MÄRKTE EUROPA/Ölpreisanstieg drückt Börsen erneut ins Minus

13.03.26 18:25 Uhr

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DOW JONES--Die europäischen Börsen haben Freitag im späten Geschäft nach unten abgedreht und erneut mit Abgaben geschlossen. Als Taktgeber fungierte wieder einmal der Ölpreis. Als die europäische Erdölsorte Brent am Nachmittag über die Marke von 101 US-Dollar pro Fass sprang, bewegten sich die Aktienindizes in die entgegengesetzte Richtung nach unten. Die Stimmung wurde erneut als eingetrübt beschrieben. Zunehmend wich die Hoffnung auf ein schnelles Nahost-Kriegsende aus dem Markt. "Sind zu Wochenbeginn noch einige Marktteilnehmer von einem kurzfristigen, nur Tage dauernden Krieg ausgegangen, zeichnet sich mit jeder neuen Nachricht ein vollkommen anderes Bild ab", kommentierte CMC.

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Gegen ein schnelles Kriegsende sprachen auch verschiedene Initiativen zur Ölpreisbegrenzung. Nach der Freigabe der strategischen Ölreserven durch die Internationale Energieagentur versuchen die USA nun durch eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland den Preisanstieg zu dämpfen. Zudem gab es Berichte, wonach einige Staaten mit dem Iran über eine sichere Passage durch die extrem unsichere Seestraße von Hormus verhandelten.

Der DAX reduzierte sich um 0,6 Prozent auf 23.447 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 notierte bei 5.717 Zählern ebenfalls 0,6 Prozent niedriger. Am Devisenmarkt steuerten Anleger weiter den sicheren Dollar-Hafen an. Der Euro verlor kräftig auf 1,1443 Dollar. An den Anleihemärkten, hin- und hergerissen zwischen Inflations- und Wachstumssorgen, stiegen die Renditen.

Unterdessen lassen die Sorgen vor einer neuen Inflationswelle und die Erwartung von Zinserhöhungen der großen Notenbanken die Zinsen weiter ansteigen. In Deutschland hatte die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen am Vortag mit einem Tageshoch von 2,96 Prozent ihren höchsten Stand seit Oktober 2023 erreicht - zum Wochenschluss kletterte diese auf 2,98 Prozent. "Damit werden höhere Finanzierungskosten neben den hohen Energiekosten zur zweiten großen Belastung für die Unternehmen - und damit zum zweiten großen Risiko für die Aktienkurse", erläuterte Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.

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Die EZB dürfte zwar in der kommenden Woche das aktuelle Leitzinsniveau bestätigen, an den Märkten wird in der Zwischenzeit aber bereits mehr als eine Zinserhöhung im laufenden Jahr für den Euroraum eingepreist. Ob es dazu kommt, oder es möglicherweise sogar noch mehr werden, hängt entscheidend von der weiteren Entwicklung des Ölpreises bzw. der Inflation ab.

Mit der schwindenden Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges im Iran gewannen Rüstungsaktien an Attraktivität. Wie Rabobank anmerkte, wird ein Kriegsende vor Monatsende an den Prognosemärkten nun nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit von 21 Prozent eingepreist - ein Minus von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vortag. Rheinmetall stiegen um 2,7 Prozent, Leonardo um 0,3 Prozent oder BAE Systems 0,4 Prozent.

Vivendi hat laut Baader schwache Geschäftszahlen veröffentlicht, mit einer enttäuschenden Gewinnentwicklung bei Gameloft. Der Konzern komme jedoch bei der Kostenkontrolle voran. Der Aktienkurs verlor 0,8 Prozent. Zalando setzten die Aufwärtsbewegung vom Vortag mit einem Plus von 6,9 Prozent fort. Bernstein hatte die Aktie hochgestuft.

