02.09.2021 17:01

Daimler-Aktie tiefer: Halbleitermangel dürfte Absatz im dritten Quartal spürbar belasten - Produktion läuft aber wieder an

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Der anhaltende Halbleitermangel bremst nach Einschätzung von Daimler-Chef Ola Källenius den Absatz des Stuttgarter Autobauers.
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"Mit den Werkschließungen bei Halbleiterlieferanten in Malaysia und anderswo ist die Herausforderung nun noch größer geworden", sagte der Manager der "Automobilwoche" (Donnerstag). Für das dritte Quartal rechnet der Daimler-Chef deshalb mit einem geringeren Absatz. Die Verkäufe sollten "voraussichtlich spürbar" unter dem Absatz des zweiten Jahresviertels liegen, sagte Källenius.

Von April bis Juni hatte Daimler den Angaben zufolge rund 590 000 Fahrzeuge der Marken Mercedes und Smart ausgeliefert. In den vergangenen Wochen und Monaten waren immer wieder Werke heruntergefahren worden, weil Teile für die Montage fehlten.

Der gebremste Absatz dürfte sich jedoch nach den Worten des Managers nicht in gleichem Maße auf die wirtschaftliche Situation des Konzerns auswirken. "Ich bin froh, dass wir unser Unternehmen in dieser Hinsicht schon deutlich flexibler und wetterfester gemacht haben", sagte Källenius. Hier agiere Daimler aus einer anderen Position heraus als noch vor zwei oder drei Jahren. Nach tiefroten Zahlen wegen der Corona-Krise hatte Daimler im ersten Halbjahr 2021 auch dank eines verschärften Sparkurses wieder üppige Milliardengewinne erzielt.

Wie lange die Halbleiter-Krise das Geschäft der Autobauer noch beeinträchtigen könnte, wagte der Daimler-Chef unterdessen nicht vorherzusagen. "Längerfristige Prognosen sind wirklich sehr schwierig." Werksschließungen wie etwa aufgrund des Lockdowns in Malaysia ließen sich schlecht prognostizieren. "Wichtig ist, dass die Nachfrage nach den Fahrzeugen da ist. Irgendwann wird auch das Problem der Halbleiter gelöst sein."

Daimler schmeißt Produktion an mehreren Standorten wieder an

Nach einem Produktionsstopp in mehreren seiner Mercedes-Werke wegen des Halbleiterengpasses fährt der Autobauer die Maschinen kommende Woche wieder hoch. Einzig am Standort Sindelfingen werde die Produktion wie bisher weiter in Teilbereichen stillstehen, teilte der Stuttgarter Konzern am Donnerstag auf Anfrage mit. Betroffene Mitarbeiter würden meist in Kurzarbeit geschickt, Zahlen nannte Daimler nicht. Alle anderen Werke sollen wieder "nahezu uneingeschränkt" laufen, wie es hieß. Das bedeutet auch, dass an den Mercedes-Standorten in Bremen, Rastatt sowie im ungarischen Kecskemét - anders als diese Woche - voll gearbeitet werden soll.

Im Bremer Werk sind mehr als 12 000 Menschen beschäftigt, in Rastatt rund 6500, in Kecskemét etwa 4700 und in Sindelfingen 25 000. Etliche Mitarbeiter dieser vier Standorte waren in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Produktionsstopps ausgesetzt gewesen. Hintergrund sind Probleme beim Nachschub von Elektronikchips, die auch andere Autokonzerne zu Unterbrechungen der Fertigung zwingen.

In Bremen werden vor allem die C-Klasse und der Geländewagen GLC, in Kecskemét unter anderem die B-Klasse und in Rastatt beispielsweise die A-Klasse gebaut. In Sindelfingen rollen neben der E-Klasse auch die S-Klasse sowie deren elektrisches Pendant EQS vom Band. Die Produktion von letzteren beiden gewinnträchtigen Modellen lief aber zuletzt meist uneingeschränkt weiter - das soll nach Daimler-Bekundungen auch in der kommenden Woche der Fall sein.

Daimler-Vorstandschef Ola Källenius sagte der "Automobilwoche" (Donnerstag), der anhaltende Halbleitermangel bremse den Absatz. Die Autoverkäufe würden im dritten Quartal "voraussichtlich spürbar" unter denen des zweiten Jahresviertels liegen. Von April bis Juni hatte Daimler den Angaben zufolge rund 590 000 Fahrzeuge der Marken Mercedes und Smart ausgeliefert. Wie lange die Halbleiter-Krise das Geschäft noch beeinträchtigen könnte, wagte Källenius nicht vorherzusagen. Längerfristige Prognosen seien schwierig. "Wichtig ist, dass die Nachfrage nach den Fahrzeugen da ist. Irgendwann wird auch das Problem der Halbleiter gelöst sein."

Im XETRA-Handel notiert die Daimler-Aktie zuletzt 0,90 Prozent tiefer bei 70,43 Euro.

OBERPFAFFENHOFEN (dpa-AFX)

Bildquellen: olgaru79 / Shutterstock.com, Vladi333 / Shutterstock.com

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