Tesla-Aktie im Blick: Chef Musk wirbt in Korea persönlich um KI-Chip-Talente

Tesla sucht gezielt Chipdesigner in Südkorea und hat dafür sogar CEO Elon Musk als Recruiter eingesetzt. Dahinter steckt eine milliardenschwere Halbleiterstrategie.
Werte in diesem Artikel
• Tesla Korea sucht KI-Chipdesign-Ingenieure über eine Stellenanzeige auf X
• Elon Musk warb am 16. Februar 2026 persönlich für die Stellen in Südkorea
• Ziel ist die Entwicklung der volumenträchtigsten KI-Chips der Welt
Teslas Stellenanzeige auf X
Tesla Korea veröffentlichte am 15. Februar 2026 eine Stellenanzeige auf der Plattform X, in der das Unternehmen nach KI-Chipdesign-Ingenieuren sucht. Ziel des Projekts sei es, eine KI-Chip-Architektur zu entwickeln, die künftig das weltweit höchste Produktionsvolumen erreichen soll. Das Bewerbungsverfahren ist dabei bewusst unkonventionell gehalten: Interessierte sollen eine E-Mail an Ai_Chips@Tesla.com senden und darin die drei schwierigsten technischen Probleme beschreiben, die sie bisher gelöst haben.
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Einen Tag später griff Elon Musk die Stellenanzeige in einem eigenen Beitrag auf X auf und schrieb am 16. Februar 2026 sinngemäß, wer in Korea an Chipdesign, Fertigung oder KI-Software arbeiten wolle, solle sich Tesla anschließen. Dass ein CEO persönlich eine regionale Stellenanzeige verstärkt, ist selbst für Musk ungewöhnlich. Wie die südkoreanische Tageszeitung The Korea Herald in einem Beitrag vom 18. Februar 2026 anmerkt, sei es selten, dass Musk gezielt Halbleiterfachkräfte eines bestimmten Landes anspreche.
Warum ausgerechnet Südkorea?
Südkorea ist einer der wichtigsten Halbleiterstandorte der Welt. Mit Samsung und SK hynix sind zwei der größten Speicherchiphersteller im Land ansässig. Die Universitäten und Forschungsinstitute des Landes bilden jährlich Tausende Ingenieure mit Expertise in Chipdesign, Lithografie und fortschrittlichen Packaging-Technologien aus. Für Tesla ist dieses Ökosystem strategisch relevant, denn das Unternehmen ist nicht nur Auftraggeber, sondern auch zunehmend eigener Entwickler seiner KI-Chips.
Im Juli 2025 schloss Tesla einen Fertigungsvertrag mit Samsung Electronics über 16,5 Milliarden US-Dollar ab, der bis Ende 2033 laufen soll. Samsung wird Teslas nächste Chipgeneration AI6 in seinem neuen Werk in Taylor, Texas auf Basis der 2-Nanometer-Fertigungstechnologie produzieren. Die vorherige Generation AI4 wird bereits von Samsung gefertigt, während die Zwischengeneration AI5 bei TSMC in Auftrag gegeben wurde. Wie The Korea Herald berichtet, löst Teslas Abwerben von Halbleiterfachkräften in Korea Sorgen über einen möglichen Braindrain aus. In den vergangenen Jahren seien bereits Spezialisten für Speicherchips und High-Bandwidth-Memory zu ausländischen Unternehmen wie Micron Technology und dem chinesischen Hersteller CXMT gewechselt.
Teslas Chip-Roadmap nimmt Gestalt an
Bereits am 17. Januar 2026 skizzierte Musk auf X die weitere Entwicklung. Das Design des AI5-Chips sei nahezu abgeschlossen, der AI6 befinde sich in einer frühen Entwicklungsphase. Darüber hinaus plane Tesla bereits die Generationen AI7, AI8 und AI9 mit einem angestrebten Designzyklus von nur neun Monaten pro Generation. Zum Vergleich: Branchenführer wie NVIDIAs und AMD arbeiten typischerweise mit jährlichen oder noch längeren Entwicklungszyklen.
Teslas hauseigene KI-Chips sind ein zentraler Baustein der Unternehmensstrategie. Sie kommen im Fahrassistenzsystem Full Self-Driving zum Einsatz, sollen den humanoiden Roboter Optimus antreiben und die Trainingsinfrastruktur in Teslas eigenen Rechenzentren stärken. Musk bezeichnete die Chips in seinem Beitrag vom 17. Januar 2026 als voraussichtlich volumenträchtigste KI-Prozessoren der Welt. Ob Tesla den ambitionierten Neunmonatszyklus tatsächlich einhalten kann, bleibt offen, denn bisher vergingen zwischen größeren Hardwaregenerationen wie HW3 und HW4 jeweils mehrere Jahre. Die Rekrutierungsoffensive in Südkorea zeigt allerdings, dass Tesla bereit ist, erhebliche Ressourcen in die Beschleunigung seiner Chip-Entwicklung zu investieren.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
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