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21.11.2018 18:00
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Wie Saudi-Arabien den Ölpreis in die Höhe treiben will

Konfrontation mit Trump: Wie Saudi-Arabien den Ölpreis in die Höhe treiben will | Nachricht | finanzen.net
Konfrontation mit Trump
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Saudi-Arabien hat Maßnahmen ergriffen, die voraussichtlich zu steigenden Ölpreisen führen werden und stellt sich damit klar gegen die Forderungen von US-Präsident Trump.
Der weltgrößte Ölexporteur, Saudi-Arabien, hat seine Öllieferungen in die USA in diesem Monat anscheinend erneut reduziert. Wie der US-Sender "CNBC" unter Berufung auf eine Analyse von ClipperData berichtet, begann dieser Trend bereits im September.
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Im Detail zeigen die Daten, dass im November nur noch rund 600.000 Barrel pro Tag verschifft wurden. Dabei waren es im Juli und August noch jeweils mehr als eine Million. Die saudischen Ölexporte in die USA könnten damit schon bald auf ein Rekordtief fallen, erklärte das Unternehmen, das darauf spezialisiert ist, die Verschiffung von Öl zu analysieren.

Öllagerdaten beeinflussen Ölpreis

Diese Maßnahme scheint dazu gedacht, die Ölvorräte der USA - die von den Marktteilnehmern genau beobachtet werden - zu reduzieren. In der Vergangenheit konnte mit dieser Taktik der Ölpreis nach oben getrieben werden.

Laut Matt Smith, Head of Commodities Research bei ClipperData, sei der Ölmarkt aufgrund der wöchentlich veröffentlichten US-Öllagerdaten und des Öltanker-Trackings sehr transparent. Saudi-Arabien habe gelernt, sich dies zu Nutze zu machen, um den Ölpreis zu beeinflussen.

Auf Konfrontationskurs mit Trump

US-Präsident Donald Trump hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er sich niedrige Energiekosten für die Amerikaner wünscht. Deshalb hat er die OPEC wiederholt aufgefordert, die Fördermenge nicht zu drosseln.

Dass Saudi-Arabien nun ihre Lieferungen an die USA reduziert, ist nach Ansicht von Smith jedoch nicht dazu gedacht Trump zu verärgern, sondern sei lediglich dem jüngst deutlichen Ölpreisrückgang geschuldet. So hätten die Sanktionsdrohungen Trumps gegen den Iran andere Ölproduzenten dazu veranlasst, ihre Förderung zu steigern, um die Ausfälle des Iran aufzufangen. Doch dann habe Trump bei den Sanktionen mehrere Ausnahmen zugelassen, was dazu führte, dass der Ölpreis um 25 Prozent einbrach.

Öl-Produktion soll zurückgefahren werden

Doch mit dieser Entwicklung ist Saudi-Arabien wohl unzufrieden und will, dass der Ölpreis wieder etwas anzieht. Dazu passt auch, dass der saudische Energieminister Khalid al-Falih jüngst eine Drosselung der Ölförderung durch das OPEC-Kartell und andere Öl-Staaten in Aussicht gestellt hat.

Laut Khalid al-Falih sollen die Ölexporte des Königreichs im Dezember 2018 um 500.000 Barrel pro Tag (bpd) reduziert werden. Außerdem sagte er, die OPEC und ihre Partner könnten ihre Ölfördermenge im nächsten Jahr um eine Million bpd drosseln.

Zwar hat Trump diesen Plan in einem Tweet kritisiert, doch nach dem jüngsten Ölpreisverfall könnte sich Saudi-Arabien dem Druck diesmal womöglich nicht beugen. Das sieht auch Matt Smith so: Eine Fördermengendrosselung kombiniert mit geringeren Exporte in die USA verspreche immerhin den "biggest bang for the buck", so der Analyst.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: PhotoStock10 / Shutterstock.com, Sukpaiboonwat / Shutterstock.com, MilaCroft / Shutterstock.com, 3Dsculptor / Shutterstock.com

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