finanzen.net
13.11.2019 13:44
Bewerten
(0)

Bilfinger-Aktie im Sinkflug: Bilfinger schreibt wieder schwarze Zahlen

Auch Umsatz steigt: Bilfinger-Aktie im Sinkflug: Bilfinger schreibt wieder schwarze Zahlen | Nachricht | finanzen.net
Auch Umsatz steigt
Der Industriedienstleister Bilfinger hat im dritten Quartal erneut von einer besseren Nachfrage aus den Branchen Öl, Gas und Chemie profitiert.
Der Umsatz legte im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 1,1 Milliarden Euro zu, wie die im SDAX notierte Gesellschaft am Mittwoch in Mannheim mitteilte. Aus eigener Kraft legten die Erlöse sogar um sieben Prozent zu. Der Auftragseingang lag jedoch mit fast einer Milliarde Euro zehn Prozent unter dem Vorjahreswert. Außerdem schob das Unternehmen seine Renditeziele nach hinten.

Seine Jahresziele 2019 bestätigte Bilfinger SE. 2020 will das Unternehmen bei stabilen organischen Umsätzen beim operativen Ergebnis (bereinigtes Ebita) deutlich zulegen. Dazu sollen auch Kosteneinsparungen beitragen.

Im dritten Quartal konnte das Unternehmen das operative Ergebnis trotz der schwächeren Entwicklung im Geschäftsbereich Technologies, in dem unter anderem kleinere Anlagen entwickelt werden, um mehr als die Hälfte auf 34 Millionen Euro steigern. Zum Zuwachs trugen vor allem Kosteneinsparungen bei. Unter dem Strich wies Bilfinger einen Gewinn von sechs Millionen Euro aus, nach einem Verlust von einer Million Euro ein Jahr zuvor.

Im laufenden Jahr will Bilfinger den Umsatz aus eigener Kraft weiter im mittleren einstelligen Prozentbereich erhöhen und den um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) auf mehr als 100 Millionen Euro steigern. 2018 hatte Bilfinger knapp 4,2 Milliarden Euro Umsatz und ein bereinigtes Ebita von 65 Millionen Euro erreicht.

"Unser drittes Quartal belegt, dass wir bei der Umsetzung unserer

Strategie kontinuierlich vorankommen", sagte Unternehmenschef Tom Blades. Das Unternehmen lege den Fokus nicht auf die Aufträge, sondern "auf die richtigen Aufträge". Der seit Mitte 2016 an der Bilfinger-Spitze stehende Brite hatte nach dem Verkauf des Tafelsilbers, den Immobiliendienstleistungen, einen tiefgreifenden Umbau eingeläutet. Seitdem konzentriert sich der Konzern auf zwei Geschäftsbereiche und trennte sich von verlustbringenden Geschäften. Um wieder profitabler zu werden, setzt Blades auch auf Einsparungen.

"Wir wollen nach oben hin schlanker werden", sagte er. Deshalb würden 40 Prozent der derzeit 280 Stellen in der Zentrale abgebaut. Insgesamt sollen 200 Arbeitsplätze mit Hilfe eines Sozialplanes wegfallen. Zudem will das Unternehmen seine Organisation straffen und weitere Unternehmen verkaufen, die nicht profitabel genug sind. Darunter fielen Firmen, die auch auf längerer Sicht keine Ebita-Marge von fünf Prozent erreichen können, erläuterte Blades.

Mit diesen Maßnahmen will das Unternehmen bis 2021 die jährlichen Vertriebs- und Verwaltungskosten auf unter 300 Millionen Euro senken. Auch die Verkleinerung des Vorstands von derzeit vier auf drei Mitglieder soll dazu beitragen. Bereits im kommenden Jahr sollen diese Kosten um mehr als 30 Millionen Euro zurückgehen. Allerdings kostet die Umsetzung der Maßnahmen erst einmal - das Unternehmen rechnet mit Rückstellungen von rund 40 Millionen Euro im laufenden und kommenden Jahr.

So reagiert die Bilfinger-Aktie

Die Aktie gab am Mittag im XETRA-Handel um 5,86 Prozent auf 29,56 Euro nach und gehörte damit zu den schwächsten Werten im Nebenwerte-Index SDAX. Allerdings hat sich das Papier seit ihrem Jahrestief bei 20,70 Euro Mitte August wieder um mehr als 40 Prozent verteuert. Das dritte Quartal des Industriedienstleisters habe den Erwartungen entsprochen, sagte ein Marktteilnehmer. Möglicherweise missfalle aber einigen Anlegern, dass das Unternehmen das Margenziel von fünf Prozent erst ab Ende 2020 erreichen werde und damit fast ein Jahr später als ursprünglich geplant. UBS-Analyst Gregor Kuglitsch hatte hingegen mit der Verschiebung des Margenziels gerechnet.

/mne/men/nas

MANNHEIM (dpa-AFX)

Bildquellen: Bilfinger SE

Nachrichten zu Bilfinger SE

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Bilfinger SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
18.11.2019Bilfinger SE HaltenIndependent Research GmbH
14.11.2019Bilfinger SE kaufenDZ BANK
13.11.2019Bilfinger SE NeutralUBS AG
28.10.2019Bilfinger SE buyHSBC
19.08.2019Bilfinger SE HaltenIndependent Research GmbH
14.11.2019Bilfinger SE kaufenDZ BANK
28.10.2019Bilfinger SE buyHSBC
16.08.2019Bilfinger SE kaufenDZ BANK
18.07.2019Bilfinger SE buyHSBC
16.05.2019Bilfinger SE kaufenDZ BANK
18.11.2019Bilfinger SE HaltenIndependent Research GmbH
13.11.2019Bilfinger SE NeutralUBS AG
19.08.2019Bilfinger SE HaltenIndependent Research GmbH
14.08.2019Bilfinger SE NeutralUBS AG
09.05.2019Bilfinger SE HaltenIndependent Research GmbH
14.08.2018Bilfinger SE SellUBS AG
06.06.2018Bilfinger SE SellUBS AG
15.05.2018Bilfinger SE SellUBS AG
03.05.2018Bilfinger SE SellUBS AG
16.11.2017Bilfinger SE SellS&P Capital IQ

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Bilfinger SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht höher ins Wochenende -- US-Börsen im Plus -- OPEC+ einigt sich auf weitere Förderkürzung -- OSRAM-Übernahme: ams erreicht Mindestannahmeschwelle -- Commerzbank, Aramco, Swiss Re im Fokus

Fondsskandal könnte für Goldman Sachs glimpflich ausgehen. USA: Arbeitslosenquote sinkt überraschend. thyssenkrupp macht Elevator-Belegschaft vor Verkauf Zugeständnisse. BMW verkauft im November dank China und USA mehr Premiumautos. Uber: Fast 6.000 sexuelle Übergriffe während Fahrten in den USA.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Die Änderungen unter den Top-Positionen
Hohe Ausgaben
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2019
Das Schwarzbuch 2019
Wo 2019 sinnlos Steuern verbrannt wurden
Die wertvollsten Marken der Welt 2019
Diese Unternehmen sind vorne mit dabei
Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier arbeiten die Deutschen am liebsten
mehr Top Rankings

Umfrage

Was wünschen Sie sich von der Großen Koalition?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Microsoft Corp.870747
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Amazon906866
Allianz840400
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
NEL ASAA0B733
Infineon AG623100
BASFBASF11
Siemens AG723610