Zahlen vorgelegt

JENOPTIK-Aktie holt Verluste auf: Nach Umsatz- und Margenrückang wieder Wachstum angestrebt

13.02.26 16:57 Uhr

JENOPTIK-Aktie holt Verluste auf: Schwäche in Halbleiter und Auto belastet Geschäft 2025 | finanzen.net

Der Technologiekonzern JENOPTIK will nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im vergangenen Jahr 2026 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.

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Der Umsatz soll steigen und die Marge für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sich wieder verbessern, teilte das Unternehmen am Freitag nach der Vorlage vorläufiger Jahreszahlen in Jena mit. Für die wichtige Halbleiteranlagenindustrie erwartet JENOPTIK dabei eine grundsätzlich positive Entwicklung - unter anderem wegen der angekündigten massiven Investitionen in Rechenzentren.

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JENOPTIK habe schwache Zahlen für das Schlussquartal veröffentlicht, aber einen positiven Ausblick gegeben, notierte Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies. Paul Skirta vom Bankhaus Metzler zufolge ist für 2026 eine Erholung in Sicht. Er schraubte seine Umsatz- und Ergebnisprognosen (Ebit) für das laufende Jahr nach oben und hob sein Kursziel an.

Im vergangenen Jahr hatte der Konzern eine schwächere Nachfrage aus der Chip- sowie der Automobilindustrie zu spüren bekommen. Dabei stabilisierte sich das Halbleiteranlagengeschäft in der zweiten Jahreshälfte, wie JENOPTIK berichtete. Insgesamt gingen die Auftragseingänge 2025 um etwa drei Prozent auf nahe eine Milliarde Euro zurück. Der Umsatz sank vorläufigen Berechnungen zufolge um circa sechs Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) nahm um etwa 13 Prozent auf 192 Millionen Euro ab, die entsprechende Marge verschlechterte sich um 1,5 Prozentpunkte auf rund 18,4 Prozent. Die Zahlen fielen leicht schwächer aus als erwartet.

"JENOPTIK hat sich in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld im Jahr 2025 gut behauptet", bilanzierte der Vorstandsvorsitzende Stefan Traeger. Trotz eines rückläufigen Umsatzes habe das Unternehmen seine Profitabilität aufgrund ergriffener Kostensenkungsmaßnahmen auf gutem Niveau halten können und die Nettoverschuldung weiter deutlich reduziert.

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Einen ausführlichen Ausblick sowie Details zu den Zahlen will JENOPTIK am 25. März vorlegen.

JENOPTIK gehört mit weltweit knapp 4.500 Mitarbeitern zu den wenigen börsennotierten Technologieunternehmen in Ostdeutschland. Kerngeschäft sind optische Systeme, Laser und Messtechnik für industrielle Anwendungen sowie Laser und Ausrüstungen für die Verkehrsüberwachung.

So bewegt sich die JENOPTIK-Aktie

Die jüngste Kursrally von JENOPTIK hat am Freitag nur vorübergehend einen Dämpfer erhalten. Nachdem die Anleger des Technologiekonzerns zunächst verschreckt auf überwiegend schwache Geschäftszahlen reagiert hatten, konzentrierten sich die Anleger schnell auf den positiven Ausblick und griffen auf niedrigerem Kursniveau wieder zu. Gegen Mittag drehten die Anteilscheine in die Gewinnzone.

Am Nachmittag stand bei den Papieren von JENOPTIK via XETRA ein Plus von 2,4 Prozent auf 27,68 Euro zu Buche, während der Nebenwerteindex SDAX um 0,6 Prozent stieg. Zu Handelsbeginn waren die JENOPTIK-Anteilscheine noch um fast 11 Prozent auf den tiefsten Stand seit Ende Januar abgesackt.

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JENOPTIK will nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang im vergangenen Jahr 2026 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren. Der Umsatz soll steigen und die Marge für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sich wieder verbessern. Für die wichtige Halbleiteranlagenindustrie erwartet der Technologiekonzern dabei eine grundsätzlich positive Entwicklung - unter anderem wegen der angekündigten massiven Investitionen in Rechenzentren.

Für das laufende Jahr sei eine Erholung in Sicht, schrieb Fachmann Pal Skirta vom Bankhaus Metzler. Der Experte Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies sprach von einem positiven Ausblick. Zudem hob der Fachmann hervor, dass sich die Nachfrage im Bereich Halbleiter-Equipment im zweiten Halbjahr 2025 stabilisiert habe. Im vierten Quartal aber hätten die Jenaer insgesamt schwach abgeschnitten.

Analysten konstatierten mit Blick auf das letzte Jahresviertel insbesondere einen enttäuschenden Auftragseingang. Das wiege schwer, da die Aktien von JENOPTIK zuletzt deutlich von dem sehr starken, KI-getragenen Auftragseingang des Chipausrüsters ASML profitiert hätten.

Erst am Donnerstag hatten die Anteilscheine von JENOPTIK mit 27,90 Euro einen Höchststand seit Oktober 2024 erreicht. Seit Jahresbeginn gerechnet steht nunmehr ein Gewinn von gut 41 Prozent zu Buche. Damit haben sie in dieser Betrachtung die Nase im SDAX vorn.

Aus charttechnischer Sicht erscheint die jüngste Kursrally der JENOPTIK-Papiere gut unterstützt. So waren die Aktien nur kurz unter die 21-Tage-Durchschnittslinie gerutscht, die den kurzfristigen Trend beschreibt. Auch die mittel- und insbesondere die langfristigen Aussichten sind noch gut.

dpa-AFX

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Bildquellen: JENOPTIK, TOBIAS SCHWARZ/AFP/Getty Images

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DatumRatingAnalyst
13:21JENOPTIK BuyDeutsche Bank AG
13:11JENOPTIK NeutralUBS AG
25.03.2026JENOPTIK NeutralUBS AG
25.03.2026JENOPTIK BuyDeutsche Bank AG
25.03.2026JENOPTIK BuyJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
13:21JENOPTIK BuyDeutsche Bank AG
25.03.2026JENOPTIK BuyDeutsche Bank AG
25.03.2026JENOPTIK BuyJefferies & Company Inc.
18.02.2026JENOPTIK BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
16.02.2026JENOPTIK BuyDeutsche Bank AG
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13:11JENOPTIK NeutralUBS AG
25.03.2026JENOPTIK NeutralUBS AG
20.02.2026JENOPTIK HaltenDZ BANK
18.02.2026JENOPTIK NeutralUBS AG
13.02.2026JENOPTIK NeutralUBS AG
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09.08.2019JENOPTIK VerkaufenIndependent Research GmbH
13.05.2019JENOPTIK VerkaufenIndependent Research GmbH
22.03.2019JENOPTIK VerkaufenIndependent Research GmbH
14.02.2019JENOPTIK VerkaufenIndependent Research GmbH
10.08.2018JENOPTIK VerkaufenIndependent Research GmbH

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