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13.02.2020 18:30
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Nach massivem Kursanstieg: Spekulationen über Aktiensplit bei Tesla?

Kapitalmaßnahme: Nach massivem Kursanstieg: Spekulationen über Aktiensplit bei Tesla? | Nachricht | finanzen.net
Kapitalmaßnahme
Die Tesla-Aktie hat in den letzten Wochen die Börsenwelt auf den Kopf gestellt: 84 Prozent hat der Anteilsschein 2020 bereits zugelegt und zwischenzeitlich sogar an der 900-Dollar-Marke gekratzt. Ein Grund für Anleger, über einen möglichen Aktiensplit nachzudenken.
• Tesla-Aktie auf sehr hohem Kursniveau
• Aktiensplit hätte einige Vorteile für das Unternehmen
• Tesla bislang ohne Signal für Kapitalmaßnahme


Tesla-Aktien sind schon seit geraumer Zeit kein Schnäppchen mehr. Doch seit einigen Wochen hat sich der Wert des Papiers so stark gesteigert, dass Neueinsteiger inzwischen rund 767 US-Dollar auf den Tisch legen müssen, um eine Tesla-Aktie zu erwerben. Noch im Dezember hätte man für diesen Betrag zwei Tesla-Aktien ins Depot gebucht bekommen. Ein Aktiensplit könnte den Anteilsschein - zumindest optisch - günstiger machen.

Tesla-Aktie würde günstiger

Für Anleger, die bereits Tesla-Aktien besitzen, würde ein Aktiensplit keine Änderungen mit sich bringen, denn die Besitzverhältnisse blieben unangetastet. Sollte Tesla einen Aktiensplit durchführen, wären in Summe zwar mehr Aktien auf dem Markt, der Preis jeder einzelnen Aktie würde entsprechend des Split-Verhältnisses aber nach unten angepasst. Tesla-Aktionäre hätten dann mehr Anteilsscheine des Elektroautobauers im Depot, jeder einzelne Titel wäre aber günstiger.

Der Schritt wäre aus Investorensicht durchaus unterschiedlich zu bewerten. Wer Tesla-Aktien kauft, müsste nach einem Aktiensplit weniger Geld in die Hand nehmen, um sich eine Beteiligung an dem Elektroautobauer zu sichern. Zeitgleich dürfte aber auch die Zahl der bestehenden Aktionäre steigen, weil nun möglicherweise auch jene Anleger investieren, denen Tesla-Aktien bislang schlichtweg zu teuer waren. Mehr Anleger könnten aber im Umkehrschluss auch größere Schwankungen bedeuten, weshalb viele Unternehmen auf Groß- beziehungsweise Ankeraktionäre setzen. Bei Tesla selbst ist dies insbesondere Firmenchef Elon Musk, der rund ein Fünftel des Unternehmens besitzt. Zweitgrößter Einzelaktionär ist Oracle-Chef Larry Ellison, der auch Mitglied im Tesla-Board ist und rund drei Millionen Tesla-Aktien im Depot hat.

Darüber hinaus halten auch Capital World Investors, Baillie Gifford & Co und Vanguard auf institutioneller Seite zahlreiche Anteile am Unternehmen.

Mehr als nur kosmetische Korrektur

Doch ein Aktiensplit bei Tesla wäre mehr als nur eine kosmetische Korrektur beim Aktienkurs. Tatsächlich könnte eine solche Maßnahme der Tesla-Aktie zusätzlichen Schwung verleihen, denn plötzlich würden die Anteilsscheine deutlich günstiger aussehen.

Darüber hinaus könnte Tesla die Gelegenheit auch nutzen, um im Zuge eines Aktiensplits eine neue Aktiengattung zu schaffen, die mit unterschiedlichen Stimmrechten ausgestattet ist. Einen entsprechenden Schritt war vor einigen Jahren beispielsweise die Google-Mutter Alphabet gegangen. Für Tesla hätte eine solche Maßnahme zweierlei Effekt: Führungskräfte oder Großinvestoren könnten mit Stimmrechten auf eine Aktiengattung gelockt und an das Unternehmen gebunden werden - zeitgleich würde Tesla sicherstellen, dass die Stimmrechte bei wenigen Investoren verbleiben. Kleinanleger würden auf der anderen Seite von günstigeren Aktienpreisen profitieren und am Unternehmenserfolg beteiligt bleiben.

Nicht zu vergessen: Ein Aktiensplit wäre auch ein Signal der Führungsebene hinsichtlich der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. In Teslas Fall würde ein Aktiensplit implizieren, dass das Management des Elektroautobauers - allen voran Elon Musk - daran glaubt, dass in Sachen Kursentwicklung noch Luft nach oben und weiteres Wachstum vorprogrammiert ist.

Kein Thema für Tesla?

Bislang hat es von Tesla keinerlei Signale bezüglich eines möglichen Aktiensplits gegeben. Während die Tesla-Aktie in ihrer Börsengeschichte bereits diverse Male psychologisch wichtige Kursmarken überwunden hat, kam von Seiten des Tesla-Managements nie ein Hinweis auf eine derartige Kapitalmaßnahme.

Denn ein hoher Aktienkurs ist zeitgleich auch ein nach außen hin deutlich sichtbarer Erfolgsmarker. Immerhin war die Tesla-Aktie vor zehn Jahren bei 17 US-Dollar an der Börse gestartet - heute ist der Anteilsschein 767 US-Dollar wert und hat zwischenzeitlich auf Schlusskursbasis sogar schon über 875 US-Dollar gekostet. Eine durchaus beachtliche Performance für ein Unternehmen, das 2019 367.500 Fahrzeuge unters Volk gebracht und erst den zweiten Quartalsgewinn in seiner Konzerngeschichte vermelden konnte. Unter dem Strich blieb auf Jahressicht ein Minus: Tesla beendete 2019 mit einem Verlust von 862 Millionen Dollar.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Nadezda Murmakova / Shutterstock.com, Scott Olson/Getty Images

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