Automobilstudie

Morgan Stanley mit Rundumschlag: VW, Porsche und Mercedes-Aktien verlieren

20.05.24 17:53 Uhr

VW-Aktien, Porsche-Aktien und Mercedes-Aktien: So unterschiedlich bewertet Morgan Stanley den deutschen Automobilsektor | finanzen.net

Negative Aussagen der US-Investmentbank Morgan Stanley zu den Preisen, Margen und Investitionen im deutschen Automobilbau haben am Montag am Aktienmarkt Spuren hinterlassen.

Die Analysten um Javier Martinez de Olcoz Cerdan senkten für die Papiere von Volkswagen und Porsche die Daumen und rieten zum Untergewichten dieser im Anlageportfolio. Die Vorzugsaktien von Volkswagen verloren im XETRA-Handel letztlich 1,00 Prozent auf 119,20 Euro, für Porsche ging es 1,89 Prozent auf 80,84 Euro nach unten.

Zu ihrem neuen Favoriten im Sektor erkoren die Experten die Papiere von Mercedes-Benz. Hier empfahlen sie ein Übergewichten der Anteile im Portfolio. Bei Mercedes-Benz seien negative Auswirkungen auf die Profitabilität im Aktienkurs zum Teil schon enthalten. Das verhalf diesem zum Wochenbeginn jedoch nur kurzfristig zu Gewinnen, beim Ertönen der Schlussglocke gaben Mercedes-Benz-Papiere um 1,37 Prozent auf 67,13 Euro nach.

Insgesamt ist Morgan Stanley für den Automobilsektor mittlerweile vorsichtiger gestimmt als zuvor. Denn die mit jedem neuen Fahrzeug erzielten Umsätze dürften in der Zukunft sinken, so die Begründung. Für die Jahre 2023 bis 2025 sei mit einem durchschnittlichen Rückgang um vier Prozent zu rechnen. Die Verkaufspreise, die Produktpaletten und die Wechselkurse wirkten sich belastend aus.

Bei Volkswagen und Porsche AG halten die Experten die Ergebniserwartungen am Markt für zu hoch. Moniert wird die Abhängigkeit vom Geschäft in China sowie geringe Möglichkeiten, Entwicklungskosten zu senken angesichts einer schneller agierenden Konkurrenz.

Auch die Aktien von BMW konnten sich der Sektorschwäche nicht entziehen und verloren 0,7 Prozent auf 95,40 Euro. Hier hob Analyst Javier Martinez de Olcoz Cerdan das Kursziel um 8 auf 108 Euro an, beließ die Anlageempfehlung aber auf "Gleichgewichten". Für Überraschung könnten zum Jahresende hin neue Modelle der Münchener sorgen, hieß es.

FRANKFURT (dpa-AFX Broker)

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Bildquellen: hans engbers / Shutterstock.com, wegosi / Shutterstock.com

Nachrichten zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

Analysen zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

DatumRatingAnalyst
13.06.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OutperformBernstein Research
10.06.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyUBS AG
05.06.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
27.05.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyWarburg Research
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10.06.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyUBS AG
05.06.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightJP Morgan Chase & Co.
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23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
22.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
22.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
24.11.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Equal WeightBarclays Capital
26.10.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
17.12.2021Daimler HoldHSBC
18.02.2021Daimler SellWarburg Research
02.02.2021Daimler VerkaufenDZ BANK
26.10.2020Daimler VerkaufenDZ BANK
07.10.2020Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.

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