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09.05.2022 17:51

Infineon-Aktie dennoch verlustreich: Infineon übertrifft Erwartungen

Jahresprognose angehoben: Infineon-Aktie dennoch verlustreich: Infineon übertrifft Erwartungen | Nachricht | finanzen.net
Jahresprognose angehoben
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Infineon hat dank boomender Chip-Nachfrage und schwächerem Euro die Marge weiter gesteigert und in Erwartung eines noch stärkeren US-Dollar die Jahresprognose abermals angehoben.
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Der operative Gewinn für die Monate Januar bis März - das sogenannte Segmentergebnis - erreichte 761 Millionen Euro und lag damit 6 Prozent über dem Wert von Oktober bis Dezember (717 Millionen Euro), wie der Halbleiterkonzern aus dem Großraum München mitteilte. Bei einem Umsatz von 3,3 Milliarden Euro - ein Plus von 4 Prozent zum Vorquartal - entspricht das einer Marge von 23,1 Prozent. Damit hat Infineon seine Ziele und die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Analysten hatten im Schnitt mit 3,219 Milliarden Euro Umsatz und 712 Millionen Euro Segmentergebnis gerechnet.

"Die Versorgung mit Halbleitern bleibt für viele Branchen der Knackpunkt", sagte der neue Konzernchef Jochen Hanebeck. Deshalb bleibe die Nachfrage nach Infineons Chips stabil. "Die Nachfrage übersteigt das Angebot weiterhin deutlich, und das wird in den nächsten Quartalen so bleiben - in einigen Sektoren auch im neuen Geschäftsjahr", sagte Hanebeck. Wie sich Infineons Geschäft entwickele, werde maßgeblich von der Angebotsseite bestimmt.

Die Jahresprognose wurde in Erwartung eines stärkeren durchschnittlichen Dollar-Kurses angehoben. Die neue Schätzung unterstellt einen durchschnittlichen Wechselkurs von 1,10 US-Dollar zum Euro, während die bisherige von 1,15 Dollar ausgegangen war. Damit bleibt bei den in Dollar gestellten Rechnungen mehr in der Gewinn- und Verlustrechnung hängen. Infineon peilt nunmehr 13,5 (zuvor: 13,0) Milliarden Euro Umsatz plus oder minus 500 Millionen Euro sowie eine Segmentergebnismarge von über 22 (zuvor: etwa 22) Prozent in der Mitte der Spanne an. Der Konzern erzielt rund zwei Drittel seiner Erlöse in Dollar, seit er den US-Konzern Cypress übernommen hat. Überdurchschnittlich will der Konzern dabei auch in seinem Segment CSS wachsen, in dem er etwa Chips für Unterhaltungselektronik und Kreditkarten herstellt.

Dass Infineon nun mit einem Euro-Kurs von 1,10 Dollar kalkuliere, sei für 150 Millionen Euro des neuen Umsatzziels verantwortlich, sagte Finanzchef Sven Schneider. Die anderen 350 Millionen Euro gingen auf die guten Geschäfte zurück. Die neue Prognose stehe aber unter zwei Bedingungen, sagte Konzernchef Hanebeck. Zum einen beinhalte sie keine nennenswerten Auswirkungen durch Lieferstopps aus China, etwa wegen weiterer Lockdowns. Zum anderen seien die wirtschaftlichen Folgen eines Energieembargos gegen Russland nicht eingepreist, insbesondere die Folgen eines Lieferstopps von Gas.

Im dritten Quartal erwartet Infineon rund 3,4 Mrd Euro Umsatz und einen Rückgang der Segmentergebnismarge auf etwa 21 Prozent.

Die Infineon-Aktie zeigte sich im XETRA-Handel zunächst schwankungsreich, hatte sich letztlich aber offenbar endgültig für den Rückwärtsgang entschieden. Sie verlor zum Börsenschluss 6,03 Prozent auf 25,65 Euro.

Die Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals hätten die Erwartungen leicht übertroffen, schrieb Analyst Janardan Menon von Jefferies mit Blick auf den Zwischenbericht. Die leichte Erhöhung der Jahresziele sei so erwartet worden. An der Börse rechnet Menon weiter mit Gegenwind für Infineon, da ein Abschwung im kommenden Geschäftsjahr eingepreist werde.

"Der Markt wird davon ausgehen, dass die Prognose vor allem wegen der Wechselkurse angehoben wurde, weniger wegen der Nachfrage", schrieb Analyst Sandeep Deshpande von der US-Bank JPMorgan. Das könnte für eine Enttäuschung sorgen. Alles in allem seien die Resultate aber robust, und wenn der Euro weiter schwach bleibe, könne das Management seine Prognose abermals anheben.

Die stark von der Konjunktur abhängigen Infineon-Papiere hatten im November des vergangenen Jahres mit fast 44 Euro ein Hoch seit dem Jahr 2001 erreicht. Dem in diesem Jahr schwierigen Börsenumfeld, das geprägt ist von Rezessionssorgen und der Zinswende, unter der vor allem Technologiewerte leiden, können sie sich aber nicht entziehen.

Laut einem Marktteilnehmer sollte das Geschäft von Infineon dank seiner starken Positionierung in den Wachstumsfeldern E-Mobilität und Digitalisierung aber auch im schwierigen Umfeld gut berechenbar sein. Gemessen daran sei die unterdurchschnittliche Bewertung der Aktien viel zu niedrig, hieß es.

FRANKFURT/NEUBIBERG (Dow Jones/dpa-AFX)

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