Allianz-Aktie etwas stärker: Versicherer ordnet Vorstand neu - Kunzmann rückt auf

Die Allianz SE ordnet ihren Vorstand mit Wirkung zum 1. Januar 2027 neu. Im Zuge der Neubesetzung kommt es zu einer Umverteilung der Ressorts.
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Hintergrund der Umstrukturierung ist das planmäßige Ausscheiden von Klaus-Peter Röhler, der nach 30 Dienstjahren und dem Erreichen der Altersgrenze zum Jahresende 2026 in den Ruhestand tritt. Wie der Konzern am Donnerstagnachmittag mitteilte, rückt als neues Mitglied Tomas Kunzmann in den Vorstand auf, der seit Juli 2022 als CEO die Sparte Allianz Partners leitet. Kunzmann soll im Konzernvorstand die Verantwortung für die Region Asien-Pazifik inklusive Indien übernehmen. Seine Nachfolge bei Allianz Partners will die Allianz zu einem späteren Zeitpunkt benennen.
Im Zuge dieser Neubesetzung kommt es zu einer Umverteilung der Ressorts innerhalb des bestehenden Gremiums. Renate Wagner übernimmt künftig die Verantwortung für Deutschland, die Schweiz sowie Zentral- und Osteuropa, während sie weiterhin die Bereiche "People & Culture" sowie "Mergers & Acquisitions" leitet. Das globale Privatkundengeschäft in der Schaden- und Unfallversicherung (Global Property & Casualty Retail) wird künftig an Sirma Boshnakova berichten, die bereits West- und Südeuropa sowie Allianz Direct und Allianz Partners verantwortet. Zudem wurde laut Allianz das Mandat der Finanzvorständin Claire-Marie Coste-Lepoutre vorzeitig um fünf Jahre bis Ende 2031 verlängert.
Allianz-Chef verdient im Rekordjahr deutlich mehr
Allianz-Chef Oliver Bäte hat angesichts des operativen Rekordgewinns des Versicherers 2025 einen ordentlichen Gehaltszuwachs bekommen. Die Gesamtvergütung einschließlich Pensionsaufwand wuchs im Vergleich zu 2024 um fast 1,4 Millionen auf 11,6 Millionen Euro, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht. Damit verdiente der Manager fast doppelt so viel wie die Nummern zwei und drei der Topverdiener: Kapitalanlage-Vorstand Günther Thallinger und Asien-Chefin Renate Wagner kamen alles in allem jeweils auf rund 6,2 Millionen Euro.
In den Beträgen sind neben festen Grundgehältern und variablen Jahresboni auch langfristige Vergütungen enthalten.
Im vergangenen Jahr hatten geringere Katastrophenschäden der Allianz einen Rekordgewinn im Tagesgeschäft beschert. Das operative Ergebnis stieg um gut acht Prozent auf knapp 17,4 Milliarden Euro, wie der Konzern bereits im Februar mitgeteilt hatte. Unter dem Strich entfiel auf die Anteilseigner ein Gewinn von fast 10,8 Milliarden Euro, etwa achteinhalb Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll daher um elf Prozent auf 17,10 Euro je Aktie steigen. Außerdem will die Allianz bis zu 2,5 Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen.
Die Allianz-Aktie notierte im XETRA-Handel letztlich 1,03 Prozent höher bei 354,10 Euro.
DOW JONES / dpa-AFX
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