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Mit Abschlägen von 3,8 Prozent und 8,8 Prozent geben United Internet bzw 1&1 kräftig nach. Im Handel wurde auf einen Artikel der spanischen Zeitung "okdiario" verwiesen. Dort hieß es, Telefonica habe beschlossen, den möglichen Kauf des deutschen Mobilfunkbetreibers 1&1 vorerst auf Eis zu legen. Telefonica gewannen 1,1 Prozent.

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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%)

Euro-Stoxx-50 5.717 -0,56 -0,73

Stoxx-50 4.977 -0,32 1,52

Stoxx-600 596 -0,50 1,13

DAX 23.447 -0,60 -3,68

FTSE-100 London 10.305 -0,43 3,76

CAC-40 Paris 7.984 -0,91 -2,03

AEX Amsterdam 1.001 0,10 5,19

ATHEX-20 Athen 5.410 -0,02 1,11

BEL-20 Brüssel 5.149 -0,77 1,39

BUX Budapest 122.029 -0,22 9,90

OMXH-25 Helsinki 6.049 -1,17 6,07

OMXC-20 Kopenhagen 1.401 0,03 -12,88

PSI 20 Lissabon 9.152 -0,09 10,75

IBEX-35 Madrid 17.140 -0,47 -0,97

FTSE-MIB Mailand 44.456 -0,31 -1,09

OBX Oslo 1.883 0,57 17,82

PX Prag 2.545 -1,14 -5,24

OMXS-30 Stockholm 3.063 -1,45 6,25

WIG-20 Warschau 120.444 -0,41 3,15

ATX Wien 5.349 -1,61 0,43

SMI Zürich 12.842 -0,02 -3,21

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Do, 17:14

EUR/USD 1,1437 -0,6 -0,0073 1,1510 1,1517

EUR/JPY 182,6 -0,5 -0,8200 183,42 183,4200

EUR/CHF 0,9032 -0,2 -0,0016 0,9048 0,9037

EUR/GBP 0,8637 +0,1 0,0011 0,8626 0,8631

USD/JPY 159,65 +0,2 0,3200 159,33 159,2800

GBP/USD 1,3238 -0,8 -0,0103 1,3341 1,3341

USD/CNY 6,8961 +0,4 0,0272 6,8689 6,8689

USD/CNH 6,9044 +0,4 0,0243 6,8801 6,8807

AUS/USD 0,7005 -1,0 -0,0069 0,7074 0,7079

Bitcoin/USD 72.057,41 +2,7 1.864,07 70.193,34 70.094,98

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 96,70 +1,0 0,97 95,73

Brent/ICE 101,41 +1,0 0,95 100,46

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 5.048,88 -0,6 -30,01 5.078,89

Silber 80,76 -3,6 -3,00 83,76

Platin 2.048,26 -3,9 -83,74 2.132,00

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/sha

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March 13, 2026 13:26 ET (17:26 GMT)

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DatumRatingAnalyst
19.03.2026Rheinmetall OverweightBarclays Capital
17.03.2026Rheinmetall OverweightJP Morgan Chase & Co.
13.03.2026Rheinmetall BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.03.2026Rheinmetall HoldWarburg Research
12.03.2026Rheinmetall KaufenDZ BANK
DatumRatingAnalyst
19.03.2026Rheinmetall OverweightBarclays Capital
17.03.2026Rheinmetall OverweightJP Morgan Chase & Co.
13.03.2026Rheinmetall BuyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.03.2026Rheinmetall KaufenDZ BANK
12.03.2026Rheinmetall BuyJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
12.03.2026Rheinmetall HoldWarburg Research
11.02.2026Rheinmetall HoldWarburg Research
24.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
19.11.2025Rheinmetall HoldWarburg Research
19.11.2025Rheinmetall Market-PerformBernstein Research
DatumRatingAnalyst
14.06.2019Rheinmetall ReduceOddo BHF
25.01.2017Rheinmetall SellDeutsche Bank AG
06.11.2015Rheinmetall SellS&P Capital IQ
12.08.2015Rheinmetall SellS&P Capital IQ
01.06.2015Rheinmetall verkaufenCredit Suisse Group

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