismarge in der Mitte der Spanne bei voraussichtlich 15 bis 16 Prozent liegen. Hier hatten einige Analysten, wie etwa die von Liberum, mit einer Erhöhung geliebäugelt.

Die Analysten der DZ Bank hingegen sehen in der Bestätigung keine Überraschung. Sie halten Infineon mit der Konzentration auf Energieeffizienz, Mobilität und Sicherheit für "sehr gut aufgestellt" und bleiben zuversichtlich. Sie stellen positiv heraus, dass das Unternehmen bei den strategisch wichtigen Leistungshalbleitern Marktanteile gewinnt.

Bei den jüngst gut gelaufenen Aktien von Infineon ist erst einmal die Luft raus. Anleger nahmen am Dienstag die eher enttäuschenden Quartalszahlen zum Anlass, Kasse zu machen. Im frühen Handel fielen die Papiere des Chipkonzerns unter den Schlusslichtern im ohnehin schwachen DAX um 3,30 Prozent auf 14,21 Euro. Zwischenzeitlich hatten sie zwar gut 5,5 Prozent verloren, waren damit aber lediglich auf das Niveau von Mitte Juli abgesackt.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, Sean Gallup/Getty Images

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