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06.09.2021 16:08

Volkswagen-Aktie etwas stärker: VW baut Auto-Abos aus - "Erfahrung beim elektrischen Fahren sammeln"

Nehmender Trend: Volkswagen-Aktie etwas stärker: VW baut Auto-Abos aus - "Erfahrung beim elektrischen Fahren sammeln" | Nachricht | finanzen.net
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Die Finanzsparte des VW-Konzerns will neue Abo-Modelle für Autos Schritt für Schritt zu einer wichtigen Säule neben klassischem Leasing und Kreditfinanzierung ausbauen.
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Der zunehmende Trend zu kurzzeitigem Nutzen anstelle des Besitzens von Fahrzeugen biete hier Chancen, sagte der Digitalchef von Volkswagen Financial Services (VWFS), Stefan Imme, der Deutschen Presse-Agentur vor dem Beginn der Automesse IAA in München. "Man merkt schon, dass einige Kunden längerfristige Bindungen eher scheuen", so Imme. "Sie haben stattdessen Interesse an mehr Flexibilität und wollen häufiger das Fahrzeug wechseln können." Dabei verkürze sich die "Haltedauer".

VWFS agiert in der größten europäischen Autogruppe vor allem als zusätzlicher Absatzkanal für die eigenen Wagen. Die Braunschweiger werden aber auch stark in neue Digitalprojekte eingebunden, künftig etwa bei der Abrechnung von Funktionen für das autonomen Fahren - VW-Konzernchef Herbert Diess plant integrierte Mobilitätsplattformen. Die Finanztochter bietet zudem Versicherungs-, Wartungs- oder Tank- und Ladedienste an. Letztere werden laut Imme bei der hochlaufenden E-Mobilität wichtiger - und auch dort setzten die Abo-Konzepte an.

Ähnlich wie bei geliehenen oder geleasten Autos, die man nicht gleich kaufen muss, hofft der Manager auf Kennenlern- und Gewöhnungseffekte: "Kunden können mit dem Abo Erfahrung beim elektrischen Fahren und Laden sammeln und somit vermeintliche Einstiegshürden überwinden." Im Autogeschäft flössen derzeit zwei Entwicklungen zusammen: "eine Art Netflix-Modell der Nutzung "on demand" und der Wunsch nach Ausprobieren, bevor man sich festlegt. Da passen Abo-Konzepte, die zeitlich zwischen Kurzzeitmiete und Leasing liegen, gut hinein."

Bis zum Jahresende sollen dafür bei der VW-Kernmarke 2000 bis 3000 Exemplare der E-Modelle ID.3 und ID.4 verfügbar sein. Hinzu kommen Modelle anderer Konzernmarken, auch ausgewählte Verbrenner, die über VWFS und Heycar vermittelt werden - das gilt schon seit einiger Zeit. Geplant sind ergänzende Abos bei Töchtern wie Skoda oder Seat.

Ein verwandtes Thema ist die Freischaltung einzelner Funktionen der Bord-Software wie bestimmter Fahrassistenten oder Navigationsdienste. "Der Aufbau dieser Angebote liegt in der Verantwortung der einzelnen Konzernmarken", erklärte Imme. "Aber die Zahlungen beispielsweise wickelt auch hier die VWFS ab. Wir werden darüber hinaus mit den Marken schauen, wie wir weitere Schnittstellen bilden können."

Die Rolle von Nutzungsdaten wachse dabei erheblich. Das gelte für das Geschäft mit Firmenwagen-Flotten und Verbrauchern gleichermaßen: "Je vernetzter und - perspektivisch - autonomer Autos unterwegs sind, desto bedeutender wird eine präzise Steuerung des gesamten Fuhrparks. Mindestens genauso wichtig ist es, mit Hilfe der Nutzungsdaten auch private Kunden über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs zu begleiten - natürlich immer unter der Voraussetzung, dass sie der Auswertung zustimmen." Verbrauch, Laufleistung, Wartungsinformationen oder Fahrprofile könnten eine Basis sein, aus der sich dann "neue, individuelle Angebote und Ansätze für weitere Beratung ergeben".

