Alphabet-Aktie im KI-Modus: Bond-Deal und Jahrhundertanleihe befeuern Investorenfantasie

Die Google-Mutter Alphabet beschafft sich frisches Kapital, um ihre hochgesteckten KI-Ambitionen zu finanzieren. Mehrere Milliarden Dollar kommen so zusammen.
Werte in diesem Artikel
• Alphabet mit 20 Milliarden US-Dollar Anleiheplatzierung am US-Markt
• Pläne für Pfund-Sterling- und Schweizer-Franken-Emissionen
• Möglichkeit einer seltenen 100-Jahres-Anleihe
Zum Wochenstart hat der Internetriese Alphabet den Kapitalmarkt angezapft: Der Google-Mutterkonzern hat sich am US-Anleihemarkt frische Mittel in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar beschafft. Die Platzierung, die laut IFR-Daten aus sieben verschiedenen unbesicherten Tranchen besteht, befeuert die Erwartung, dass 2026 zum umsatzstärksten Jahr für Unternehmensanleihen in der US-Geschichte avancieren könnte und gilt als deutliches Signal für den anhaltenden Boom bei KI-Investitionen.
Ursprünglich hatte Alphabet nur Dollar-Anleihen im Wert von 15 Milliarden US-Dollar platzieren wollen, die Nachfrage von Investorenseite war aber offenbar derart groß, dass das Unternehmen das Volumen um fünf Milliarden Dollar aufstockte.
Jahrhundertanleihe als nächster Schritt?
Alphabets Anleihenpläne sind aber wohl noch deutlich ambitionierter: Das Unternehmen plant laut einem Bericht der Financial Times vom Montag, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, eine erstmalige Emission in britischen Pfund, die auch eine seltene 100-Jahres-Anleihe, einen sogenannten "Methusalem"-Bond, umfassen könnte.
Die sogenannte Jahrhundertanleihe wird Teil der ersten Pfund-Anleiheemission der Google-Muttergesellschaft in dieser Woche sein, heißt es weiter. Zudem sei die Emission einer Schweizer Franken-Anleihe geplant.
Zu den am Londoner Markt platzierten Anleihen sollen fünf Laufzeiten von 3 bis 100 Jahren gehören, wie Bloomberg bestätigte. Das Schweizer Angebot umfasse Laufzeiten von 3 bis 25 Jahre. Händler rechnen damit, dass die Angebote noch an diesem Tag bepreist werden. Wie viel Geld sich Alphabet insgesamt mit den Angeboten hereinholen will, war zunächst nicht bekannt.
Seltener Schritt im Tech-Segment
Emissionen mit einer Laufzeit von 100 Jahren gelten als die Königsdisziplin der langfristigen Verschuldung, sind jedoch eine Rarität. Während die Niedrigzinsphase nach der Finanzkrise Länder wie Österreich oder Argentinien zu solchen "Jahrhundertanleihen" verleitete, blieb das Segment in britischen Pfund exklusiv: Hier traten bisher nur die Universität Oxford, der Energiekonzern EDF und der Wellcome Trust (zuletzt 2018) als Emittenten auf. Im Technologiesektor sind derartige Laufzeiten fast gänzlich unbekannt, schreibt die "Financial Times" weiter. Während Branchenriesen üblicherweise Papiere mit maximal 40 Jahren Laufzeit platziere, bleibe die 100-jährige Anleihe von IBM aus dem Jahr 1996 bis heute eine der wenigen historischen Ausnahmen.
Warum Alphabet auf Fremdwährungs-Anleihen setzt
Dass die Google-Mutter Bonds in Pfund und Schweizer Franken plant, dürfte Gründe haben: Ein mit der Transaktion von Alphabet vertrauter Banker erklärte, die Anleiheemission in verschiedenen Währungen sei ein Versuch des Unternehmens, den Investorenkreis angesichts des enormen Kapitalbedarfs der großen Technologiekonzerne zu erweitern. "Es könnte ein Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage entstehen, wenn man immer wieder auf den US-Dollar-Markt zurückgreifen würde", zitiert die FT den Experten. Die Emission einer hundertjährigen Anleihe im Pfund-Sterling-Markt sei zudem kostengünstiger als im Dollar-Markt, wo die Zinsen höher seien, fügte der Banker hinzu.
Die Alphabet-Aktie schloss an der NASDAQ 1,78 Prozent tiefer bei 318,63 US-Dollar US-Dollar.
Redaktion finanzen.net
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