Weniger als erhofft

Slack enttäuscht mit Umsatzausblick - Slack-Aktie bricht ein

05.09.19 22:00 Uhr

Slack enttäuscht mit Umsatzausblick - Slack-Aktie bricht ein | finanzen.net

Wer anfangs viel Geld einnimmt, muss letztlich auch viel Geld liefern.

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Bei großen Hoffnungsträgern mit Milliardenbewertung, wie dem Software-Unternehmen Slack, führen so selbst kleine Enttäuschungen zu großen Verwerfungen an der Börse. Slack hatte seine Umsatzziele nicht ganz so stark hochgeschraubt, wie am Markt erhofft.

Für das Geschäftsjahr 2020 geht das Unternehmen nun von einem Umsatz zwischen 603 und 610 Millionen US-Dollar aus. Zuvor hatte es 590 bis 600 Millionen angepeilt. Die Analysteschätzungen beliefen sich im Schnitt auf zuletzt gut 611 Millionen Dollar.

Das Wachstum großer, zahlungskräftiger Kunden konnte Slack im zweiten Quartal mit 75 Prozent nicht mehr ganz so stark ankurbeln wie im Vorjahr. Damals ging es bei jenen Kunden, die regelmäßig mehr als 100 000 Dollar Umsatz pro Jahr einbringen, noch um 97 Prozent nach oben.

Der Erlös legte im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Juli im Vorjahresvergleich dennoch um 58 Prozent auf 145 Millionen Dollar zu. Dies war deutlich mehr als Beobachter auf dem Schirm hatten. Der Verlust je Aktie von 14 Cent fiel somit auch spürbar niedriger aus als gedacht. Für das gesamte Geschäftsjahr prognostiziert Slack einen Verlust von maximal 42 Cent je Aktie.

IPO-Gewinne bei Slack verpuffen - Gewöhnungsprozess läuft

Jüngste Kursgewinne bei Slack sind am Donnerstag zumindest zeitweise abgebröckelt. Anleger, die am Vortag noch ermutigt zugriffen, wurden am Donnerstag auf dem falschen Fuße erwischt. Die Aktien der Bürochat-App brachen bis auf 26 US-Dollar ein, womit sie ihre Kursgewinne in der kurzen Börsenkarriere zwischenzeitlich vollständig ausgelöscht hatten.

Am Mittwoch waren die Papiere noch hoffnungsvoll um 8 Prozent gestiegen, nun aber ging es nach den Zweitquartalszahlen im Frühhandel steil um bis zu 16 Prozent bergab. Als Grund dafür galt, dass Slack seine Umsatzziele nicht ganz so stark hochschraubte wie am Markt erhofft. Bei 26 Dollar konnte sie sich dann aber stabilisieren und es setzte eine Erholungsbewegung ein. Zu Börsenschluss wurde sie noch 3,41 Prozent tiefer bei 30,01 Dollar gehandelt.

Erst im Juni war der für sein gleichnamiges Kommunikationstool bekannte Konzern an die Börse gegangen. Bei der Direktplatzierung war der Referenzkurs auf dem heutigen Tief von 26 Dollar festgesetzt worden. Wer nach der Erstnotiz beherzt von anfangs deutlichen Kursgewinnen zugriff, für den wird die Aktie immer mehr zu einem Unglück. Am ersten Handelstag waren sie um mehr als die Hälfte bis auf 42 Dollar nach oben geschossen, dann aber ging es steil bergab.

Für Analyst Raimo Lenschow von der Barclays Bank sind die Ausschläge in den vergangenen Wochen aber kein Grund zur Beunruhigung. Er glaubt an einen laufenden Prozess, bei dem sich "Slack und die Investoren immer noch aneinander gewöhnen müssen", so der Experte. Auf bereinigter Basis sei das zweite Quartal für Slack gesund verlaufen. Er hält es für denkbar, dass das Management beim Ausblick nur konservative Töne angestimmt hat.

Lenschow glaubt, dass das Unternehmen mit seinen Lösungen erst am Anfang einer Phase der Durchdringung im gewerblichen Bereich steht und hält an seiner optimistischen Haltung für die Aktie fest. Diese stuft der Experte unverändert mit "Overweight" ein und nannte ein leicht gekürztes Kursziel von 44 US-Dollar, das 2 Dollar über dem bisherigen Rekordkurs liegt.

SAN FRANCISCO (dpa-AFX)

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