VW-Chefaufseher: Chipmangel bleibt kritisch, Autokonjunktur positiv

Auch die oberste Führung von Volkswagen richtet sich auf eine mögliche längere Lieferkrise bei den wichtigen Mikrochips ein. Das Fehlen größerer Mengen von Elektronik-Bauteilen, das derzeit zahlreichen Autoherstellern Produktionseinbußen und teilweise auch Kurzarbeit einbrockt, dürfte nach jetziger Einschätzung wohl nicht so rasch vorbei sein, sagte Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Automesse IAA Mobility.

"Wir müssen uns damit auseinandersetzen, dass wir bis ins erste Halbjahr 2022, vielleicht auch noch weitergehender mit Auswirkungen zu rechnen haben", so der Chefkontrolleur des größten deutschen Unternehmens am Montag in München. Insgesamt sei die Konjunkturlage in der Autoindustrie nach dem Corona-Tief 2020 jedoch relativ stabil.

Pötsch betonte, die Fabriken der großen Chipproduzenten würden "rund um die Uhr gefahren werden - da gibt es aktuell keine größeren Spielräume". Autobauer hatten den künftigen eigenen Bedarf nach dem Wiederanspringen der Nachfrage seit Ende 2020 unterschätzt und daher vielerorts Lieferverträge storniert. Die entsprechenden Volumina fehlen jetzt, stattdessen werden oft Abnehmer aus anderen Wirtschaftszweigen vorrangig versorgt.

Rasche Neubauten von Chipfabriken hält Pötsch für eher unrealistisch: "Der Bau zusätzlicher Halbleiterfabriken kostet Zeit, unter zwei bis drei Jahren ist meist nichts möglich. Und die Investitionsdimensionen sind enorm." Parallel dazu werde durch die Digitalisierung noch die Nachfrage nach den unerlässlichen Komponenten aus Silizium oder Germanium zulegen: "Der mittelfristige Bedarf an Halbleitern wird größer sein, als er noch vor kürzerer Zeit eingeschätzt worden ist."

Der VW-Chefaufseher sprach sich für ein koordiniertes Vorgehen zwischen den EU-Staaten aus, um dem Thema mehr Aufmerksamkeit zu widmen. "Die Frage ist, ob wir in Europa diese Abhängigkeit von Importen weiter hinnehmen wollen - oder ob wir den Aufbau von mehr eigener Halbleiter-Kompetenz und -Kapazitäten nicht mehr fördern sollten", sagte Pötsch. VW selbst plant bereits eine größere Eigenständigkeit bei der Entwicklung spezieller Auto-Anwendungen: "Wir müssen als Unternehmen auch unsere Kompetenzbasis beim Thema Chipdesign deutlich anreichern und das gesamte Geschäft durchdringen, damit wir in der Lage sind, hier auch eigene Beiträge zu leisten."

Die durchwachsenen Verkäufe in mehreren Automärkten und die zuletzt deutlich gesunkenen Neuzulassungen in Deutschland führt Pötsch unter anderem auf die Schwierigkeiten zurück, die aufgestaute Nachfrage vom Höhepunkt der Corona-Krise rasch zu bedienen. Doch die grundlegenden Konjunkturdaten der Volkswirtschaften böten Grund zur Zuversicht. Sie seien in vielen Automärkten "weiter positiv und stark", meinte er.

"Aber die Lieferzeiten für individuell konfigurierte Neuwagen sind jetzt häufig lang", schränkte Pötsch gleichzeitig ein. "Es gibt derzeit eine deutliche Lücke, wenn Sie die Auftragseingänge mit den Auslieferungen abgleichen. Und das meiste, was wir direkt nach Corona noch in den Lagern hatten, ist jetzt auch verkauft."

Die VW-Aktie gewinnt im XETRA-Handel am Montag aktuell 0,17 Prozent auf 202,25 Euro.

BRAUNSCHWEIG/MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Gl0ck / Shutterstock.com

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