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27.02.2020 19:04

Darum gehen die Ölpreise weiter auf Talfahrt

Verkaufsdruck: Darum gehen die Ölpreise weiter auf Talfahrt | Nachricht | finanzen.net
Verkaufsdruck
Die Ölpreise haben am Donnerstag zusammen mit den Aktienkursen deutlich nachgegeben.
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Zeitweise betrugen die Abschläge bei den Ölpreisen fast drei US-Dollar. Bis zum Abend beruhigte sich die Lage wieder etwas. Die Abschläge fielen mit mehr als einem Dollar aber immer noch deutlich aus.
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Nordseeöl kostete im Tief 50,97 US-Dollar und damit so wenig wie letztmalig Ende 2018. Amerikanisches Leichtöl fiel mit 45,88 auf den tiefsten Stand seit Anfang 2019. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Marke Brent 52,26 Dollar. Das waren 1,17 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel US-Öl der Sorte WTI fiel um 1,56 Dollar auf 47,18 Dollar.

Die Ausbreitung des Coronavirus und der befürchtete Konjunkturschaden sorgt für starke Verunsicherung an den Finanzmärkten. "Wenn das Coronavirus Teile des öffentlichen Lebens und der Produktion lahmlegt, bedeutet das einen deutlich geringeren Bedarf an Diesel für den Transport und die Produktion sowie an Kerosin für den Flugverkehr", kommentierte Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Die Raffinerien dürften auf diese Entwicklungen mit erheblichen Kürzungen bei der Verarbeitung reagieren.

Die befürchteten Nachfrageeinbrüche setzen die Anbieter von Erdöl immer stärker unter Zugzwang. In der kommenden Woche treffen sich die Mitgliedstaaten des Ölkartells OPEC mit anderen großen Förderländern wie Russland. Es soll die Förderpolitik des Zusammenschlusses OPEC+ beraten werden. Dessen Produktion ist bereits gedeckelt. Fachleute sehen eine weitere Kürzung zwecks Preisstabilisierung als unumgänglich an.

/bgf/jha/

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: ssuaphotos / Shutterstock.com, 3Dsculptor / Shutterstock.com

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