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05.08.2019 14:48
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HSBC-Aktie im Minus: CEO John Flint tritt nach 18 Monaten im Amt zurück

Zurückhaltender CEO: HSBC-Aktie im Minus: CEO John Flint tritt nach 18 Monaten im Amt zurück | Nachricht | finanzen.net
Zurückhaltender CEO
Die britische Bank HSBC muss sich einen neuen CEO suchen: John Flint ist nach nur 18 Monaten an Konzernspitze zurückgetreten, wie die HSBC Holdings plc in der Nacht zum Montag überraschend mitteilte.
Der Chef der Commercial-Banking-Sparte, Noel Quinn, werde die Verantwortlichkeiten von Flint vorübergehend übernehmen, während die Suche nach einem Nachfolger läuft.

Flint war bei seinem Amtsantritt der Spitzenkandidat des Aufsichtsrates und seine Bestellung zum CEO galt wegen seiner jahrzehntelangen Karriere bei der Bank als sichere Wahl. Flint hat während seiner Amtszeit nur wenige Änderungen an der Strategie der Bank vorgenommen.

Doch nicht alle kamen mit seiner zurückhaltenden Art zurecht, sagten einige Personen innerhalb der Bank. Der Aufsichtsrat habe entschieden, dass Flint gehen müsse, damit die HSBC mit den globalen Entwicklungen Schritt halten könne.

"Wir haben eine Entscheidung im gegenseitigen Einvernehmen getroffen", teilte Aufsichtsratschef Mark Tucker mit. "In einem zunehmend komplexen und herausfordernden globalen Umfeld hält der Vorstand eine Veränderung für notwendig, um die sich bietenden Chancen optimal zu nutzen."

Flint trete mit sofortiger Wirkung zurück, stehe aber zur Verfügung, um der Bank beim Führungswechsel zu unterstütze.

HSBC hat im vergangenen Jahr mehrere Top-Banker ersetzt, um die Performance von wichtigen Geschäftsbereichen verbessern.

Die Bank legte zudem Zahlen für das zweite Quartal vor. Der Nettogewinn stieg dank höherer Einnahmen in den drei Monaten auf 4,37 Milliarden US-Dollar, von 4,1 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Die Eigenkapitalquote Tier 1, ein Maß für die Kapitalstärke, stieg per Ende Juni auf 14,3 Prozent, ein Plus um 0,3 Prozentpunkte gegenüber dem Jahresende 2018.

Zudem kündigte HSBC dem Rückkauf von Aktien für bis zu 1 Milliarde Dollar an.

HSBC streicht nach CEO-Abgang tausende Stellen

Bei der HSBC Holdings plc werden tausende hochrangige Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Nach der überraschenden Ablösung von CEO John Flint will die Bank zudem die Investitionen kürzen.

Bis zu 2 Prozent der 237.685 Mitarbeiter könnten ihren Arbeitsplatz verlieren, sagte ein Manager. Bei Vorlage der Ergebnisse für das zweite Quartal stimmte die Bank auch auf sich verschlechternde Aussichten für die Weltwirtschaft ein.

Finanzvorstand Ewen Stevenson sagte in einem Interview, dass der Stellenabbau, der auf leitende Positionen abzielt, die Personalkosten um bis zu 4 Prozent reduziere. Der Abbau solle über Entlassungen und natürliche Fluktuation geschehen.

Die Abfindungskosten in diesem Jahr schätzt die Bank auf 650 bis 700 Millionen US-Dollar. In einer ähnlichen Größenordnung lägen künftig die jährlichen Einsparungen.

HSBC hatten am späten Sonntag mitgeteilt, dass Flint zugestimmt habe, das Amt des CEO nach nur 18 Monaten aufzugeben. Damit beendete der 51-Jährige seine 30 Jahre währende Karriere bei der Bank. Chairman Mark Tucker sagte, der Weggang von Flint signalisiere keinen Strategiewechsel. Vielmehr sei das Board der Ansicht, dass ein Führungswechsel erforderlich sei, um auf "ein zunehmend komplexeres und anspruchsvolles globales Umfeld" zu reagieren.

Die Bank werde sich weiterhin auf den Ausbau ihres Geschäfts in China konzentrieren, eine Priorität unter Flint und seinem Vorgänger Stuart Gulliver. Die auf Asien ausgerichtete HSBC, bereits Chinas größte Auslandsbank, strebt seit langem weiteres Wachstum im Privat- und Unternehmenskundengeschäft des Landes an. Ihre Beziehung zu China wurde jedoch im vergangenen Jahr auf eine Probe gestellt, als US-Staatsanwälte sich auf interne Bankunterlagen stützten, um einen Betrugsfall gegen eine Führungskraft des chinesischen Telekommunikationsunternehmens Huawei aufzubauen. Der Manager leugnete jegliches Fehlverhalten.

Laut Stevenson wird die Verlangsamung des Welthandels "Auswirkungen auf das Geschäft haben". Zudem sei das Vertrauen der Verbraucher und Unternehmen in Großbritannien wegen des bevorstehenden Ausstiegs des Landes aus der Europäischen Union angeschlagen.

Wegen der widrigen Geschäftsbedingungen, einschließlich Zinssenkungen in den USA, gab die Bank ihr Ziel auf, im nächsten Jahr eine Rendite von 6 Prozent auf das materielle Eigenkapital im US-Geschäft zu erzielen.

HSBC verzeichnete im zweiten Quartal bei höheren Einnahmen einen Nettogewinn von 4,37 Milliarden Dollar, gegenüber 4,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.

Am frühen Mittag verliert die HSBC-Aktie in London 2,3 Prozent auf 6,33 Pfund. Nachmittags steht weiterhin ein Verlust von 2,03 Prozent an der Kurstafel.

LONDON (Dow Jones)

Bildquellen: Tupungato / Shutterstock.com, JuliusKielaitis / Shutterstock.com

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