NVIDIA-Aktie im Blick: Kommt eine neue Shield-TV-Generation?

Die NVIDIA Shield TV ist seit 2015 am Markt etabliert. Doch seit 2019 gab es kein Hardware-Update mehr, nun gibt ein NVIDIA-Manager Einblicke in mögliche Zukunftspläne.
Werte in diesem Artikel
• NVIDIA Shield TV erhielt seit 2015 über zehn Jahre lang kontinuierliche Software-Updates
• Letzte Hardware-Revision der Shield TV stammt aus dem Jahr 2019 mit Tegra-X1+-Chip
• Verkaufszahlen der Shield TV sind laut NVIDIA seit rund zehn Jahren nahezu unverändert
Über zehn Jahre Shield TV und noch kein Ende in Sicht
Die NVIDIA Shield TV hat sich über die Jahre eine treue Fangemeinde aufgebaut. Wie Andrew Bell, NVIDIAs Senior Vice President für Hardware-Engineering, in einem ausführlichen Interview mit Ars Technica am 30. Januar 2026 erklärte, wollten die Ingenieure von Anfang an eine hochwertige Streaming- und Gaming-Box außerhalb des Apple-Ökosystems schaffen. Was als ambitioniertes Projekt begann, ist heute eines der am längsten unterstützten Android-Geräte überhaupt. Das letzte Hardware-Update der Shield-TV-Reihe stammt aus dem Jahr 2019, als NVIDIA die Modelle mit dem verbesserten Tegra-X1+-Prozessor, Dolby-Vision-Unterstützung, KI-gestütztem Upscaling und einer überarbeiteten Fernbedienung ausstattete.
Trotz des mittlerweile über sechs Jahre alten Hardwarestands liefert NVIDIA weiterhin Software-Updates für sämtliche Shield-TV-Generationen, einschließlich der ursprünglichen Modelle von 2015. Bell betonte in dem Interview, dass die Verkaufszahlen der Shield TV seit rund zehn Jahren nahezu unverändert seien und das Unternehmen weder die Produktion noch den Software-Support in absehbarer Zeit einstellen werde.
Interne Experimente mit neuer Hardware
Besonders interessant dürfte für Shield-TV-Fans sein, dass Bell in dem Interview auch mögliche neue Hardware nicht ausschließt. Wie aus dem Beitrag von Ars Technica hervorgeht, spielt NVIDIA intern durchaus mit Konzepten für eine neue Shield-TV-Generation. Bell ließ dabei durchblicken, welche Verbesserungen ein solches Gerät mitbringen müsste: An erster Stelle stünde die Unterstützung moderner Video-Codecs und HDR-Formate. Dazu gehören der effizientere Video-Codec AV1, der bereits bei NVIDIAs eigenem Cloud-Gaming-Dienst GeForce Now zum Einsatz kommt, sowie eine erweiterte Kompatibilität mit HDR10+ und neueren Dolby-Vision-Profilen für lokale Medienwiedergabe. Auch die Hardware-Dekodierung von VP9 Profile 2 für HDR-Inhalte auf YouTube nannte Bell als Priorität.
Einen konkreten Zeitplan oder eine offizielle Ankündigung gibt es allerdings nicht. Bell betonte gegenüber Ars Technica, dass das Team stets an neuen Ideen arbeite und es zu einem neuen Produkt kommen könne, wenn intern die Begeisterung dafür groß genug sei. Ein festes Erscheinungsdatum ließ er bewusst offen.
Warum die Wartezeit andauern könnte
Dass sich NVIDIA mit einer neuen Shield-TV-Generation Zeit lässt, hat mehrere Gründe. Wie aus dem Ars-Technica-Interview hervorgeht, hat sich NVIDIA in den vergangenen Jahren von einem startupähnlichen Unternehmen zu einem Multi-Billionen-US-Dollar-Konzern entwickelt, der den Großteil seiner Einnahmen mit KI-Beschleunigern und PC-Grafikkarten erwirtschaftet. Ein vergleichsweise nischiger Streaming-Mediaplayer steht auf der Prioritätenliste des Unternehmens daher naturgemäß nicht an oberster Stelle. Hinzu kommt, dass der Tegra-X1-Chip laut Bell trotz seines Alters nach wie vor leistungsfähiger ist als die Prozessoren vieler aktueller Smart-TVs.
Gleichwohl zeigt ein Blick auf die Software-Seite, dass die Shield TV zunehmend in die Jahre kommt. Auf den Geräten läuft weiterhin Android TV 11, während Google mittlerweile bei Android TV 14 angelangt ist und noch in diesem Jahr Android TV 16 veröffentlichen dürfte. Wie das Fachportal FlatpanelsHD in einem Beitrag vom 2. Februar 2026 festhält, fallen die jüngsten Software-Updates zudem deutlich kleiner aus als in früheren Jahren. Besonders aufwendig war die Arbeit an einem neuen Sicherheits-Stack für die älteren Shield-TV-Modelle von 2015 und 2017, die von einer Schwachstelle im originalen Tegra-X1-Chip betroffen waren. Dieses Projekt war laut Bell der Hauptgrund dafür, dass es in den Jahren 2023 und 2024 keine öffentlichen Updates gab. Allein die Entwicklung habe rund 18 Monate in Anspruch genommen.
Ob und wann eine neue NVIDIA Shield TV tatsächlich erscheint, bleibt offen. Die Signale aus dem Unternehmen deuten darauf hin, dass die Marke keineswegs aufgegeben wird, ein konkretes Produkt scheint zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht spruchreif zu sein.
D. Maier / Redaktion finanzen.net
Übrigens: Alphabet A (ex Google) und andere US-Aktien sind bei finanzen.net ZERO sogar bis 23 Uhr handelbar (ohne Ordergebühren, zzgl. Spreads). Jetzt kostenlos Depot eröffnen und Neukunden-Bonus sichern!
Ausgewählte Hebelprodukte auf Alphabet A (ex Google)
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Alphabet A (ex Google)
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
Weitere Alphabet A (ex Google) News
Bildquellen: JHVEPhoto / Shutterstock.com, Konstantin Savusia / Shutterstock.com
