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26.04.2017 03:00
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Coca-Cola oder PepsiCo? Wo es noch richtig kribbelt

Euro am Sonntag-Analyse: Coca-Cola oder PepsiCo? Wo es noch richtig kribbelt | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Analyse
Coca-Cola steckt in der Krise. Ein neuer Chef soll den Kultkonzern gesünder machen. Weshalb viele ­Börsenprofis lieber auf den Rivalen PepsiCo setzen.
€uro am Sonntag
von Sven Parplies, Euro am Sonntag

Coca-Cola hat treue Anhänger. Warren Buffett trinkt nach eigenem Bekunden täglich fünf ­Dosen Cherry Coke. Donald Trump wurde mehrere Male mit der Light-Version der Brause gesichtet. Andere Kunden sind nicht so anhänglich.


Der Absatz von Softdrinks sinkt seit Jahren, da Konsumenten stärker auf ihre Gesundheit achten. Die Aktie von Coca-Cola hat ihr Prickeln verloren. Während der breite US-Aktienindex S & P 500 über die vergangenen fünf Jahre inklusive Dividenden um 90 Prozent zulegte, schaffte der Brausekonzern aus Atlanta nur 35 Prozent Plus.


Nun soll ein neuer Chef das alte Kribbeln zurückbringen: James Quincey wird im Mai den Job von Muhtar Kent übernehmen. Der Neue ist ein alter Bekannter. Quincey gehört seit vielen Jahren zum Konzern, zuletzt war er als Verantwortlicher für das Tagesgeschäft die Nummer 2 hinter Kent. Der Chefwechsel dürfte also keine revolutionären Veränderungen bringen, neue Akzente aber muss Quincey auf jeden Fall setzen. Schnell wirken würde ein Sparprogramm. Wichtiger ist eine andere Aufgabe: Coca-Cola muss gesünder werden.

Die braune Brause ist noch immer der klar wichtigste Umsatzbringer für Coca-Cola. Die Strategie in diesem Bereich aber hat sich bereits geändert. Anstatt wie früher zuerst auf größere Absatzmengen zu setzen, geht es heute vor allem um Profitabilität. Ein bewährter Trick: Kleinere Dosen bringen höhere Margen, weil der Verkaufspreis gemessen am Inhalt höher ist.


Viel Gewicht wird Quincey auch auf Innovationen legen. Schon jetzt experimentiert der Konzern mit Methoden, den Zuckergehalt zu reduzieren. Veränderungen in der Rezeptur sind allerdings riskant, weil Kunden schon auf kleinere Geschmacksveränderungen sehr sensibel reagieren. Schneller wirken würden Übernahmen. Bislang hat sich der Konzern jedoch mit spektakulären Deals zurückgehalten und eher auf Beteiligungen an kleineren Firmen gesetzt. So sicherte sich der Brauseriese 18 Prozent am Energydrink-Hersteller Monster. Eine Komplettübernahme von Monster würde den Produktmix verbessern und das Wachstum beschleunigen.

Auch das eigene Portfolio bietet Potenzial. Die Schweizer Bank Credit Suisse kalkuliert, dass Coca-Cola mit eigenen Marken, die bislang nur in wenigen Ländern auf dem Markt sind, stärker expandieren wird. Etwa aus dem Bereich Tee ("Honest"), Kaffee ("Georgia Coffee") und Wasser ("Smartwater").

Profitable Knabbereien

Auch PepsiCo ist berüchtigt für seine Zuckerprodukte. Der Erzrivale aber ist kein reiner Getränkekonzern. Über die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet ­PepsiCo mit Snacks wie Chips der Marke Frito-Lay. Dieses Geschäft ist sehr profitabel. Die Investmentbank JP Morgan kalkuliert, dass die Snacksparte für mehr als 60 Prozent des operativen Gewinns verantwortlich ist.

Eine große Gefahr vereint die Konkurrenten: die Angst vor staatlicher Regulierung. Einige Städte in den USA haben Zuckerbrause bereits mit einer Steuer belegt. Das könnte zu einem weltweiten Trend werden und die Profitabilität gefährden. Börsianer spielen ganz andere Szenarien durch: Die beiden Brauseriesen gelten als Übernahmekandidaten. Ein möglicher Käufer wäre der Bierkonzern AB Inbev, der durch mehr Masse die Kosten drücken könnte. ­PepsiCo wäre durch seine zwei Sparten schwerer zu verdauen. Aber auch dafür könnte es eine Lösung geben: AB Inbev und der Nahrungsmittelkonzern Kraft Heinz könnten gemeinsam zuschlagen und PepsiCo anschließend aufteilen.

Warren Buffett ist derweil nicht nur Stammkunde und über seine Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway Großaktionär bei Coca-Cola: Zur Produkteinführung von Cherry Coke in China verkauft der Konzern Dosen mit dem Konterfei des Milliardärs.

Bildquellen: Kestutis Zitinevicius / Shutterstock.com, areeya_ann / Shutterstock.com

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18.10.2019Coca-Cola NeutralJP Morgan Chase & Co.
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24.04.2019Coca-Cola NeutralJP Morgan Chase & Co.
24.07.2019Coca-Cola OutperformRBC Capital Markets
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15.02.2019Coca-Cola OutperformRBC Capital Markets
13.02.2019Coca-Cola OutperformRBC Capital Markets
19.11.2018Coca-Cola OutperformRBC Capital Markets
18.10.2019Coca-Cola NeutralJP Morgan Chase & Co.
24.07.2019Coca-Cola HoldHSBC
24.04.2019Coca-Cola NeutralUBS AG
24.04.2019Coca-Cola NeutralJP Morgan Chase & Co.
23.04.2019Coca-Cola NeutralJP Morgan Chase & Co.
16.02.2018Coca-Cola SellGoldman Sachs Group Inc.
10.01.2018Coca-Cola SellGoldman Sachs Group Inc.
17.11.2017Coca-Cola SellGoldman Sachs Group Inc.
16.11.2017Coca-Cola SellGoldman Sachs Group Inc.
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