CSG-Aktie läutet das IPO-Jahr 2026 mit Knall ein - So regieren Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS

Der Rüstungskonzern CSG feiert am heutigen Freitag seine Erstnotiz auf dem Börsenparkett. So läuft das IPO des Konkurrenten von Rheinmetall, RENK, TKMS & Co.
Werte in diesem Artikel
• CSG-IPO voller Erfolg
• Starkes institutionelles Interesse bei begrenztem Angebotsvolumen
• Strategisch günstiger Zeitpunkt für einen Börsengang
25 Euro kosteten die CSG-Aktien zum Börsengang: Der Erstkurs lag mit 32 Euro deutlich darüber. Damit ist das IPO der Czechoslovak Group als Erfolg zu werten. Zuletzt wurden die Titel an der Euronext in Amsterdam bei 31,55 Euro gehandelt und damit 26,2 Prozent über ihrem Ausgabepreis.
Börsengang in rekordverdächtigem Tempo
CSG hatte im Rahmen des Börsengangs Aktien im Gesamtwert von bis zu 3,8 Milliarden Euro an den Markt gebracht. Die Bücher öffneten sich am Dienstag und schlossen bereits wieder am Donnerstag. Damit legte CSG bei einem Börsengang ein rekordverdächtiges Tempo an den Tag, üblicherweise dauert ein Börsengang rund drei bis vier Wochen Vorbereitungszeit. Abnehmer der Aktien waren durchweg institutionelle Investoren wie Investmentfonds - sie beteiligten sich im Rahmen einer Privatplatzierung, dabei soll dpa zufolge die Nachfrage das Angebot überstiegen haben.
CSG kommt durch das Listing am Markt auf eine Bewertung von rund 25 Milliarden Euro, wobei Eigentümer Michal Strnad etwa 15 Prozent der Anteile verkauft hatte.
Rheinmetall-Konkurrent mit starker Auftragslage
CSG zählt zu den am schnellsten wachsenden Rüstungskonzernen weltweit und produziert Munition, Panzerfahrzeuge und Artillerie mit einem Auftragsbestand von 14 Milliarden Euro plus 32 Milliarden Euro Pipeline zum 30. September 2025. Die ersten neun Monate 2025 brachten pro forma 4,5 Milliarden Euro Umsatz (+82 Prozent) und 1,2 Milliarden Euro operatives EBITDA (+79 Prozent) bei einer Marge von 26,4 Prozent.
Zeitpunkt strategisch günstig gewählt
Für sein IPO hat CSG einen strategisch günstigen Zeitpunkt gewählt - inmitten eines Booms europäischer Rüstungsaktien. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine sowie weitere geopolitische Verwerfungen etwa in Venezuela und im Iran sowie die Unsicherheit über den Fortbestand der NATO hatten insbesondere in Europa zuletzt für massive Aufrüstungsbemühungen gesorgt. "Der geplante Börsengang der Czechoslovak Group (CSG) steht exemplarisch für den Boom im europäischen Rüstungsmarkt", schrieb der Analyst Maximilian Wienke vom Broker eToro vorab. Das Wachstum der Branche sei stark geopolitisch getrieben, vor allem durch den Ukraine-Krieg und die globale Aufrüstung. Strukturell steigende Verteidigungsausgaben in Europa sprächen langfristig für den Sektor.
Die Kurse von Rüstungsaktien wie Rheinmetall, HENSOLDT, RENK und TKMS reagieren mit Zuschlägen: Im XETRA-Handel steigen Rheinmetall-Aktien zeitweise 1,06 Prozent auf 1.809,50 Euro, HENSOLDT-Titel zeigen sich 2,57 Prozent fester bei 85,75 Euro, während RENK-Aktien 1,11 Prozent zulegen auf 58,14 Euro notieren und die Aktien von TKMS um 0,8 Prozent auf 100,80 Euro gewinnen.
Für die hierzulande gehandelten Rüstungstitel stehen auch Entwicklungen im Hinblick auf die Verhandlungen über ein Ende des Kriegs in der Ukraine im Fokus. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sollen am Freitag Vertreter der Ukraine, Russlands und der USA über Frieden reden. Dies war in den Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj in Davos sowie des US-Sondergesandten Steve Witkoff im Kreml vereinbart worden. Es ist das erste Mal seit Wochen, dass Unterhändler der Kriegsparteien Russland und Ukraine damit wieder direkt miteinander sprechen.
Rüstungswerte reagieren üblicherweise negativ auf neue Verhandlungsansätze, auch wenn sich an der grundsätzlichen Bedrohungslage und der Wiederherstellung der Verteidigungsfähigkeit Europas selbst bei einem Kriegsende in der Ukraine wenig ändern dürfte.
Redaktion finanzen.net mit Material von dpa (AFX)
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