finanzen.net
22.10.2013 08:46

Banken müssen intensiv nach Hinweisen für Devisenmanipulation suchen

Folgen
Der Druck auf die Banken zur Aufarbeitung möglicher Währungsmanipulationen steigt.
Werbung
Großbanken wie die Deutsche Bank und die Citigroup wurden nun von der US-Finanzmarktaufsicht CFTC aufgefordert, ihre sämtlichen Daten und Aufzeichnungen nach Hinweisen auf Manipulationen am Devisenmarkt zu durchforsten und diese der Aufsichtsbehörde auszuhändigen, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten.
Werbung
Jetzt Devisen mit bis zu Hebel 30 handeln
Handeln Sie mit Devisen mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Mit nur 100,00 € können Sie von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital profitieren!
76,4% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

   Eine der informierten Personen sagte, die Deutsche Bank nehme gegenwärtig Millionen von Dollar in die Hand, um die E-Mails und Chat-Aktivitäten ihrer Devisenhändler nach bestimmten Schlagwörtern und anderen Hinweisen zu durchkämmen. Bislang hätten jedoch weder die Deutsche Bank noch die Citigroup derartiges Material an die CFTC übergeben. Die Aufsichtsbehörde selber wollte sich dazu nicht äußern.

   Neben der Commodity Futures Trading Commission gehen noch weitere Aufsichtsbehörden rund um den Globus dem Verdacht auf Währungsmanipulationen nach. Eine Reihe von Großbanken sind von den Untersuchungen betroffen.

   Das Wall Street Journal hatte bereits berichtet, dass JPMorgan und die Royal Bank of Scotland mit der britischen Finanzdienstleistungsaufsicht Financial Conduct Authority (FCA) zusammenarbeiten und interne Untersuchungen durchführen. Nach Auskunft einer informierten Person soll die Royal Bank of Scotland in diesem Zusammenhang bereits entsprechendes Material an die FCA übergeben haben.

   Ein zentraler Bestandteil der Untersuchungen ist laut informierten Personen das sogenannte Devisen-Fixing - tägliche Momentaufnahmen des Handels, die unter anderem von Disponenten dazu genutzt werden, um ihre Bestände zu bewerten. Das am häufigsten genutzte Fixing ist das um 16.00 Uhr Londoner Zeit. Die "Fixes" werden aus den Kursbewegungen in einem kurzen Zeitraum berechnet.

   Die Untersuchungen in London, einer der Drehscheiben des weltweiten Devisenhandels, konzentrieren sich teilweise auf einen elektronischen Chatroom, in dem eine Gruppe von Devisenhändlern unter verschiedenen Spitznamen wie "The Club", "The Bandits' Club", "The Dream Team und "The Cartel" operiert haben soll.

   Die schweizerische Finanzaufsicht hatte ebenfalls einer Untersuchung der Banken in die Wege geleitet. In einem Zeitungsinterview hatte Urs Rohner, Chef der Schweizer Großbank Credit Suisse, Anfang des Monats bereits erklärt, in seinem Haus bislang keine Hinweise auf mögliches Fehlverhalten von Händlern gefunden zu haben.

   Laut Insidern soll auch das FBI in den USA ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren eingeleitet haben, um mögliche Manipulationen der internationalen Devisenmärkte zu untersuchen. Die Untersuchungen an den Devisenmärkten wurden durch einen Skandal um Zinsmanipulationen an der Wall Street und der City of London ausgelöst.

   Nach Einschätzung einer mit den internen Nachforschungen bei der Citigroup vertrauten Person werden die Untersuchungen auf die Frage hinauslaufen, ab welchem Punkt aus einem normalen Informationsaustausch unter Händlern unangemessenes Verhalten wird.

   Führende Banker einiger großer Geldhäuser schlossen nicht aus, dass es Devisenhändler ihren Job kosten könnte, Kurse in Absprache mit anderen Händlern zu Lasten von Kunden absichtlich nach oben getrieben zu haben.

   Mitarbeit: Jamila Trindle

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/brb/jhe Dow Jones Newswires Von Katie Martin und Chiara Albanese

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
    5
  • Alle
    8
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Bank AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
04.08.2020Deutsche Bank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
30.07.2020Deutsche Bank VerkaufenIndependent Research GmbH
30.07.2020Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
30.07.2020Deutsche Bank NeutralUBS AG
30.07.2020Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
08.04.2020Deutsche Bank kaufenDZ BANK
28.06.2019Deutsche Bank kaufenDZ BANK
24.10.2018Deutsche Bank buyequinet AG
30.08.2018Deutsche Bank buyequinet AG
24.05.2018Deutsche Bank kaufenDZ BANK
30.07.2020Deutsche Bank NeutralUBS AG
29.07.2020Deutsche Bank HaltenDZ BANK
29.07.2020Deutsche Bank HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
29.07.2020Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
29.07.2020Deutsche Bank NeutralJP Morgan Chase & Co.
04.08.2020Deutsche Bank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
30.07.2020Deutsche Bank VerkaufenIndependent Research GmbH
30.07.2020Deutsche Bank UnderperformCredit Suisse Group
30.07.2020Deutsche Bank UnderweightBarclays Capital
29.07.2020Deutsche Bank UnderperformRBC Capital Markets

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,17750,0035
0,30
Japanischer Yen125,36001,0000
0,80
Pfundkurs0,89910,0010
0,11
Schweizer Franken1,07780,0030
0,28
Russischer Rubel85,8480-0,4885
-0,57
Bitcoin9684,9404-435,7598
-4,31
Chinesischer Yuan8,17790,0043
0,05

Heute im Fokus

DAX schließt knapp unter 13.000-Punkten -- ZEW-Index unerwartet gestiegen -- BioNTech: Impfstoffzulassung im Oktober -- Zalando verdoppelt Gewinn -- Uniper, HelloFresh, Aurubis im Fokus

RHÖN-KLINIKUM benennt nach Übernahmekampf Vorstände. NIO meldet vorläufige Zahlen. United Internet und 1&1 Drillisch rechnen 2020 mit leichtem Wachstum. OHB-Geschäft schrumpft. DEUTZ spürt Corona-Krise und macht noch mehr Verlust. alstria office mit roten Zahlen - Dividendenzahlung geplant. Russland lässt als weltweit erstes Land Corona-Impfstoff zu. Corestate Capital macht deutlich weniger Umsatz.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Umfrage

Haben Sie Verständnis für die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
NEL ASAA0B733
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
Deutsche Bank AG514000
NikolaA2P4A9
TUITUAG00
BayerBAY001
Plug Power Inc.A1JA81
Ballard Power Inc.A0RENB
Wirecard AG747206
Lufthansa AG823212
TeslaA1CX3T
Amazon906866
Airbus SE (ex EADS)938914