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05.10.2019 07:00
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Aktienmärkte: Notenbanken retten die Stimmung

Märkte bleiben belastet: Aktienmärkte: Notenbanken retten die Stimmung | Nachricht | finanzen.net
Märkte bleiben belastet
Handelsstreit und der bevorstehende Showdown beim Brexit halten Anleger auf Trab. Hoffnung auf expansive Geldpolitik stützt den Markt. Gewinne der DAX-Unternehmen weiter unter Druck.
€uro am Sonntag
von Wolfgang Ehrensberger, €uro am Sonntag

Nach dem Schiedsspruch der Welthandelsorganisation WTO im Subventionsstreit um Airbus und Boing sind die Aktienmärkte turbulent in den Oktober gestartet. Die WTO hatte Amerika erlaubt, Strafzölle auf Waren aus Europa zu erheben. Wirtschaftsverbände warnten vor einer weiteren Zuspitzung. "Der Konflikt um die Airbus- und Boeing-Subventionen führt zu einer weiteren völlig unnötigen Belastungsprobe im transatlantischen Verhältnis", sagte der Präsident des Außenhandelsverbands BGA, Holger Bingmann, gegenüber €uro am Sonntag.


"Mit der Entscheidung, nicht auf das Vergleichsangebot der EU einzugehen, dürfte der Handelskonflikt weiter eskalieren", warnte Bingmann. Die von den USA nun in Aussicht gestellteten Strafzölle von 7,5 Milliarden Euro seien "nicht nur enttäuschend, sondern hochgradig widersinnig." Dadurch würden weitere Lieferketten unterbrochen, auch zum Schaden von zahlreichen US-Unternehmen - "von steigenden Preisen für die US-Verbraucher gar nicht zu sprechen". Zudem berufe sich US-Präsident Donald Trump auf das Urteil einer Institution, der er die Daseinsberechtigung abspricht und die er abschaffen möchte. "Wir sollten uns das Leben nicht gegenseitig unnötig schwer machen."


Der nahende Showdown beim Brexit sorgte für zusätzliche Unruhe an den Märkten. Am Mittwoch war der DAX erstmals seit vier Wochen wieder unter die 12.000er Marke gerutscht. Zum Wochenausklang stabilisierte sich der Markt, da weiter mit einer expansiven Geldpolitik und Zinssenkungen in den USA gerechnet wird.

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer rechnet vor diesem Hintergrund mit weiteren Belastungen der deutschen Unternehmen im Schlussquartal. "Am Ende dürften die Gewinne der DAX-Unternehmen 2019 um mindestens fünf Prozent fallen", erläutert Krämer. "Wir meiden derzeit Unternehmen, deren Gewinne sich unterdurchschnittlich entwickeln. Entsprechend sind wir vorsichtig bei Versorgern. Dagegen gewichten wir den Gesundheitssektor über."

EZB könnte Aktien kaufen

Profitieren kann der Leitindex weiter von der lockeren Geldpolitk der Notenbanken, insbesondere der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). "Auf der verzweifelten Suche nach Erträgen kommen Investoren einfach nicht an Aktien vorbei, zumal die EZB durchaus Aktien kaufen könnte, wenn ihr in ein paar Jahren beim Kauf von Staatsanleihen an rechtliche Grenzen stoßen sollte", sagt Krämer. "Alles in allem bleibt der DAX hin und her gerissen zwischen der Gewinnrezession und der lockeren Geldpolitik. Diese Schaukelbörse sollte weitergehen."

Auch Donner&Reuschel-Chefvolkswirt Carsten Mumm rechnet mit weiteren Marktbelastungen durch Handelsstreit, Brexit und eingetrübter Konjunktur. "Zyklische Branchen sollten aktuell entsprechend untergewichtet bleiben", rät Mumm. "Da die Aktienkurse aber generell von der expansiven Geldpolitik gestützt werden, sollten ausgeprägtere Schwächephasen zum Positionsaufbau genutzt werden." Der Fokus sollte dabei auf Unternehmen liegen, die von langfristigen Megatrends profitierten, etwa Technologie- oder Gesundheits-Titel, so Mumm. "Konkrete Beispiele sind etwa der Präzisionswaagenhersteller Mettler-Toledo und die Pflegeheimkette Orpea aus dem Gesundheitssektor, aber auch die Technologiekonzerne Microsoft und Infineon."

Zu den größten Verlieren der jüngsten Eskalation im Handelsstreit zählten Unternehmen wie HeidelCement, Covestro und Linde mit Tagesverlusten von bis zu fünf Prozent. Dagegen konnte sich die im MDAX notierte Airbus-Aktie nach einem anfänglichen Einbruch rasch erholen. Der von den USA auf importierte Airbus-Flugzeuge erhobene Strafzoll von zehn Prozent liege deutlich unter dem, was der US-Konkurrent Boeing für angemessen befunden hätte, gaben Analysten als Begründung an.







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